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[Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
Weltengeist:
--- Zitat von: Talasha am 6.05.2024 | 05:02 ---Feyd Rautha war übertrieben, der Baron eher nicht.
--- Ende Zitat ---
Was mir bei ihm gefehlt hat, war irgendein Beleg dafür, warum er als "hochintelligent" charakterisiert wurde. Und ich fand es unplausibel, dass er sich zwar beweisen will, aber die Chance liegen lässt, gegen die gefangene Fremen-Rebellin ("Du hast sechs meiner Männer nur mit einem Messer getötet!") zu kämpfen. Da wäre also durchaus mehr charakterliche Tiefe dringewesen. Aber was will man machen in "nur" 166 Minuten? ;)
Mr Grudenko:
--- Zitat von: Issi am 4.05.2024 | 22:41 ---Diese Glanzkopf Sippe ist so dermaßen hart überzeichnet- platt, dass ich die
eigentlich nicht mehr ernstnehmen kann.
--- Ende Zitat ---
Vieles der optischen Aspekte der Harkonnen ist halt schon so in den Büchern angelegt (in denen der Baron aber nicht durch die Gegend fliegt, sondern einfach nur so fett ist, dass er sich ohne technische Hilfe gar nicht mehr bewegen könnte). Und in "Heretics" hat Herbert ja der Version der Harkonnen aus dem David Lynch Film die Hand aufgelegt und adoptiert.
Was halt fehlt sind die gesamten Politikdiskussionen, innerfamiliären Verschöwrungen, verschiedene Interaktionen und innere Monologe aus den Romanen. Die sind zwar auch nicht gerade sehr positiv (der Baron ist ein brillianter Politiker, aber halt nur halb so clever, wie er glaubt, dass er ist), geben den Figuren aber ein ganz klein wenig mehr Tiefe.
Lichtschwerttänzer:
DV hat sich im Film sehr stark auf Pauls Geschichte fokussiert
Issi:
--- Zitat von: Talasha am 6.05.2024 | 05:02 ---Feyd Rautha war übertrieben, der Baron eher nicht.
--- Ende Zitat ---
Ja, der Baron ist, auch in meinen Augen, besser dargestellt.
( Wobei mir auch hier ( trotz bekanntem Schauspieler) zu wenig von seinem Charakter rüberkommt)
@
Mr Grudenko
Das kann gut sein
Ich kenne die Bücher nicht.
Was noch dazukommt: Ich sehe den Film ja zum ersten Mal Zuhause nicht im Kino.
Den ersten Teil habe ich im Kino gesehen.
Da wird man von den Bildern regelrecht umgehauen.
Diesmal sehe ich ( nur) einen ganz normalen Film, und habe vielleicht ne andere Sicht drauf.
Flamebeard:
--- Zitat von: Mr Grudenko am 6.05.2024 | 07:30 --- Was halt fehlt sind die gesamten Politikdiskussionen, innerfamiliären Verschöwrungen, verschiedene Interaktionen und innere Monologe aus den Romanen. Die sind zwar auch nicht gerade sehr positiv (der Baron ist ein brillianter Politiker, aber halt nur halb so clever, wie er glaubt, dass er ist), geben den Figuren aber ein ganz klein wenig mehr Tiefe.
--- Ende Zitat ---
Ich gehe davon aus, dass er nicht in die George-Luca-Falle tappen wollte und daher ein wenig zu viel vom Quellenmaterial weggelassen hat.
Ja, ein wenig mehr von der Häuser-Politik und über die Navigatoren-Gilde wäre schön gewesen. Wenn das aber im vorhandenen Film untergebracht worden wäre, hätten wir statt dem langsamen Vorankommen in der Geschichte an mehreren Stellen wirklichen Stillstand gehabt. Und wenn ich mir aus meinem Umfeld die digitalen Meinungen zu dem Film anhöre ("endlich mal ein Film, der sich die Zeit nimmt, die er braucht" vs. "ein Gähn-Fest mit deutlich zu wenig Action und zu viel Landschaft"), hätte die Stimmung dadurch durchaus mehr ins zweite Lager kippen können.
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