Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
D&Ds Alignment ist Scheiße. Ich zeig euch, wie man das richtig macht.
Runenstahl:
Ach ja das ewige Thema. Haben wir aber in letzter Zeit keine Probleme mehr mit. Zum einen weil 5e (wie schon erwähnt wurde) die Gesinnung mehr und mehr als Rollenspielhilfe sieht und nicht als harte Regel, zum anderen weil ich die gar nicht mal so schlecht erklärt finde. Das Problem ist eher die Auslegungssache der Erklärung. Und da gilt: sofern man sich nur genug Mühe gibt kann man jede Regel falsch interpretieren ;)
Bei den Gesinnungen war das früher oft ein Streitthema weil sie damals noch Teil des Spielsystems waren. Protection from Good, Detect Evil etc. wirken heute (trotz der Bezeichnungen) gar nicht mehr auf bestimmte Gesinnungen sondern nur auf bestimmte Arten von Kreaturen. Da braucht der Dieb sich nicht mehr mit dem SL streiten ob er denn nun CN oder NB ist wenn er den Händler bestiehlt.
@Erbschwein, nein. Paladine sind heute gar nicht mehr an Gesinnungen gebunden. Deine Ausführungen machen in 5e keinen Sinn mehr. Paladine haben stattdessen "Grundsätze" (im Prinzip Gebote) denen sie folgen müssen.
Erbschwein:
--- Zitat von: Runenstahl am 25.10.2020 | 12:23 ---...
@Erbschwein, nein. Paladine sind heute gar nicht mehr an Gesinnungen gebunden. Deine Ausführungen machen in 5e keinen Sinn mehr. Paladine haben stattdessen "Grundsätze" (im Prinzip Gebote) denen sie folgen müssen.
--- Ende Zitat ---
Ahh, okay
Althalus:
--- Zitat ---Fazit: Gut / Böse ist Pflicht im Bereich epischer Fantasy.
--- Ende Zitat ---
Nö. Das Problem ist die US-amerikanische Auffassung davon (und die ist wiederum protestantisch-christlich basiert).
Der Dualismus an sich ist perspektivenabhängig - und da haken die Gesinnungen auch schon aus, wenn man z.B. diverse Monster hernimmt, die dann halt "unaligned" bleiben.
Eigentlich müsste der typische Mittelwesten-Ami ja z.B. Lawful Evil sein - würde er aber niemals von sich behaupten. >;D Und genauso ist es mit den Fantasy-Völkern und Chars. Keiner sagt von sich selbst, er sei "böse" und keiner stellt sich selbst so dar.
Was würden wohl die diversen Kobolde von den Abenteurergruppen sagen, die in ihre Höhlen kommen und sie abschlachten? 8)
TEW:
Nur mal so am Rande. Das D&D-Gesinnungskonzept ist nicht schwarz/weiß, denn es enthält ja mit der neutralen Gesinnungsebene auch grau. ;)
Logischerweise ist es abstrakt und da es nur neun Gesinnungen gibt, kann das natürlich nur eine sehr grobe Einteilung sein. Außerdem sind das ja keine festen Regeln. Man ist niemals gezwungen, der Gesinnung entsprechend zu handeln. Es ist nicht so, wie viele denken, dass die Gesinnung vorschreibt, was ein Charakter tut, sondern es ist genau andersherum. Die Gesinnung spiegelt wieder, was der Charakter tut. Wenn man eben übermäßig im Sinne des Guten handelt, dann hat man eben auch eine entsprechende Gesinnung.
Tudor the Traveller:
--- Zitat von: nobody@home am 25.10.2020 | 12:18 ---BWAHAHAHAH...nein, ist es nicht. Du brauchst für "epische" Fantasy möglicherweise tatsächlich so was wie angemessen "kosmische" Fraktionen -- aber daß die speziell einem einfältig schwarz-weißen Gut/Böse-Schema folgen sollen, folgt daraus seinerseits noch lange nicht. Eigentlich müßte sogar eher das Gegenteil der Fall sein, denn wer sind diese bewußten kosmischen Mächte denn, daß sie sich ausgerechnet von kleinen Menschlein Vorschriften darüber machen lassen sollen, was nun richtig und was falsch ist?
Selbst bei Papa Tolkien ist der Grundkonflikt mit Melkor/Morgoth erst mal weniger eine Frage von "moralisch absolut gut" gegen "moralisch absolut böse" als eine von "loyal" (nämlich gegenüber Eru) gegen "Rebell" -- seine Version von Gott und Luzifer halt.
--- Ende Zitat ---
BWAHAHAHA? Wie alt bist du? 5?
Deine Argumentation fällt an einem Punkt zusammen: es ist Fiktion. Es ist zwangsläufig von Menschen definiert. Und der Konflikt Gut vs Böse ist in unserer Kultur verankert. Das mag dir nicht gefallen, ändert aber nichts daran. Der kommt im Übrigen auch nicht von den Amis... (wie kommt man darauf? Als hätten die Amis Himmel und Hölle erfunden?)
Und glaub du ruhig, dass es im HdR nicht um gut vs. böse geht, wenn das in deine "alles ist viel besser in grau" Weltsicht sonst nicht reinpasst. Wenn Melkor nicht das Böse repräsentieren soll, dann brauchen wir nicht weiter zu diskutieren, denn dann sind alle Begrifflichkeiten leer.
Zur Klarstellung was ich mit meiner Aussage meine: klar kann man Gut vs. Böse als epischen Konflikt vermeiden und irgendwelche anderen Oppositionen setzen. Aber a) ist das dann imo sehr oft nur ein Anstrich und b) geht das nicht, wenn man wie bei D&D Engel, Teufel und Dämonen drin haben will. Oder chromatische vs. metallische Drachen (die ja nicht gut vs. böse sein MÜSSTEN, warum nur hat man das so gewählt...?!)
edit:
--- Zitat von: Zarkov am 25.10.2020 | 12:20 ---Daß es auch sehr gut ohne geht, führt Joe Abercrombie ziemlich gründlich vor. Auch ziemlich ausführlich, in inzwischen über acht dicken Bänden oder so. Es scheint mir weniger Pflicht und eher Vorliebe.
--- Ende Zitat ---
Jo. Aber wenn (Postulat) 80% der Leute eine Vorliebe haben, ist das für einen Autor quasi Pflicht.
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