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Erzählt mir von... Lex Arcana

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10aufmW30:
Ich betreibe mal etwas Nekromantie ...

Gestern angefangen, den Schnellstarter zu spielen. Mal ein paar Eindrücke, die natürlich nicht final sein können.

Das Setting ist mal unverbraucht, auch wenn ich nie ein spezielles Interesse an den Römern hatte, dass über gelegentliche ZDF-Dokus hinausging.

Das richtige Mysteryfeeling kam aber noch nicht auf, denn intuitiv geht man da sehr real-historisch ran. Zu verinnerlichen, dass man die Geisterjäger-Spezialeinheit ist, fiel uns glaube etwas schwer. Also wenn du uns rufen, dann haben wir es eben nicht einfach mit Banditen zu tun.

Das Würfelsystem ist pfiffig und innovativ. Cool. Leider fühlte es sich für mich etwas verkopft an. Besonders das Hantieren mit halben Würfeln (W3 / W5) im Verbund mit ganzen Würfeln (W6 / W10) fiel uns ohne Spezialwürfel zu späterer Stunden schon teils unnötig schwer.

Der wirkliche Knackpunkt ist für mich aber das Latein. Ich habe Theologie studiert, konnte also mal Latein, aber: Es erzeugt keine Bilder. Der Zugang ist mir zu schwerfällig. Also ein Ingenium von 14 oder ein Peritiae De Scientia von 6 ergibt für mich keine intuitive Vorstellung des Charakters, auch wenn es ableiten kann. Dazu kommt noch, dass es je nach Vorbildung jeder anders ausspricht ...

Oder ein anderes Beispiel

--- Zitat ---Ihr reist im Auftrag des Legatus Theodosius Antenor von Augustidunum durch den Morvan über die Via Agrippa durch den Pagus Mandubiorum nach Sidolocus.
--- Ende Zitat ---

Ist für mich ein Mischmasch an Buzzwords, die in meinem Kopf kein Ganzes ergeben. Verständlich wäre für mich ein:


--- Zitat ---Ihr reist im Auftrag des Legaten Theodosius von Autun durch den Schwarzen Wald über die Heerstraße des Agrippa durch das Land der Mandubier nach Saulieu.
--- Ende Zitat ---

Gnadenlos germanisiert und vielleicht ein Settingkiller, aber halt weniger immersionshemmend.

Abschließend muss man sagen, am Ende des Abends kam das Abenteuer so langsam im Fahrt, nachdem ich vorher das typisch hilflose Gefühl des "Was machen wir hier genau?" vieler Investigationsabenteuer hatte.
Ich freue mich darauf, wie es weitergeht.

Anmerkung zum Schluss: Wir haben mit dem englischen Regelwerk gespielt.

HEXer:
Ich bin da in deiner Einschätzung voll bei dir (weiß allerdings, dass wir gerade an einem Punkt sind, wo es fahrt aufnimmt). Ich schätze mal, dass es für Italiener (es ist ja ursprünglich ein italienisches RPG) deutlich eingängiger ist, da die zum Einen vermutlich größeres Schul- und Allgemeinwissen über die Römer haben und zum Anderen auch sprachlich noch näher an den Begriffen sein dürften.

Mal schauen, wie es so weitergeht. Ich werde die Begriffe auf jeden Fall redu... mitigi... entschärfen!  ;D

10aufmW30:
Ist ja nur ein Gefühl. Nichts schlimmes und liegt einfach recht eng verzahnt im Setting.

Was ich interessant finde ist, dass viele (oft ungrade) Werte (7, 9, 11, 13, 14, ...) faktisch keine High Risk Würfe zulassen. Ist das im vollständigen Regelwerk irgendwie berücksichtigt?

Turgon:

--- Zitat von: 10aufmW30 am 13.02.2024 | 11:41 ---Was ich interessant finde ist, dass viele (oft ungrade) Werte (7, 9, 11, 13, 14, ...) faktisch keine High Risk Würfe zulassen. Ist das im vollständigen Regelwerk irgendwie berücksichtigt?

--- Ende Zitat ---
Du kannst ja jederzeit „downgraden“ und nicht alle Würfelpunkte nutzen.
Wobei es manchmal schon gut nen Unterschied macht:
https://docs.google.com/spreadsheets/d/1QWUwO9PMznolF6rEqMQ7heJomYR10xZ5PcXsc3XFeCg

10aufmW30:
Danke für die Übersicht.

Als Rule-of-Thumb ziehe ich da einfach raus, dass man seine Würfel möglichst gleichgroß halten sollte, dann muss man sich nicht ein Din-A4-Blatt hinlegen.

Und dass man downgraden kann ist auch gut zu wissen.

Kennt jemand einen bezahlbaren Shop mit Doppel-Würfeln?
Also
W6 mit 2x 1,2,3
W10 mit 2x 1,2,3,4,5
W12 mit 2x 1,2,3,4,5,6 oder 3x 1,2,3,4

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