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ONE D&D: Playtest der "neuen" Edition

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Harlekin78:
ASI = Ability Score Improvment

Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat von: Runenstahl am  2.10.2022 | 00:12 ---Vielleicht gibt es bei WotC auch Leute die glauben das DPR nicht alles ist. Solche Leute gibt es am Spieltisch ja auch. Mich zum Beispiel ;)
--- Ende Zitat ---
Um  mal auf das DPR ist nicht alles Argument einzugehen im Prinziep gibt es ja grob 4 Dinge mit denen ein Char im Kampf beitragen kann:
- Schaden
- Tanken (was nicht nur meint das man viel einstecken kann sondern auch das man andere Gruppenmitglieder beschützen kann)
- Support (sprich Buffen und Heilen)
- Controll (sprich Battlefield Controll und Debuff)

Der Rogue kann davon eigendlich nur Schaden, Tanken geht eigendlich nur in dem Ausnahmefall, dass du einen Gegner mit nur einer Attacke hast, dank Uncanny Dodge so einigermaßen, und selbst da hast du jetzt das Problem, dass die durch die änderung der Sneak Attack Gelegeheitsangriffe von Schurken ziemlich harmlos sind. Und Support und Controll kann er eigendlich gar nicht (und durch die Änderung von Fast Hands und des Healer Feats ist auch das bisschen was die Thief Subklasse konnte weg).

Der Ranger macht besseren Schaden im Bereich bis etwa Level 10 und kann dazu je nach gewählten Zaubern auch noch zumindest als Backup Supporter und/oder Controller dienen, zwar nicht auf dem level wie ein Vollcaster aber immerhin. Und als Tank ist er durch Möglichkeit einen Schild zu benutzen (was den Rogue einen Feat kosten würde) und den Besseren Hit Dice auch etwas nützlicher.

Das einzige was der Schurke besser kann als der Ranger ist im Kampf Weglaufen und sich Verstecken, was zwar seine Überlebensfähigkeit etwas  erhöht aber für die Gruppe insgesamt nur wenig nützlich ist.

Außerhalb des Kampfes zieht der Rogue seine Nützlichkeit hauptsächlich aus Skills und Expertise, abgesehen von der freien Thieves' tools Profciency (etwas was man auch einfach über den Background bekommen kann), hat die Grundklasse von Level 1 - 10 keine Features, die ihm hier noch weitere Optionen geben oder die nutzung von Skills weiter verbessern (nicht mal sowas wie den Trapsense früherer Editionen).

Der Ranger hat nur einen Skill weniger, und muss zwei Level länger auf die zweite Runde Expertise warten, was ihn im Levelbereich von 1 -10 nur minimal schlecher als Skill Monkey macht. Dafür hat er allerdings auch noch eine ganze Reihe von Zaubern die er zum Scouten und für eventuelle Wildnis Abenteuer nutzen kann, was ihn zumindest in diesem Bereich besser als den Rogue macht.

Der einzige wirkliche Vorteil hier ist, dass der Rogue etwas mehr Flexibilität bei den Attributen hat, der Ranger braucht Wis zum Zaubern (und gebenenfalls zum Multiclassen) und der Schurke kann statt dessen auch Int oder Cha nehmen, und sich so unter Umständen etwas daran anpassen was die Gruppe noch an Skills benötigt.
Wobei allerdings der Barde die deutlich bessere Wahl für die Cha basierten Skills darstellt, und der nutzen von Int basierte Skills nicht so regelmäßig gefragt sind, und der Int basierte Artificer in der überarbeiteten Version vermutlich auch Expertise bekommt (ist ja auch ein Experte).

Sprich ich seh nicht so richtig was der Rogue im Vergleich zu den anderen Experten wirklich besser kann. Er ist nicht mal wirklich ein Jack of all Trades da die anderen Experten mMn deutlich mehr Möglichkeiten haben verschiedenen Rollen abzudecken als der Rogue.

Kaskantor:
Hm vielleicht solltest du dir lieber mal DnD4 anschauen. Da kam der MMO-Gedanke Tanken, Heal und DD voll zur Geltung :)

Denke gerade die 5e möchte da eher nicht hin.
Nur meine 5 Cent zu dem Thema.

Arldwulf:
4e wäre natürlich eine Option, gerade weil dort auch Fertigkeiten einen viel größeren Stellenwert haben und man damit allgemein besser darstellen kann wenn jemand gut in diesen Dingen ist.

Aber mit dem One D&D Playtest hat das halt nur insofern zu tun, als das diesen Dingen dort immer noch nicht wirklich Aufmerksamkeit zukam. Vielleicht macht man das ja noch in einem späteren Playtest, aber die bisherigen Tests gingen halt stark in die Richtung den Spielstil noch stärker auf "rein in den Dungeon, verhaut die Monster" zu verschlanken als dies ohnehin schon in der 5e der Fall ist.

Runenstahl:

--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am  5.10.2022 | 12:25 ---Um  mal auf das DPR ist nicht alles Aruguent einzugehen im Prinziep guibt es ja grob 4 Dinge mit denen ein Char im Kampf beitragen kann:

Außerhalb des Kampfes...

--- Ende Zitat ---

Ich meine eher letzteres. Kämpfe sind zwar ein wichtiger Bestandteil von D&D (und den meisten anderen RPGs) aber eben nicht alles. Gerade Klassen die Zugriff auf Expertise haben können außerhalb des Kampfes bedeutend mehr als andere Charaktere. Da kann ich dann damit leben wenn die im Kampf ein wenig schlechter dastehen. Schön wenn der optimierte multiclass Munchkin im Kampf eine Ein-Mann-Armee ist. Aber das wird ihm nicht dabei helfen Verbündete zu gewinnen. Dafür braucht es jemanden der gut in Diplomatie ist. Vielleicht sogar jemanden der besser in Diplomatie ist als der Gesandte der Gegenseite. Und da können Klassen mit mehr (und dank Expertise höheren) Fertigkeiten dann richtig was reißen. Wie immer ist das natürlich auch eine Frage des Spielstils bzw des Abenteuerdesigns. Wenn es da dann stets heißt "wenn die Helden bei XY scheitern können sie immer noch mit Gewalt weiterkommen" ist das natürlich Problematisch. Das ist aber nicht ein Fehler des Systems. D&D hat ja z.B. ein "Social Interaction" System das ich ziemlich genial finde. Das Regelwerk besteht halt nicht nur aus Kampfregeln.

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