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Talislanta

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tartex:

--- Zitat von: Rumpel am 26.08.2021 | 03:57 ---Ich mag's, aber ein bisschen Enttäuschung darüber schwingt auch mit, dass der Weltentwurf insgesamt doch ein bisschen Substanzlos ist. Bei mir steht das gerade im direkten Vergleich zu Glorantha, mit dem ich mich in den letzten Jahren ein bisschen beschäftigt habe, und bei Glorantha hat man eben Mythologie und Historie und das Gefühl einer lebenden, in sich interagierenden Welt. Wenn ich bei Talislanta über die Seven Kingdoms lese, steht da halt alles reichlich selbstenügsam nebeneinander - hier ein Königreich mit Musen, da eines mit Magokraten, dort eines mit unterirdisch lebenden Gnomen ...

--- Ende Zitat ---

Talislanta hat für mich einfach mehr die Mos-Eisley-Cantina-Atmosphäre. Egal, in welche Richtung man den Kopf dreht: man sieht aus jedem Winkel etwas seltsames herauslugen.

Sustanzlosigkeit und ätherisch wie ein Traum zu sein, geht für ich eigentlich auch Hand in Hand. Das Bruttoinlandsprodukt lässt im trunkenen Zustand schlecht berechnen. Und wenn man es doch schafft, ist große Nüchternheit angesagt.

Sosthenes:

--- Zitat von: Rumpel am 26.08.2021 | 03:57 ---So allgemeine fällt mir zu Talislanta jetzt beim Lesen auf: Ich mag's, aber ein bisschen Enttäuschung darüber schwingt auch mit, dass der Weltentwurf insgesamt doch ein bisschen Substanzlos ist. Bei mir steht das gerade im direkten Vergleich zu Glorantha, mit dem ich mich in den letzten Jahren ein bisschen beschäftigt habe[...]

--- Ende Zitat ---
Gut, das ist halt auch ein sehr hoher Maßstab. Ich kenne jetzt wenig Settings die sich auch nur annähernd mit Glorantha messen könnten - selbst Tekumel hat nicht annähernd das Material um sowohl mit Historie, Mythen als auch der Gegenwartssituation mitzukommen (und kommt mir nicht mit Mittelerde).

Ja, Talislanta ist eher der Melting Pot. Ich sehe da als direkte Vorbilder sowohl Moorcock's Young Kingdoms als auch Vance's Dying Earth. Wir haben also praktisch eine "Endzeit" erreicht -- weniger was eine bevorstehende Apokalypse betrifft, sondern einfach dass schon so viel Vorgeschichte vorhanden ist, dass Ursprünge und Hintergründe weit weg erscheinen. Als etwas eigenständigere Elemente hat man dann etwas mehr Phänotypen die mit den verschiedenen schrägen Kulturen verbunden sind (und damit ein bisschen Sci-Fi fast), und andererseits eine technologische Beschränkung. Ähnliche Settings werfen heutzutage da auch gerne ganz die Sci-Fi oder Steampunk Schiene an, man vergleiche Numenera oder Eberron.

(Letzteres ist übrigens ein gutes Beispiel dass ein Standard D&D-artiges Setting durchaus mithalten könnte, was die Vielfalt betrifft, wenn es weniger in "Wir gegen Sie" unterteilt, genug schräge Völker hätte man ja.)

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