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[Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)

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Swanosaurus:
Ich leide ja auch - mehr noch in der Literatur - an zeitgenössischer Langatmigkeit. Hat weniger mit Action zu tun, die auch extrem Langatmig sein kann (Hallo, Avengers) und mehr mit meinem Gefühl, dass inzwischen ganz viele Bücher und Filme für Leute gemacht werden, die ein Drittel der Zeit mit dem Kopf anderswo sind und trotzdem noch mitkommen sollen.

KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
Das wird aber nicht der Grund für die Langatmigkeit der Original Dune-Bücher von Herbert gewesen sein.  ;)

Der hat gerne in psychischen Stimmungen der Figuren geschwelgt, was natürlich die Hölle für Leute ist, die es nicht unbedingt so ausgewalzt haben wollen.  ;D

Swanosaurus:

--- Zitat von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 17.07.2026 | 15:33 ---Das wird aber nicht der Grund für die Langatmigkeit der Original Dune-Bücher von Herbert gewesen sein.  ;)

--- Ende Zitat ---

Bei Herbert war der Grund ein Hang zum (Pseudo-)Philosophieren, der seine Momente hatte und seine Fehlleistungen. God-Emperor bleibt wegen seiner Seltsamkeit mein Lieblings-Dune.

Psychologisch fand ich Herbert hingegen immer extrem schwach. Da passen die Filme dann wiederum zur Vorlage.

KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
Ich sehe Herberts Schwäche eher im historischen Bereich - letztens musste ich bei Dune Chapterhouse den Band lachend zur Seite legen, weil gerade Odrade in ihren Gedanken feststellt, dass ja konventionelle Geschichtsschreibung völlig unbrauchbar ist, weil sie unkritisch Propaganda weitergäbe, und dass die Bene Gesserit völlig überlegen als Historiker seine, weil sie ja alle dank weitergehender Erinnerungen Augenzeugen historischer Ereignisse wären.
Das ist so total verblödet, der Mann hätte bei fünf Minuten Teilnahme in einem Historikerproseminar solchen Unfug nicht geschrieben.  ;D

Philipp.Baas:

--- Zitat von: KWÜTEG GRÄÜWÖLF am 17.07.2026 | 15:18 ---Ich persönlich mag Mäanderei, wenn sie gut gemacht ist. Dann taucht man durchaus tiefer in Welten ein, als wie wenn alles in drei bis vier Sätzen dahingerotzt wird.
Ist aber tatsächlich ne Geschmacksfrage, da ist der Standpunkt von Philipp Baas genauso valide wie meiner.  :)

--- Ende Zitat ---

Ich mochte früher, als ich junge war, so epische Fantasy. Tad Williams Drachenbeinthron, das Rad der Zeit, die schwarzen Wälzer von Hohlbein und solche Sachen. Jetzt ist es Dan Abnett (die Inquisitor-Reihe ist so mega), Markus Heitz (wenn er gut drauf ist), Derek Landy und sowas.
Sanderson, Rothfuss und Martin gefällt anscheinend vielen und gleichzeitig nervt mich das komplexe World-Building (etwas, was ich früher liebte), die Multi-Perspektiven, der Versuch alles zu psychologisieren und die krampfhafte Suchen nach innerer Logik in einer Welt der Magie, Drachen etc.

Mann und Herbert verlieren mich schon nach wenigen Seiten. Selbst Tod in Venedig, das echt nicht viele Seiten hat, ist so unerträglich LANGSAM erzählt. Also geht es nicht primär um Länge, sondern um die langsame Erzählweise und die ständige Reflexion.

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