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D&D-Spieler - wie ertragt ihr die immer gleichen Stereotypen?

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schneeland (n/a):

--- Zitat von: Tarendor am 18.06.2021 | 18:46 ---Ich glaube dir geht es eher darum, mit wenigen Regeln zu spielen.
Der generische Krieger (Archetyp Champion) har gar keine großen Sonderfähigkeiten sondern haut nur immer feste drauf.

--- Ende Zitat ---

Ich glaube, wir missverstehen uns. Zum einen weiß ich nach 25 Jahren Rollenspiel ganz gut, was ich möchte und was nicht ;) - zum anderen ist mein Kernpunkt der, den auch Alexandro anbringt, nämlich:


--- Zitat von: Alexandro am 19.06.2021 | 00:18 ---Werte sind nicht alles. Charaktere können nahezu gleich gebaut sein, aber wenn sich Spieler reinhängen, dann sind sie trotzdem unterschiedlich.

--- Ende Zitat ---

Issi:
Glaube es gibt einen Unterschied zwischen "Können" und "Sein."
Was bei D&D 5 mMn  der Schwerpunkt ist, ist das " Können."
Jede Charakterklasse hat was ganz Eigenes. Und wenn man noch unterschiedliche Klassen in seiner Gruppe hat, stiehlt dir idR. niemand die "Show."
Das ist etwas, was bei Baukasten Systemen durchaus vorkommen kann.
Bsp. "Ich habe mir irgendeinen SC gebaut. Aber mein Mitspieler hat ähnliche Prioritäten gesetzt.Also sticht meine Figur durch ihr "Können" nicht mehr so heraus.
Um sowas zu vermeiden, müsste man sich vorher untereinander genau absprechen.

Und selbst dann sind die gewählten "Alleinstellungsmerkmale" noch lange nicht so spezifisch wie bei D&D.
Das haben sie wirklich gut gemacht.
Nachteil: Was so ne Charakterklasse alles "Kann" hat mehr Grenzen. Bzw. ist stärker vorgegeben.

Was eine Figur " Kann" ist jetzt natürlich noch lange nicht alles.
Es sagt noch nicht aus wie sie "Ist."
Welchen Charakter und  Hintergrund sie hat, welche Motivationen etc.
Hier kann man immer Unterschiede setzen.
Auch wenn das was die Klasse "kann" stärker vorgegeben ist.

Ich kann mir aber Vorstellen, dass unter Umständen der Eindruck entsteht: ,"Kennst du einen (Schurken, Druiden...etc.) kennst du alle."
Das stimmt natürlich nicht.
Aber vielleicht verliert sich der Reiz einer bestimmten Klasse , mit spezifisch vorgegebenen Wegen schneller als beim etwas breiter gefächerten Baukasten.

Rorschachhamster:

--- Zitat von: Tudor the Traveller am 18.06.2021 | 19:01 ---Ehrlich gesagt freue ich mich über jeden Stereotypen Charakter an meinem Tisch. Diese ganzen Chars mit kreativem Clicheebruch finde ich ermüdend.

--- Ende Zitat ---
Ich sage immer Klischees sind/ist(???) eines der mächtigsten narrativen Werkzeuge im Rollenspiel, jeder weiß sofort, was los ist. :)

Und außerdem gibt es die Möglichkeit zur Charakterentwicklung, die ein entwickelter Charakter gar nicht hat...  ;)

--- Zitat von: Runenstahl am 19.06.2021 | 01:17 ---Aber "Bär" ist nicht die einzige Barbarenklasse. "Wolf" ist z.B. mMn stärker (sofern man andere Nahkämpfer im Team hat die davon profitieren). Und der Berserker ist bei weitem nicht so "unspielbar" wie im Netz gerne behauptet wird. Ich sage sogar das er gleichauf mit dem Totembarbaren ist...

--- Ende Zitat ---
~;D Ich hatte keine Ahnung das es so eine Klasse in 5e gibt...
Aber all das was du da beschrieben hast funktioniert mit einem Old-School-Krieger auch. Nur die technischen Unterschiede gibt es nicht, abgesehen von Waffen und Rüstungen und Anwendung derselben. Ist halt eher Abstrakt. Ich mag das viel lieber, aber ist nicht jedermanns Sache. ¯\_ (ツ)_/¯

Raven Nash:
Was bisher völlig außer Acht gelassen wurde, ist die Gruppe.
Man liest ja immer von Effektivität der Klasse X - es wird aber nie dazu gesagt, wie der Rest der Gruppe aussieht. Allein die Gruppengröße verändert, wie eine bestimmte Klasse sich spielt.
Wenn die Gruppe nur aus 3 SCs besteht, kann der Wolfsbarbar seine Fähigkeiten nur bedingt ausspielen - er wird vermutlich eher allein im Nahkampf stehen.

Ebenfalls wesentlich ist die Gruppenzusammensetzung. Unsere Trickery-Klerikerin übernimmt z.B. die Funktion des Rogue und tankt auch ganz ordentlich. Der Char hat nur wenig vom klassischen Priester, außer den Heilzaubern (außerdem ist sie die einzige Anhängerin eines Gottes, den sonst keiner kennt, aber das ist Fluff)...
Unser Sorceror übernimmt mit seinem hohen Charisma die Funktion des Face-Charakters, der Pact of the Blade Warlock ist ein heftiger Nahkämpfer und der Ranger ist eher der Supporter (seine Riesenspinne ist außerhalb des Kampfes oft nützlicher).

Stereotype erfordern IMHO auch, dass genug Spieler da sind, damit jeder Char nur eine Funktion ausfüllen muss.

Tudor the Traveller:

--- Zitat von: Runenstahl am 19.06.2021 | 01:17 ---Und selbst wenn man eine Gruppe aus 3 Totembarbaren hat die allesamt "Bär" gewählt haben. Man kann dann immer noch eine ganze Reihe unterschiedlicher Charaktere haben. Der eine ist vielleicht ein charismatischer Bäcker der vermeintlichen Feinden erstmal Kekse anbietet um mit ihnen ins Gespräch zu kommen, der zweite ist ein schweigsamer Eigenbrötler der jedoch ein guter Jäger und Fährtenleser ist und der dritte hat was in der Birne und kann mit diversen Wissenfähigkeiten wichtige Infos zu allem möglichen Beisteuern.

--- Ende Zitat ---

In der Theorie. In der Praxis wirst du keine Barbaren mit hoher Int haben. Genauso wie du keine kräftigen Magier hast. Das ist bei D&D generell etwas schade.

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