Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Wie wichtig ist das Hauptattribut ?
Trollkongen:
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 24.05.2022 | 14:07 ---Ich halte diese ganzen DPR Betrachtungen ja für wenig praxisrelevant. Das sind theoretische Werte mit Rahmenbedingungen, die in der Praxis selten vorliegen.
--- Ende Zitat ---
Also in meiner Runde kam es kürzlich vor, dass es zig Spielabende keinen Kampf gab. (Was auch, aber nicht nur daran lag, dass ich als SL nicht fünf pro Tag einbaue.) In dem ersten Kampf dann ging es gegen fliegende Gegner, bei der die Haupt-Nahkämpferin nur einmal in den Nahkampf kam. Der Hexblade-Warlock, der KEIN Eldrich Blast hat und auf Nahkampf spezialisiert ist, hat übrigens am meisten gerockt.
Und aus der Vergangenheit erinnere mich an einen Halbling(!)-Warlock, den ich rollenspielerisch sehr schön fand (auch wenn es auf Spielerebene nicht passte, aber das ist ein anderes Thema). Der hat aus Effektivitätsgründen Agonizing Blast (CHA-Schadensbonus für Eldritch Blast) anderen Invocations vorgezogen, hat das aber kaum einsetzen können. Ich hatte dem Spieler geraten, eine "Utility"-Invocation zu nehmen. Wie ich jetzt mit dem neuen Warlock sehe, rockt sowas wie Devil's Sight sehr, und vor Mask of Many Faces habe ich als SL etwas Angst. Finde ich beides nicht nur stimmungsvoller, sondern weitaus praktischer als +3 oder so auf den Schaden.
Kurz: Die schiere Notwendigkeit, Bonus-Minmaxing zu betreiben, sehe ich bei D&D5 auch nicht. (Bei D&D3 mag das teils anders sein.)
Gunthar:
Ein +2 Bonus mehr macht auch viel aus, wenn man die Gegner schlecht trifft. Wenn der STR 15 Fighter den Gegner nur mit einer geworfenen 19+ trifft, während der STR 18 Kämpfer schon mit einer 17+ trifft, macht das enorm viel aus. Und dann kommt noch der um 2 Punkte gesteigerte Schaden dazu.
Rhylthar:
--- Zitat von: Gunthar am 24.05.2022 | 17:28 ---Ein +2 Bonus mehr macht auch viel aus, wenn man die Gegner schlecht trifft. Wenn der STR 15 Fighter den Gegner nur mit einer geworfenen 19+ trifft, während der STR 18 Kämpfer schon mit einer 17+ trifft, macht das enorm viel aus. Und dann kommt noch der um 2 Punkte gesteigerte Schaden dazu.
--- Ende Zitat ---
Das ist alles in den Berechnungen drin.
@Trollkongen:
Kenne ich. Frag mal meine Gruppe, wie sehr sie letztens gerne Proficiency auf INT-Saving Throws gehabt hätten. Besonders der Genasi Schurke, als er in den sanften Tentakeln des :cthulhu_smiley: hing. >;D
Tudor the Traveller:
--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am 24.05.2022 | 15:44 ---Also wenn es um reinen Waffenschaden geht sind die DPR nicht so praxisfern, problematisch wird es erst wenn das ganze erst wenn Ressourcen und sehr situationsabhängige Features dazu kommen. Wo es dann sehr stark davon abhängt was du bekämpfst und wie viele Kämpfe du hast.
Und um den Unterschied zwischen einem +2 und einem +3 Modifikator bei einem Kämpfer abzuschätzen sind DPR mMn aussagekräftig genug.
--- Ende Zitat ---
Nein, denke ich nicht. Es ist einfach nur eine theoretische Kennzahl. Wichtig wäre, wie viel von dem DPR tatsächlich auch in Schaden am Gegner umgesetzt wird. Und da sagt meine Spielerfahrung, dass das vielleicht so 75% sind, weil viel durch überzähligen Schaden bei Kills wirkungslos verpufft. Außerdem ist da noch wichtig, auf wie viele Angriffe sich der DPR verteilt und wie viele davon in einer Runde zum Tragen kommen. Diese Betrachtungen gehen immer von 100% in 1:1 Situationen aus. Das ist imo weit von der Realität am Tisch entfernt. Je höher der DPR ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass der betrachtete Kämpfer den Killing Blow hat und Schaden verpufft.
Ainor:
Also ich glaube kaum dass viel überzähligen Schaden wirkungslos verpufft. Insbesondere nicht jenseits von Stufe 5 wo Monster über 100 TP haben und man unter 20 Schaden macht. Was den relativen Schaden durch Attribute aber durchaus reduziert sind die Extraschadensfähigkeiten, insbesondere Smite und die Maneuver Dice. Und bei denen bringt das Attribut quasi nichts.
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