Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Wie sind D&D-5e-Abenteuer von WotC verglichen mit anderen Systemen?
Tintenteufel:
--- Zitat von: Samael am 23.04.2022 | 09:11 ---Das hat nichts mit deutschsprachig zu tun.
--- Ende Zitat ---
Oh, das glaube ich schon. Auch wenn wir in einer globalisierten Gesellschaft, insbesondere westlich orientierten Welt, leben. Besteht ein kultureller Unterschied zwischen deutschsprachigen und amerikanischen Ländern bzw. Kulturkreis(en).
--- Zitat von: Samael am 23.04.2022 | 09:11 --- Und das Wort „Produktgestalter“ ist vielleicht der Kern der ganzen Angelegenheit…
--- Ende Zitat ---
Das glaube ich nämlich auch.
Gotham Rundschau:
Also, auch wenn mein Beitrag rantig geklungen hat, so ist er es überhaupt nicht. Ich liebe das größte Rollenspiel der Welt, und( mit Ausnahme der MtG-Settings, Eberron und dem Critical Role Kram) habe ich jedes einzelne Print-Produkt im Schrank, gelesen und teilweise auch zu leiten angefangen.
MIr ging es vor allem um die "Darreichungsform". Als Abenteuer empfand ich die Hefte der 80er/90er wesentlich "handhabbarer". Auch die Adventure-Paths, die in der Dungeon/Dragon-Magazin Ära von Paizo eingeführt wurden und meines Erachtens mit Pate gestanden haben für die großen, über 10 Stufen umspannenden Kampagnen-Wälzer, waren besser aufgeteilt. Einen jüngeren, gelungeneren Teil finde ich das erste Drittel von IDRotFM, das mit der SandSnowbox vieles richtig macht.
Ich suche trotz einiger Erfahrung immer auch Bände, die es mir als DM leichter machen:
Klare Kapitel-Struktur, Haupthandlung und optionale Handlung
Index
Übersichten / Flowcharts
herausnehmbare Karten und Tabellen
digitale Erweiterungen, die mit dem Kauf des Printprodukts inkludiert sind
Handouts
dazu
ein gut lesbares Design
Info-Boxen, die einen nochmal auf bestimmte Regelkniffe hinweisen, die in bestimmten Situationen auftreten könn(t)en
Encounter-Management Tipps (s. u.)
Info-Boxen, wie komplexe Encounter bewältigt werden können (looking at you, SKT und RoT)
Info-Boxen, mit Beispielen und Rücksclüssen aus den Playtests
Info-Boxen, die nach den Abschluss eines Kapitels rekapitulieren ("At this point, Player Characters should know that (...) and be aware of (...))
während Einsteiger-Abenteuer das alles bieten, fühle ich mich als alter Fuchs dennoch immer wieder ertappt, wenn in den Mid-High-Leves Tiers das Mikro-Management zuschlägt, trotz diverser (print als auch online erworbener) DM-Screens tue ich mich -manchmal- mit der Parallelität der conditions, der laufenden magischen, situativen und Umwelt-Effekte von PCs und Antagonisten gerade bei größeren Gruppen gelegentlich schwer.
Vielleicht braucht's einen eigenen Faden mit gelungenen Beispielen für gutes Abenteuer-Design (ohne das "wingin' it" vom Lazy DM bemühen zu müssen, was zwar für ein paar Sessions funktioniert, aber wenig befiredigend ist, wenn man weiß, was noch so alles auf einen in den Kampagnenbänden steckt)
Rhylthar:
Man muss ja sagen, dass WoTC versucht, die eierlegende Wollmilchsau zu produzieren bzw. produzieren zu lassen (die ersten Bände sind ja quasi Fremdprodukte), einen Mix aus Abenteuer und Regionalband.
Was in den ersten Bänden wahrlich nicht sonderlich gelungen war von der Struktur, wird meines Erachtens in späteren Bänden besser. Da habe ich z. B. Waterdeep: Dragon Heist in guter Erinnerung, durch eine gute Trennung von Abenteuer und Hintergrundinformationen zu Waterdeep. Das Abenteuer ist zwar sehr...gradlinig, aber okay...irgendwas ist ja immer. ;)
Hier auch nochmal an @Samael:
Ich glaube tatsächlich, dass diese Bände sehr oft in der Hand gehalten und genutzt werden, um Informationen zu erlangen zu den Regionen/Orten. Also selbst wenn man das Abenteuer gar nicht aktuell spielt.
Zu anderen Systemen später.
Samael:
--- Zitat von: Mhyr am 23.04.2022 | 09:48 ---Oh, das glaube ich schon. Auch wenn wir in einer globalisierten Gesellschaft, insbesondere westlich orientierten Welt, leben. Besteht ein kultureller Unterschied zwischen deutschsprachigen und amerikanischen Ländern bzw. Kulturkreis(en).
--- Ende Zitat ---
Dieselbe Kritik gibt es aber auch in den USA. Die meisten „Gegenentwürfe“ stammen ebenfalls von dort. Daher glaube ich hier nicht an eine Ursache im kulturellen Unterschied. Zumal auch hiesige Verlage ähnlich schlecht benutzbares Material publizieren.
Tintenteufel:
--- Zitat von: Samael am 23.04.2022 | 10:11 ---Dieselbe Kritik gibt es aber auch in den USA. Die meisten „Gegenentwürfe“ stammen ebenfalls von dort. Daher glaube ich hier nicht an eine Ursache im kulturellen Unterschied. Zumal auch hiesige Verlage ähnlich schlecht benutzbares Material publizieren.
--- Ende Zitat ---
Interessant! Habe ich so noch nicht gelesen oder mitbekommen (in der Blog-Szene, „meinen“ discord-Kanälen, FB oder IG). Bin aber in amerikanischen Foren nicht mehr so aktiv wie zu PF1 Zeiten. Hast du Links?
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