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Sind Helden überflüssig ?

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Maarzan:

--- Zitat von: ErikErikson am 19.09.2020 | 11:51 ---Wenn man eine totatlitäre gesellschaft und viel bevölkerung hat, ist das "1000 Bauern Prinzip" durchaus anwendbar. Die müssen ja gar nicht unbedingt gewinnen, sondern das monster nur schwächen, und die nächsten 100 bauern erledigen es dann oder es haut ab.

Der Vorteil für den machthaber ist auch, das er auf Helden komplett verzichten kann. Im Sword and Sorcery genre ist es ja nicht unüblich, das Helden selbst die politische macht ergreifen. In D&D 1 und 2 passiert das sogar automatisch ab einer bestimmten Stufe. Da wird sich jeder Herrscher zweimal überlegen, ob er einen helden beauftragt, der dann eventuell auf Stufe 9 rutscht und dann sofort einen Wehrtum im Staatsgebiet baut und Follower zieht.

--- Ende Zitat ---

Die Bauern musst du aber auch wieder unter Kontrolle / bei Laune halten.

Regieren funktioniert dadurch, dass du mehr highlevel-Freunde/Verbündete hast als deine Gegner. Und wenn einer doch Probleme macht ist einer besser entsorgbar (dann durch nicht offene Mittel) oder erpressbar als die tausenden, die du sonst orchestrieren und gegeneinander ausspielen müsstest.

Und abseits der offenen Feldschlacht haben Highlevels noch einmal ein ganz anderes Gewicht, erst recht, wenn der Gegner keine hat. Eine Gruppe eliminiert oder bindet dir (was nahezu genauso gut ist) per assaultscouting weitaus mehr als diese 1000 Bauern,welche eine Feldschlacht gegen sie dann klar gewinnen würden.

Rhylthar:
Ich frage mich ja, wo 1000 Bauern zusammenleben. Bzw. wie oft es Ortschaften in der Größenordnung gibt, die dann keine (ständige) Miliz aufgebaut haben.

Maarzan:
Eine Menge Monster mit höherer nomineller Kampfkraft sind nicht unbedingt soo intelligent und oft auch Einzelgänger.
Wer da deutlich eine andere Liga ist, ist oft eher auf der phlegmatischen Seite und scheinbar oft genug genauso oft von Langeweile wie Gier getrieben.

Was möglicherweise der Trumpf von Menschen ist: wenige haben auf dem Schirm, wie schnell Menschen leveln und die levelnden bereit sind weitere Risiken einzugehen ...
Scheinbar eben noch hast du mit ein paar genauso nutzlos erscheinenden Goblins ein nahezu hilfloses Dorf überfallen, letzte Woche haben ein paar der Überlebendne Cousin Grumpsch erschlagen und heute steht der Rest dieser Gruppe als Veteranen vor deiner Tür.

Koruun:

--- Zitat von: Antariuk am 19.09.2020 | 11:48 ---Also dass Hobgoblins a) militärisch diszipliniert sind und sich entsprechend ausrüsten und b) gerne versuchen, die umliegende Region zu erobern, ist ein etabliertes D&D-Klischee. Mit der Annahme lehnt sich niemand aus dem Fenster, im Gegenteil. Im Kontext dieses Fadens ein absolut richtiges Fallbeispiel, wie ich finde.

--- Ende Zitat ---

Da hast du völlig recht und Hobgoblins gehören aufgrund ihrer Kultur auch zu meinen liebsten Widersachern.
Die Eingangsthese lautet ja: die 5E Spielwelt braucht keine "Helden", weil 100 Schützen zum Schutz der Zivilisation ausreichen.
Wenn wir beim Beispiel der Hobgoblins bleiben, die übrigens ebenso ihre Truppen trainieren, ausrüsten und unterhalten müssen, und wir die Spielwerte von Hobgoblins mit Commonern vergleichen, dann kommen wir recht schnell zu dem Schluss: Nein, die 100 Schützen reichen nicht aus, es braucht "Helden" auf Seiten der Menschen, sei es Magier, Veteranen, Ritter, Priester etc.pp.
Das müssen nicht zwangsläufig SC sein, aber ohne solche "named" NPC würden Menschenreiche in D&D-Welten, wie ich sie mir vorstelle, nicht florieren können.

Rhylthar:

--- Zitat ---Das müssen nicht zwangsläufig SC sein, aber ohne solche "named" NPC würden Menschenreiche in D&D-Welten, wie ich sie mir vorstelle, nicht florieren können.
--- Ende Zitat ---
Stimme ich vollkommen zu. Gibt ja auch so manche Kampagne, bei der eben "die Helden" gefragt sind, weil sich jene intelligenten Monster dann auch noch zusammenschließen und größere Armeen bilden.

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