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Shadowrun: Capital Files "Volume/02 - Drugstore Blues"

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Ludovico:
Herr Kaiser und sein Gegner waren nun endlich auf gleicher Höhe, nämlich auf dem Boden. Die Pistole war noch immer auf ihn gerichtet.
Das Fadenkreuz wackelte kaum, obwohl der Söldner schwer atmete und nach Verkündung des Waffenstillstandes auch die Schmerzen langsam einsetzten.
Doch noch war nicht geklärt, ob sein Gegner auch die Waffen strecken würde.
Ohne den Blick von dem Wächter abzuwenden oder auch nur die Pistole einen Milimeter zu senken, sagte Herr Kaiser ins Comlink:
"Hier Drei! War zu beschäftigt, um etwas über´s Comlink mitzukriegen."
Dann schaute er dem Typen, der ihm gegenüberlag ernst an und sagte in eher beschwichtigenden Tonfall: "Okay, wir beide senken jetzt langsam die Waffen. Keine hektischen Bewegungen, okay?"

Sir Mythos:
"Alles klar. Ich verschwinde zum Ausgangspunkt mitsamt meinem Paket."

Er deaktivierte kurz das Komlink.

"Kommen sie Schlesser."

Dann zerlegte er sein Gewehr und verstaute es, mitsamt der Munition in dem Koffer. Anschließend machte er sich mit Schlesser über die Dächer auf zu seinem Wagen.

Doc Letterwood:
Kaisers Gegner nickte. Ein dünner Schweißfilm glänzte auf seiner Stirn.
"Herr..äh, Schmidt, alles okay bei Ihnen?", fragte er in die leere Luft. Dann nickte er kurz.
Mit einer lässigen Handbewegung steckte er seine Pistole in den Schulterhalfter unter seinem Jackett. Dann zog er sich hoch und lehnte sich gegen die Wand.
Hinter ihnen ertönte ein leises Zischen, und die Schleusentür öffnete sich.
Weechuck taumelte hinaus.

Messiah gelangte zum Heck des Trucks.

Artemis sah, wie die Flammenwand mit einem letzten Zischen zusammenbrach. Als sie verschwand, sah er die rußgeschwärzte Fahrerkanzel. Der Lack war zu schwarzen Klumpen verschmort und Blasen zischten über der Panzerung.

"Fünf hier. Der Elementar hat Feierabend. Und wir auch, schätze ich..."
Mit einem erleichterten Seufzer rutschte er vom Dach des LKW und kam mit federnden Knien neben der Zugmaschine zum Stehen. Dann trabte er zum Heck des LKWs.

Schlesser folgte Taxi, kletterte mit ihm die Leiter hinab in die schmale Gasse, in der Taxis Wagen stand.

Ludovico:
Herr Kaiser steckte zusammen mit dem Runner die Waffe weg. Mühsam lehnte er sich auf und wischte sich den Schweiß vom Hals und von der Stirn.
Er spürte, daß seine Hose und sein Jackett nass waren. Der Söldner mußte gar nicht herabsehen, um zu wissen, daß es Blut war. Die Aufregung des Kampfes ebbte ab und mit ihr kam der Schmerz wie ein Vorschlaghammer. Seine Knochen fühlten sich an, als hätte ein Troll auf Ecstasy sie als Drumsticks benutzt. Seine Muskeln brennten wie Feuer.
Der kalte Stahl des Containers versprach etwas Kühlung. Er griff in seine Hosentasche und holte ein Kaugummi heraus, daß er sich mit zittrigen Händen in den Mund schob.
"Und wieder einmal dem Sensenmann entkommen.", murmelte er lächelnd.
Kaugummikauend stand er schließlich ganz auf und humpelte aus dem Container.

Preacher:
Messiah zündete sich zuerst einmal eine Zigarette an - er konnte sie weiß Gott gebrauchen. In diesem Augenblick war er mehr als froh, daß seine Sturmhaube eine Mundöffnung hatte.

Wenn die uns Chucky jetzt einfach so ausliefern, dann hätten wir uns den ganzen Scheiß auch genausogut sparen können. Das war verkackt anstrengend, gefährlich und teuer - für nichts.

Am Heck des Trucks angekommen stieg er die dort befestigte Leiter hinab und in den Truck hinein. Er sah sich genau um, um eventuell Rückschlüsse auf die Art des durchgeführten Eingriffs ziehen zu können.

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