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Sind Helden überflüssig ?

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Maarzan:
Bevor man das auf einem platten Feld statisch durchrechnet, müsste man sich ja erst einmal fragen in wie weit das die Kampftaktiken beeinflussen würde und wie oft dann Hunderte frische Rekruten koordiniert zum Schuss kommen würden, bevor individuell überlegene Gegner sie ausreichend dezimieren oder auch nur in die Flucht treiben. 

ChaosZ:
Einige Punkte vielleicht mal. In der realen Welt gibt es auch kleine Spezialkommandos (KSK, SEK, etc.) trotz bestehender Masdentruppen (HVK, Bereitschaftspolizeihundertschaften, Zoll, Grenzschutz, etc.).
D.h. kleine Spezialkommandos sind für hoch spezialisierte Einsätze da, obwohl auch andere Kräfte diese lösen könnten, allerdings dies in keinem Verhältnis steht.

Die Monster sind nicht immer alleine oder unintelligent unterwegs. Gerade bei Organisationen hat man es ja mit vielen hundert oder tausend Mitgliedern zu tun oder mit geheimen Zellen. Ziel ist es also entweder die Zelle zu enttarnen oder gegen eine Organisation einen gezielten Schlag zu führen, bei dem sich einfach der Einsatz von Masdentruppen verbietet.

In einer Welt in der ein einzelner Magier eine Artellerie sein kann, wird es kaum Lienien- oder Haufentaktiken geben.

SC-Gruppen sind nicht nur Söldner, sondern eben mit einer eigenen Motivation unterwegs. Als Beispiel gibt es Menschen, die hervorragend alleine in der Wildnis überleben können, diese sind dort Spezialisten. Nun könnte man eine solche Person mit hunderten Leuten jagen, dass wäre aber nicht verhältnismäßig. Stattdessen setzt man ein Team von Spezialisten an, die mit Hilfe der örtlichen Behörden Ausschau halten.

Talwyn:
Auf die Frage, warum sich nicht die Dorfmiliz um solche Probleme kümmert - das tut sie, aber halt eher um die Koboldplage denn um die Trolle, die aus dem nahe gelegenen Moor immer wieder das Dorf angreifen, geschweige denn um den grünen Drachen, der sich im nahen Wald eingenistet hat. Für die Art von Miliz, die für solche Fälle nötig wäre, dürfte nämlich in den meisten Fällen schlicht die nötige Zahl wehrfähiger Individuen nicht verfügbar sein. Und selbst wenn dem so wäre, so ist es an der Stelle dann wohl örtliche Autorität, die nicht wirklich gerne dabei zusieht, wie sich in Hinterhuglhapfing 100 Bauern bewaffnen. Am Ende kommen die dann nach Beseitigung des Trollproblems noch auf dumme Gedanken anstatt einfach wieder auf ihre Felder zurückzukehren und diese zu bestellen.

Dementsprechend kann sich ein Dorf mancher Gefahren vielleicht aus eigener Kraft erwehren, was aber wie gesagt für den Einzelnen ein gewaltiges Risiko darstellt. Wenn gerade keine Helden in der Nähe sind, die den Oger zur Strecke bringen können, dann muss man sich halt selbst helfen. Wenn hingegen gerade eine Gruppe hilfsbereiter Abenteurer des Weges kommt, würde ich als Bauern den lebensgefährlichen Kampf gegen die Monster sofort an diese delegieren.

nobody@home:

--- Zitat von: Talwyn am 18.09.2020 | 16:58 ---Auf die Frage, warum sich nicht die Dorfmiliz um solche Probleme kümmert - das tut sie, aber halt eher um die Koboldplage denn um die Trolle, die aus dem nahe gelegenen Moor immer wieder das Dorf angreifen, geschweige denn um den grünen Drachen, der sich im nahen Wald eingenistet hat. Für die Art von Miliz, die für solche Fälle nötig wäre, dürfte nämlich in den meisten Fällen schlicht die nötige Zahl wehrfähiger Individuen nicht verfügbar sein. Und selbst wenn dem so wäre, so ist es an der Stelle dann wohl örtliche Autorität, die nicht wirklich gerne dabei zusieht, wie sich in Hinterhuglhapfing 100 Bauern bewaffnen. Am Ende kommen die dann nach Beseitigung des Trollproblems noch auf dumme Gedanken anstatt einfach wieder auf ihre Felder zurückzukehren und diese zu bestellen.
--- Ende Zitat ---

Wenn die Dorfmiliz mit den Trollen nicht fertigwird, dann ist es genau die örtliche Autorität, die in ihrer Eigenschaft als Schutzmacht als nächstes gefragt ist und besser ihre Soldaten gegen die Monster schicken sollte, wenn sie nicht will, daß die noch überlebenden Dörfler irgendwann die Gegend schlicht verlassen und sich anderswo nach einem ruhigeren Leben umschauen.


--- Zitat ---Dementsprechend kann sich ein Dorf mancher Gefahren vielleicht aus eigener Kraft erwehren, was aber wie gesagt für den Einzelnen ein gewaltiges Risiko darstellt. Wenn gerade keine Helden in der Nähe sind, die den Oger zur Strecke bringen können, dann muss man sich halt selbst helfen. Wenn hingegen gerade eine Gruppe hilfsbereiter Abenteurer des Weges kommt, würde ich als Bauern den lebensgefährlichen Kampf gegen die Monster sofort an diese delegieren.
--- Ende Zitat ---

Kann man machen, wenn man denn tatsächlich mal so viel Glück hat...aber der "normale" Delegationsweg wäre, denke ich, erst mal stufenweise die normale Hierarchiekette hinauf. "Herr Baron, unser Dorf ist im letzten Monat gleich dreimal von Trollen überfallen worden, die schlimmen Schaden angerichtet haben, könntet Ihr nicht..." Das hat nebenbei auch den Vorteil, daß der Herr Baron (oder wer auch immer sonst) als Person von Rang und Einfluß wahrscheinlich auch gleich leichter an den einen oder anderen "Helden" herankommt als selbst der freundlichste Bauer, und bringt das Dorf nicht in den Geruch von gar zu aufmüpfiger Eigeninitiative.

Runenstahl:
Es wird auch immer wieder unterschätzt wieviel Übung man benötig um einigermaßen passabel Kämpfen zu können. Das hat zur Folge das ebenfalls massiv unterschätzt wird viele Wehrfähige Leutchen man so hat. Ich habe oft erlebt das SL davon ausgehen, das ein Dorf mit 100 Einwohnern 25 - 50 Kampffähige Leute hat, die wirklich auch Waffen und Rüstungen besitzen und damit umgehen können. Realistisch sind dabei eher Zahlen zwischen 1 und 5. Das heißt dann das die ober erwähnten 100 Bogenschützen die gesammelte Stärke eines Landstriches mit 2000 bis 10.000 Einwohnern darstellen.

Und selbst wenn die sich sammeln und Ausrücken um den Drachen zu jagen... die meisten Drachen (gerade bei D&D) sind ja weder doof noch blind. Das heißt die Chance steht gut das der Drache mitbekommt das da eine kleine Armee anrückt. Anstatt diese zu bekämpfen kann er dann auch z.B. ein Exempel an einem (nun garantiert wehrlosen) Dorf in der Nähe statuieren.

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