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Zauber machen es schwer, konsistente Welten zu bespielen - ein DnD-Problem?
Ainor:
--- Zitat von: Zed am 12.12.2020 | 15:14 ---Wenn man nicht strukturell (zB baulich) oder regeltechnisch (zB Magie "zähmen") justiert - dann ist es so - ja, das ist meine These.
--- Ende Zitat ---
Um zu beweisen dass eine Welt inkonsistent musst du zumindest einen offensichtlichen Widerspurch zeigen.
--- Zitat von: Zed am 12.12.2020 | 15:14 ---Und wir haben bislang hauptsächlich darüber gesprochen, wie eine DnD-Burg gebaut und bewacht sein müsste, um es einem niedrigstufigen, unsichtbar fliegenden Saboteur schwer zu machen.
--- Ende Zitat ---
Ja. Und es zeigt sich das nicht mal gegen Magier Burgen nutzlos sind.
--- Zitat von: Zed am 12.12.2020 | 15:14 --- Gar nicht angesprochen haben wir beispielsweise, was "Charm Person" mit dem Handel macht und wie man sich gegen seine Effekte schützen müsste ...
Bewusst wähle ich hauptsächlich niedrigstufige Zauber als Problemfälle aus, weil sie deutlich machen, wie eine schon schnell verfügbare "ungezähmte" Magie den Bau einer in sich einigermaßen logischen Fantasy-Welt erschwert.
--- Ende Zitat ---
Das hat Tudor sehr schön beantwortet, vor allem mit:
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 12.12.2020 | 17:59 --- Edit: ich weiß nicht, woher die Haltung kommt, dass Magier irgendwie alles dürfen, nur weil sie es können.
--- Ende Zitat ---
Das ist ein zentraler Aspekt einer konsistenten Welt: vieles ist möglich, passiert aber nicht weil die Leute Anggst vor den Konsequenzen haben.
--- Zitat von: Zed am 12.12.2020 | 15:14 ---Ich weiß nicht genau, was Du mir damit sagen willst.
--- Ende Zitat ---
Du sagst: eine Welt mit 3E Magie ist inkonsistent. Ich sage: das ist falsch, aber es ist verständlich dass man lieber in einer Welt mit weniger Magie spielen will.
--- Zitat von: Zed am 12.12.2020 | 15:14 ---Natürlich ist das Thema Reduktion der Magie und Stärkung der Fertigkeiten meine persönliche Präferenz, natürlich betrachte i c h sie als logische Notwendigkeit.
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Das ist das Problem. Du unterscheidest nicht. Eine logische Notwendigkeit besteht unabhängig von persönlichen Präferenzen. Eine Welt ist entweder inkonsistent oder sie ist es nicht.
--- Zitat von: Zed am 12.12.2020 | 15:14 ---Was Du erwarten kannst, ist, dass ich eine andere Meinung nicht abwerte. Ich würde nicht so etwas schreiben wie: "Dann betreibst Du Märchenfantasy oder bist ein Meister des Selbst-Belügens"
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Tust du das nicht wenn du sagst: wer standard 3E spielt spielt in einer inkonsistenten Welt ?
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: Supersöldner am 12.12.2020 | 13:53 ---In den Meisten DnD Setting s gibt es meiner Meinung nach zu wenig Hass,Furcht und so weiter der Stumpflinge äh Normalen auf Magier/Freaks. Das ist nicht Glaubhaft.
--- Ende Zitat ---
Wieso
--- Zitat von: Zed am 12.12.2020 | 15:38 --- Wachhunden etc
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die beeindruckt dein Unsichtbarer Magier jetzt wie?
Zed:
--- Zitat von: Drantos am 12.12.2020 | 16:25 ---In einer hochmagischen Welt, wie es die meisten bei D&D sind, würde ich erwarten, dass die Reichen und Mächtigen solche Vorsichtsmaßnahmen treffen. Der Aufwand für den SL wäre natürlich enorm, wenn er alles regelkonform halten will und nicht einfach sagt, dass bestimmte Strukturen durch eingebettete Runen, Wards, usw. geschützt werden, die zum casten längere Rituale erfordern und nicht on the fly von einem SC durchgeführt werden können.
--- Ende Zitat ---
Auf jeden Fall! Gebäude von besonderen und hochstufigen Charakteren haben auch besondere Abwehrmaßnahmen. Ich werfe nochmal meine in der Stadtmauer patroullierenden Xorns in den Raum, die gegen Passwall und andere Eingriffe vorgehen sollen.
Wenn wir Vorschläge für eine konsistente DnD-Welt sammeln, dann käme es mir nicht auf die "speziellen Herausforderungen" an, sondern in erster Linie darauf, wie mit einfachen baulichen und strategischen Maßnahmen übliche magische Möglichkeiten (Charm, Fly etc) ausgeglichen werden.
--- Zitat ---Was das überwinden von mundanen Hindernissen (Gebirge, Flüsse, usw.) angeht, müsstest du tatsächlich die Axt bei den utility spells ansetzen, was die Welt in meinen Augen aber ebenso inkonsistent machen würde.
--- Ende Zitat ---
Das würde mich näher interessieren, kannst Du das ncoh ausführen?
Zed:
--- Zitat von: nobody@home am 12.12.2020 | 17:01 ---Ideal ist natürlich, wenn sich gegen magische Angreifer und Trickser möglichst kostengünstige nichtmagische Hilfsmittel finden lassen.
-- Einfache Bezauberungen wie Charm Person oder Suggestion haben ihre natürlichen Wirkungsgrenzen und betreffen in der Regel nur ein Ziel auf einmal; da sind schon schlichte Augenzeugen ein potentielles Problem, zumal der Zauber an sich ohne "Silent Spell"-Feat (und damit die Erhöhung der Spruchstufe um 1) ja vermutlich noch recht gut hörbar ist.
-- Einfache Alarmanlagen wie Stolperdrähte, knarzende Treppenstufen und dergleichen warnen vor sichtbaren wie unsichtbaren Eindringlingen gleich gut. Für die genauere Lokalisierung kann man dann geeignete Wachtiere halten (wer sich keine Hunde leisten kann, nimmt vielleicht Gänse, die schlagen auch gut Krach), und natürlich ist es sicht- wie unsichtbar einigermaßen schwierig, unbemerkt durch geschlossene oder auch nur angelehnte Fenster und Türen zu kommen.
-- Flieger haben ihren größten Vorteil unter freiem Himmel oder zumindest in hinreichend großen und hohen Hallen, nicht aber so sehr in normalen Zimmern und Korridoren. Da hilft uns bei geeigneter Vorausplanung also schon die normale Architektur.
-- Gegen Passwall hilft im Prinzip schon Maschendraht. Eine Zivilisation, die Kettenhemden herstellen kann, sollte so etwas eigentlich auch noch gerade hinbekommen. ;)
--- Ende Zitat ---
Das sind hilfreiche Vorschläge und Anmerkungen. Nur zu den beiden letzten Punkten habe ich noch Einwände:
Knarzende Dielen, Bodenplatten, die bei Betreten Fallen oder Alarme auslösen: diese Warn- und Schutzmaßnahmen sind von fliegenden Gegnern leicht außer Kraft gesetzt. Baulich beim Alarm helfen könnten gegen fliegende Eindringlinge analog zu den "70er Perlenvorhängen" Glöckchenvorhänge :).
Dass Passwall durch Maschendraht unterbrochen werden würde, lese ich aus den Regeln nicht heraus - Metallplatten schon.
Zed:
Zu Supersöldner und Tudor und allen, die soziale Ächtung von Bezauberungen als Ausbalancierungsmethode zu Charm etc ins Feld führen:
In den ersten Spieljahren war der Handlungsradius meiner 3.5-Spielgruppe klein. Spätestens seit "Teleport" ist er immer größer geworden. Ob sich meine Gruppe in der abgeschlagenen Provinz oder in einem Land, das genügend weit weg ist, aufhielt: Sie taten dort, was und wie sie es meinten tun zu müssen, und verschwanden, bevor Gilden oder ähnlich überhaupt etwas bemerkt hatten und vor Ort eingreifen konnten. Entweder sie hielten sich außerhalb der Reichweite von regulierenden sozialen Kontrollen auf, oder sie benahmen sich zurückhaltender.
Zumeist sind es auch nur Abstecher, die sie machen, also hit-and-run, und nicht selten reisen sie auch in Kriegsgebiete oder Spezialgebiete, in denen staatliche Ordnung nicht existiert. (Ja, im Land Syradon kursieren wegen Fehlverhaltens seit Jahren Steckbriefe von meiner Gruppe. Sie haben Syradon dann lange nicht mehr besucht, und als doch, waren sie dank "Diguise Self" etc gut verkleidet. Ihre Vergehen in Syradon waren nicht so staatszersetzend, dass sie fürchten mussten, aktiv von syradonischen Agenten aufgesucht zu werden.)
Das als Beispiel dafür, dass soziale Gegenmaßnahmen im Zweifel zu "weich" sind. Sie können helfen, aber lieber sind mir strategische Maßnahmen, die als Standard angesehen werden könnten, wie die notarielle Beglaubigung vom Handel teurer Gegenstände. (<- super Idee!)
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