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[Waldviechs dumme Ideen] Wie könnte ein deutsches D&D5-Setting aussehen?

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Waldviech:
Außerdem trinken sie massenweise Kaffee...  ~;D

Aber ich glaube ja, dass das sehr frühe Österreich auch ganz coole Abenteuer ermöglicht.

Ostarrichi, auch Ostmark genannt, ist derzeit ein wildes und umkämpftes Bergland - so wie es schon lange ein wildes und umkämpftes Bergland war. Ursprünglich lebten die als "Awari" genannten Berg-Orks, die westlichsten Verwandten der Chunni in Ostarrichi - und zwar in ewigem Krieg mit den Zwergenbingen der Laurungen. Unter dem ersten Kaiser des Rhingetischen Reiches wurden die Länder der Awari erobert und die meisten der Berg-Orks ausgelöscht. Menschliche Siedler und Bergleute machten sich Berge und Täler untertan. Klöster wurden gegründet und Burgen errichtet. Mehrere Jahrhunderte lang blühte das Land auf. Dann kamen die Chunni. In ihrer Ausdehnung nach Osten trachteten sie danach, das Land ihrer uralten Vettern in Besitz zu nehmen und eroberten Burg um Burg. Stadt um Stadt. Bis sie die drei Viertel der Ostmark unterworfen hatten. Die Rückeroberung war blutig und ist noch immer nicht abgeschlossen. Momentan stehen sich Menschen, Zwerge und Orks in einem Patt gegenüber. Der Krieg beschränkt sich zur Zeit auf kleine Scharmützel, die lange Phasen des gegenseitigen Belauerns unterbrechen. Was sowohl Rhingeten als auch Chunni nicht Ahnen, ist dass einige Stämme der Awari sich tief in die Höhlen unter den Bergen zurückgezogen haben - so tief hinunter, dass selbst die Höhlen-Kundschafter der Laurungen das Gebiet dort nicht mehr kennen. Dort planen sie ihre Rache an den Völkern der Oberfläche. Ihre Blutsverwandschaft zu den Chunni bedeutet ihnen dabei nichts. Wo die Völker der Oberfläche sich trotz allen Zwistes an die Regeln von Anstand und Ritterlichkeit halten, sind die verbliebenen Awari vollends finsteren Mächten anheimgefallen.

Ávila:

--- Zitat von: Waldviech am  9.07.2021 | 16:58 ---Mal so eine kleine Überlegung, wie die verschiedenen, typischen D&D-Rassen hier so reinpassen. Hier erstmal was zu Zwergen, Gnomen und Halblingen:



Gnome
sind ebenfalls nicht selten, aber es gibt keine wirklich großen "Gnomenvölker". Gnome sind Wesen des Forstes und leben in kleinen, verborgenen Dörfern in den tiefsten und dunkelsten Wäldern, fernab großer Burgen oder gar Städte. Gnome gelten ebenfalls als begabte Magiewirker, zaubern aber eher intuitiv. Darüber hinaus sind sie oft als Kräuterkundige und (heilige) Einsiedler bekannt.
Sie entsprechen damit so ein bisschen dem Bild des deutschen Waldwichtels.

--- Ende Zitat ---

Alternativ (oder zusätzlich, es hat ja bei D&D Tradition aus jeder Parallelüberlieferung ein eigenes Volk zu machen) könnte man sich auch an Goethe halten, bei dem die Gnome als Erdgeister auftreten:


--- Zitat von: Goethe, Faust II ---Gnomen.

Da trippelt ein die kleine Schaar,
Sie hält nicht gern sich Paar und Paar;

Im moosigen Kleid mit Lämplein hell
Bewegt sich’s durcheinander schnell,
Wo jedes für sich selber schafft,
Wie Leuchtameisen wimmelhaft;
Und wuselt emsig hin und her,
Beschäftigt in die Kreuz und Quer.

Den frommen Gütchen nah verwandt,
Als Felschirurgen wohl bekannt;
Die hohen Berge schröpfen wir,
Aus vollen Adern schöpfen wir;
Metalle stürzen wir zu Hauf
Mit Gruß getrost: Glück auf! Glück auf!
Das ist von Grund aus wohl gemeint,
Wir sind der guten Menschen Freund.
Doch bringen wir das Gold zu Tag
Damit man stehlen und kuppeln mag;
Nicht Eisen fehle dem stolzen Mann
Der allgemeinen Mord ersann.
Und wer die drey Gebot veracht’t
Sich auch nichts aus den andern macht.
Das alles ist nicht unsre Schuld,
Drum habt sofort wie wir Geduld.

--- Ende Zitat ---


--- Zitat von: Jiba am 27.07.2021 | 10:31 ---Ganz im Sinne der Verfremdung (die ja gegeben sein muss, man will ja nicht echte Flüsse oder Berge hinschreiben; ...

--- Ende Zitat ---

Diese Verfremdung halte ich nicht für notwendig: Es war die längste Zeit der Literaturgeschichte der Normalfall, phantastische Geschehnisse realweltlich zu verorten. Und auch in der modernen Fantasy ist dies häufig der Fall.

Jiba:

--- Zitat von: Ávila am 28.07.2021 | 14:17 ---Diese Verfremdung halte ich nicht für notwendig: Es war die längste Zeit der Literaturgeschichte der Normalfall, phantastische Geschehnisse realweltlich zu verorten. Und auch in der modernen Fantasy ist dies häufig der Fall.

--- Ende Zitat ---
Aber wir reden hier von einem D&D-Setting im Sinne der Forgotten Realms. Da ist eine Verfremdung geradezu geboten.

Ávila:
Für ein Setting im Stile der Forgotten Realms stimme ich dir zu. Allerdings hatte ich das Eingangsposting so verstanden, dass man grade von diesem Stil wegwill, um ein "deutsches Setting" zu entwickeln. Und dafür würde ich diese starke Verfremdung eben nicht für zwangsläufig halten.

Waldviech:
Es ist im vorliegenden Falle eine absichtliche "Semi-Verfremdung". Fremd genug, dass wir mit Landkarte und "historischen" Gegebenheiten "freie Bahn" haben und nah dran genug, damit man die ganzen Versatzstücke als das erkennt, was sie sein sollen. Wir folgen da dem Muster, dass Jungs und Mädels von Archeron Books mit Brancalonia vorgelegt haben. Das ist einerseits verdammt klar Italien - andererseits aber auch so "verfremdet", dass man nicht das Bedürfnis hat, unbedingt historisch korrekt spielen zu müssen.

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