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[Cortex Prime] Weltengeist liest... Cortex Prime
Hotzenplot:
Freut mich, dass du das Teil liest, da ich es mir wegen eigener Rollenspiel-Budget-Diät-Regeln erstmal nicht kaufen werde. >;D
Bin weiter gespannt auf deine Ausführungen aka "Abo". ;)
Olibino:
--- Zitat von: Weltengeist am 6.01.2021 | 13:02 ---Ich glaube es nicht, weil die Spielwerte, die man hier an Ausrüstung hängt, einfach völlig willkürlich sind (eine Zwille W10 ist einfach deutlich besser als eine Auto-Disruptor-Rifle W6).
--- Ende Zitat ---
Aber warum sollte ein Spieler, der sehr viel Schaden machen möchte, sich ausgerechnet eine Zwille wählen?
Generell versucht man als Spieler doch normalerweise, plausible Charaktere zu bauen. Wenn man z.B. sehr schnell rennen können möchte, wird man nicht unbedingt ein Alter von 80 Jahren wählen, auch wenn das System das nicht verbietet.
Ich habe den Eindruck, dass die Waffentabellen der traditionellen Regelsysteme so ein Paradies für Powergamer sind, die da optimieren können. Und ich finde es erst einmal sympathisch, wenn man versucht das anders zu lösen.
rollsomedice:
--- Zitat von: Olibino am 6.01.2021 | 14:48 ---Aber warum sollte ein Spieler, der sehr viel Schaden machen möchte, sich ausgerechnet eine Zwille wählen?
--- Ende Zitat ---
Weil Dramaturgie, respektive Narration eine andere Sprache sprechen als nur rein Schaden zu machen. Mit der Zwille ins Gesicht dreht einen Kampf doch auch, wenn so ein schuß nicht sogar tödlich ist (hier greift dann die kompetenz des schützen nicht die der waffe). Da muss es ja kein Burst aus der AK47 sein...
Hat ja auch für den getroffenen, den handelnden Charakter und die Story im gesamten evtl. eine Auswirkung...
Das mag nicht jedermans Sache sein. Meine ist es, einfach weil ich die Vorstellung eines Zwillen schießenden Charakters reizvoll finden könnte. Derlei der Dramaturgie/Style unterliegenden Effekte findet man ja häufig in Buch und Film...
Alexandro:
Wenn man sich erstmal von der Denke Stress=Verletzungen löst, dann funktioniert das sehr gut. Oft ist die relevante Frage eben "Schaffe ich es, den Gegner schnell auszuschalten" und nicht "Schaffe ich es, den Gegner lebenslang zu verkrüppeln". Letzteres kann man durch die Beschreibung einbringen, wo dann halt ein Faustschlag weniger endgültige Konsequenzen hat, als eine Kettensäge (obwohl beide den selben Würfel verwenden).
Das finde ich allerdings sehr charmant (besonders weil ich noch kein System gesehen habe, welches das Thema "nicht-tödlicher Schaden" wirklich sinnvoll und glaubwürdig umsetzt).
Weltengeist:
Ich bin jetzt erstmal dazu übergegangen, den Rest des Buches eher "querzulesen". Eine kapitelweise Rezension kann ich also ab jetzt nicht mehr bieten. Ich hoffe, ihr habt trotzdem eine erste Idee mitnehmen können.
Mein Bauchgefühl ist ähnlich wie anfangs bei Fate: Ich bin einerseits fasziniert von der universellen Mechanik, die dahintersteckt (und die durchaus durchdacht wirkt). Andererseits fehlen mir für meinen persönlichen Geschmack bestimmte Elemente (s.o.), die nachzurüsten ziemlich aufwändig wird. Auf der Skala zwischen "klassisch" und "narrativ" tendiert mir Cortex Prime doch noch zu sehr in Richtung "narrativ".
Ein Problem ist, dass es gerade für den Anfänger eher anstrengend ist, eine eigene Regelauswahl für ein konkretes Setting zu treffen, einfach weil man aus sehr vielen Optionen und Stellschräubchen wählen kann (und muss). Ich schätze, hier muss man einfach erst einmal die Arbeit investieren, bevor man wirklich im Detail mitreden kann. Gerade im Moment weiß ich nicht, ob ich bereit bin, diese Arbeit zu investieren, gerade weil sich Cortex Prime für mich eher wie ein System anfühlt, das ich selbst eher in Few-Shots als in Kampagnen nutzen würde.
Falls es passiert, melde ich mich wieder und erzähle, wie es so gelaufen ist. Ihr könnt aber natürlich alle hier aufgekommenen Diskussionen gerne im "Allgemeine Diskussionen"-Thread fortsetzen. Und noch einmal: Es würde das Bild sicherlich abrunden, wenn der eine oder andere, der hier ja doch mehr zu wissen schien als ich, mal eine eigene Rezension schreiben würde.
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