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Shadowrun: Capital Files "Volume/02 - Drugstore Blues"

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Sir Mythos:
"Stimmt, ich hab keine Lust mich mit nem -AAA- Konzern anzulegen, soll ungesund sein."

Taxi beschloss, dass er jetzt nicht mehr denken konnte, es war schon verdammt spät, und so hektisch gewesen. Nach ner Mütze voll Schlaf und nem guten Frühstück wäre er wahrscheinlich besser dran.

"Ich hab, um ehrlich zu sein, kein Plan mehr im Moment. Werd mich, glaube ich erstmal pennen legen. Mit ausgeruhtem Kopf geht das besser. Soll ich hier bleiben, oder besser zurück ins Hotel fahren?"

Ludovico:
"Gute Idee! Morgen sieht alles gleich ganz anders aus.", Herr Kaiser straffte sich etwas.
"Ich muß noch meine Sachen aus Artemis Wagen holen. Ich penn zuhause."

Sir Mythos:
"Gut, ich werd dann mal im Hotel die Stellung halten. Komm, ich fahr dich rüber zu Artemis, und wenn gewünscht noch nach Hause... Wolltest doch sicher immer mal nen persönlichen Chauffeur haben, oder?"

Taxi lachte leise vor sich hin.

"Wünsche allen eine gute Nacht, bis morgen dann."

Er machte sich auf richtung Tür, wo er auf Kaiser wartete.

Ludovico:
Herr Kaiser folgte ihm.
"Viel Glück bei der Suche, Big Eye und gute Nacht ihr beiden.", sagte er noch zum Abschied.
Plötzlich drehte er sich aber noch einmal um und sagte, so als wenn er gerade einen Geistesblitz hatte: "Messiah, Sie könnten doch vielleicht herausfinden, ob seine medizinischen und psychologischen Daten etwas hergeben. So kriegen wir vielleicht raus, welche Drogen unser Troll nimmt und ob er Neurosen oder andere Psychokrankheiten hat."
Dann ging er hinaus.
"Danke Taxi für das Angebot, aber Sie brauchen mich nur bis zu Artemis fahren."
Das letzte, was ich brauchen kann, ist, daß jemand weiß, wo ich wohne.

Doc Letterwood:
Artemis

>>20-07-2059-23:29:34<<

Ein herzhaftes Gähnen, gefolgt vom letzten Rest eines Schoko-Energieriegels, der trotzdem irgendwie nach alter Marmelade schmeckt. Artemis kaute sinnierend, lauschte dem toten Richtmikrofon, blickte auf die gedimmten Anzeigen des BMW. Nichts. Tote Hose im Le Méridien. Abgesehen von der Reporterkolonne von PlexAlarm!, 3News, drei weiteren Plex-Sendern und zwei nationalen Nachrichtenagenturen, die den Eingang belagerten.

Aus dem Radio drang leise Musik, irgend ein Hardrock-Gedudel aus den 2020ern. Müde fuhr sich Artemis durchs Gesicht, langte neben sich und öffnete ein Tübchen Auramphetamin, hielt es sich unter die Nase, schnupperte an dem aufmunternden amphetaminähnlichen Duftstoff.

Seine Gedanken kreisten um Weechuck, um Mila Weizmann, Bellmarck, United Interceptor. Kaum etwas reimte sich zusammen, und doch spekulierten alle News-Sender des Plexes um die Wette.
Wo war Weechuck? Was war mit ihm passiert, und vor allem, wer war dafür verantwortlich?

Der Nachtelf seufzte. Er aktivierte das Autotelefon und gab eine Nummer ein.

Eine weibliche Stimme meldete sich. Elektronisch ein wenig verzerrt.
"Hallo?"
"Artemis."
"Was willst du?"
"Informationen."
"Wieviel?"
"Kommt drauf an. Ich will etwas wissen, was mit Weechuck zu tun hat."
"Okay. Zwei-fünf für den Anfang. Plus Spesen."
"Das ist teuer."
"Das ist echter Kaffee auch."
"Hm. Deal. Ich will wissen, wo Mila Weizmann untergebracht ist, falls sie nicht schon tot ist. Und wenn ja, warum man ihre Todesmeldung verschweigt. Außerdem brauche ich Hintergrundinformationen über Marcia Kline, eine CeleraGen-Konzernerin."
"Dreitausend."
"Na schön. Wann?"
"In vier Stunden."
"Schicks mir per Voicemail."
"Ja. Gute Nacht."

Artemis legte auf, räkelte sich in seinem Sportsitz und grummelte etwas vor sich hin. Die Nacht war lang und dunkel, und irgendwie fühlte er sich ohne Durchblick noch einsamer als sonst...

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