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Empfohlene Größe von D&D5-Homebrew Settings?
Raven Nash:
Die erste Frage, die du dir stellen sollstest ist: Wie lange soll das Setting bespielt werden?
Wenn du nur eine einzige, klar begrenzte Kampagne planst, brauchst du deutlich weniger Platz, als wenn du das Setting von vorne herein darauf auslegst, Jahre dort zu spielen, eventuell sogar als Sandbox, bei der die Spieler sich komplett frei bewegen können. Die offiziellen Settings sind ja drauf ausgelegt, dass X Gruppen eine unbestimmte Zeit dort verbringen. Dazu braucht es entsprechend Material.
Größe bedeutet aber nicht, dass jeder Winkel komplett ausgearbeitet sein muss. Eher im Gegenteil. Als SL solltest du halt eine grobe Vorstellung davon haben, was am Ort der SCs grade so los ist, wer herrscht, usw. Und es erleichtert viel, wenn man weiß, was so ringsum ist.
Weltenbasteln macht aber für sich schon Spaß. ;)
Tintenteufel:
Meine These: Um eine Kampagne (in einer eigenen Spielwelt) zu leiten braucht man keine Karten.
Egal welches System man nutzt.
Es gibt hierzu auch ein interessantes Video von Matt Colville.
Aber lassen wir das einfach mal so stehen.
Als ich ernsthaft angefangen habe mein Setting (für D&D 5E) niederzuschreiben war das meine "Karte":
Eine grobe Übersicht. Mehr nicht.
Als ich im März (2021) meine jüngste Kampagne gestartet habe war das die einzige Karte die meine Spieler zu Gesicht bekommen haben:
Seitdem wächst die Karte wenn die SCs reisen:
usw.
Als SL muss du nur ein, zwei Schritte den SCs voraus sein und ihre Ziele für die nächste Spielsitzung kennen.
Was ich also Weltenbau-technisch gemacht habe ist demnach eine grobe Macro-Idee zu haben und diese dann detailliert (1 Hexfeld = 6 Meilen) auf der Micro-Ebene organisch auszufüllen.
(Ich weiss noch nicht mal wie groß Avalon, der Kontinent im Fokus unserer Spiewelt insgesamt ist. Das skaliere ich Kampagne Nr. 4 noch immer...)
Der Ansatz im DMG ist demnach sehr gut, finde ich. Einfach ausprobieren und machen!
:headbang:
Timrix:
--- Zitat von: Mhyr am 2.06.2021 | 17:37 ---Als ich im März (2021) meine jüngste Kampagne gestartet habe war das die einzige Karte die meine Spieler zu Gesicht bekommen haben:
--- Ende Zitat ---
Okay, und wie bringst du in diese kleine Karte die ganzen Völker (Menschen, Halblinge, Elfen, Gnome...) unter? Bzw. was sagst du Spielern dieser Völker?
Oder darf man bei dir als Spieler nur Charaktere wählen, die aus dem kleinen Ausschnitt der Karte stammen?
Achamanian:
--- Zitat von: Timrix am 2.06.2021 | 17:45 ---Okay, und wie bringst du in diese kleine Karte die ganzen Völker (Menschen, Halblinge, Elfen, Gnome...) unter? Bzw. was sagst du Spielern dieser Völker?
Oder darf man bei dir als Spieler nur Charaktere wählen, die aus dem kleinen Ausschnitt der Karte stammen?
--- Ende Zitat ---
Du kannst ja nach Bedarf noch andere Schlaglichter setzen:
Der Zwerg kann durchaus aus dem Bergkönigreich unter dem Eis dreihundert Meilen im Norden kommen, ohne, dass du eine Karte brauchst, die die Strecke dazwischen erfasst. Natürlich hat der Zwerg sie theoretisch irgendwann durchreist, aber er wird ja weder ein enzyklopädisches Wissen über die von ihm durchreisten Gebiete haben, noch sind die genauen Informationen über sie unmittelbare relevant. Und wenn sie relevant werden, dann arbeitest du eben weitere kleine Schlaglichter aus.
Ich habe beim Homebrew immer die besten Erfahrungen mit einem sehr, sehr groben Top-Down-Ansatz (ich überlege mir ein paar Sachen zur Kosmologie und vielleicht auch ganz grob zu Geographie des relevanten Weltausschnitts) gepaart mit Fokus auf die unmittelbare Umgebung der SC und evtl. benötigte Hintergrundinformationen (einer will einen Waldelfen spielen? Okay, dann überlegt man sich, wo ein Waldelf in dem Setting herkommt) gemacht. Alles dazwischen bleibt eine diffuse Möglichkeitswolke.
Alles, wo ich von Anfang an versucht habe, Umfänglicheres auszuarbeiten, ist bei mir immer im Sande verlaufen, bevor es auch nur an den Spieltisch kam ...
tartex:
Falls du mal einen Blick in den Tanelorn-Hexcrawl wirkst: das ist mit 32x32 6-Meilen/10km-Hexes schon deutlich zu viel für eine Kampagne, weil jedes Hex 2 Beschreibungen bzw 2 Encounter hat.
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