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Shadowrun: Capital Files "Volume/02 - Drugstore Blues"

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Doc Letterwood:
"Kein Problem." Weechuck nahm den SimSinn-Chip und krakelte mit schnellen Schwüngen die Widmung auf das Plastik. "Mighty Duck, hm?"

Minuten später trafen Artemis und Kaiser wieder im Keller ein. Beide trieften vor Schweiß - das Außenthermometer zeigte 36° Celsius - normale Sommertemparaturen, vielleicht etwas unterhalb des Durchschnitts der letzten Jahre.

Weechuck tunkte gerade den dicken Zeigefinger in Big Eyes Thai Essen und schleckte ihn ab.
"Mmh...hey, Magier, wenn du keinen Job findest, stell ich dich als Koch an ...ich sterbe für scharfes Essen..."


In den nächsten Tagen ging die Überwachungsarbeit weiter. United Interceptor ließ sich nicht weiter stören, und Kenori selbst war nur selten zu sehen. Wenn, dann nur kurz. Von hinten.
Die Medienberichterstattung über Weechucks Freilassung und die Lösegeldzahlung von ITC-Viacom machte blitzartig die Runde. Jede Zeitung, jeder Sender, jede Radiostation berichtete darüber, lobte das Engagement des Medienriesen und verdammte Tennar Records fürs Nichtstun bis in die siebte Hölle.

Die Entführung war Gold wert: Innerhalb weniger Stunden waren die letzten 1000 Karten des Konzerts ausverkauft. Das Le Méridien in Düsseldorf war umlagert von Legionen von Reportern. Aber nichts drang nach draußen, bis ein Pressesprecher von ITC-Viacom vor die Presse trat und in gemessenen Worten verlas, was vor kurzem beschlossen wurde. Weechuck wechselte einen Tag vor seinem großen Deutschland-Konzert die Plattenfirma. Tennar Records dementierte bis zuletzt. Hagen von Boesdorfs Aktien jedoch sanken, und letzten Endes blieb ihm nichts weiter als mit versteinerter Miene in seine Limousine zu steigen und den Coup über sich ergehen zu lassen.

Weechucks kleiner Geldkoffer wechselte schnell seinen Besitzer: Taxi brachte ihn eines Nachts aus dem Hotel in Sicherheit, und auch der Transfer mit Schmidt war reine Routine. Nachdem Artemis unter heimlicher Aufsicht von Kaiser, Messiahs Kamera-Auge und Big Eyes Astralgestalt die Mitschnitte der Gespräche in einem Toilettenkasten des Duisburger Hauptbahnhofs deponiert hatte, fand er im angrenzenden Spülkasten eine eingeschweißte Lieferung, mit schönen Grüßen von CeleraGen. Ein warmer Geldsegen ergoss sich in die leeren Kassen des Teams - 62.000 für jeden.



Joerg.D:
Big Eye nutzete das Geld noch nicht, nahm sich aber für die anschließenden Überwachungen reichlich Studienmaterial mit. Er wollte einen Heilzauber erlernen und zwar richtig gut. Also stöberte Er fleißig in seiner Bibliothek und machte die ganze Zeit Notizen. Er wollte nicht noch einmal auf so Kostspielige Heilungen angewiesen sein und dachte sogar ernsthaft darüber nach etwas karikative Arbeit bei Messiahs Stamm und in einigen Notasylen zu leisten. Außerdem fragte Er beim Metzger nach, was die beseitigung Seiner Brandnarben kosten würde.

Zum Konzert, zog Er wohl zum Erstaunen der anderen einen Tre Chic Anzug an und rauchte in der VIP Lounge genüßlich eine Zigarre.

Sir Mythos:
Taxi vertrieb sich die Zeit, welche er nicht Weechuck durch die Gegend fahren musste im Fitnissraum und im Schwimmbad des Hotels. Wann hatte man sonst mal Gelegenheit in so einem teuren Hotel zu wohnen. Bellmack zahlte ja die Umkosten.

Nachdem Bellmack aus dem Krankenhaus gekommen war, hatte Taxi diesen an einem sicheren Ort auf den neusten Stand gebracht, was gelaufen war. Bei dieser Gelegenheit hatte er ihm auch einen schwarzen Lederkoffer gegeben, welcher von Bellmack in der VIP-Louge deponiert worden war.

Taxi hatte sich am Konzerttag in einen guten Anzug geworfen, allerdings nicht seinen besten, da er diesen leider nicht dabei hatte. In der VIP-Louge war er als letzter angekommen, da er Weechuck erst am Hintereingang abliefern musste. Danach hatte er den Wagen dort abgestellt, und war über den Hintereingang und einige Nebenwege zur VIP-Louge gelangt, wo er auf die anderen traf.
.

Ludovico:
Herr Kaiser beschäftigte sich in der Zeit vor allem mit Reisevorbereitungen. Er trainierte zudem täglich und pflegte seine Ausrüstung noch gründlicher als sonst.
Nach wie vor nahm er an der Überwachung teil, so gut es ging und vernachlässigte seine Pflichten auch nicht. Man merkte ihm aber schon an, daß er nur noch daran teilnahm, weil es zum Job gehörte. Für den Söldner war es nur noch eine lästige Pflicht.
Auf dem Konzert erschien er wie üblich mit seiner Sporttasche.
Statt aber auf die Band zu achten, blickte er ständig auf die Uhr.

Joerg.D:
Big Eye nahm einen tiefen Zug der Zigarre und bließ förmvollendete Rauchkringel in die Luft der VIP Lounge. Die Kringel schwebten bis zur Decke und wurden dann von der leistungsfähigen Klimaanlage der Anlage eingesaugt.

Mit einer schnarrenden Stimme:
>>Ay Compadres, mir scheint es so, als wenn es Heute einen Grund für eine ausgefallene Fiesta gibt. Das Konzert findet statt, auch wenn Kaiser ständig auf die Uhr schaut.<<

Von draußen wummerten die Bässe der Vorgruppe und Big Eye genehmigte sich einen Schluck des ausgezeichneten Coktails. >>Also können wir uns schön einen hinter die Binde gießen und ein paar Groupies abgreifen.<<
Tatsächlich waren zwei Junge Damen schon sehr angetan, von diesem gutaussehenden Herren mit der ausgeprägten Partylaune.

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