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ONE D&D: Playtest der "neuen" Edition

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tartex:

--- Zitat von: Leonidas am  7.10.2022 | 10:15 ---Vielleicht geht das mit Vereinfachung/Vereinheitlichung/Verflachung am Besten?

--- Ende Zitat ---

Ich behaupte mal es geht am besten mit dem Anbieten eines Marketplaces - sprich Plattform-Ökonomie.

Jeder der glaubt, dass WotC die Dungeon Masters Guild zurückschrauben will, hat bei beim BWLer-Bullshit-Bingo der letzten 15 Jahren gepennt.

Das Vorbild ist sicher Apple-Store und Android-Marketplace und nicht sich selber für den Longtail sich den Rücken verbiegen.

aikar:

--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am  7.10.2022 | 10:21 ---Die Sache ist aber das die nicht so taktisch spielen, diese Optionen einfach ignorieren können.
--- Ende Zitat ---
Erfahrungsgemäß ist das meistens nicht so. Weil damit Optionen taktisch interessant werden, müssen sie mit den Regeln des Spiels interagieren und das heißt, es muss eine breitere (d.h. komplexere/feingranularere) Regelbasis für alle geben. Fate bietet z.B. sehr viele Optionen, eigene Stunts zu bauen, die aber alle auf dem selben simplen Regelsystem basieren, damit ist es für Taktiker völlig uninteressant. Mir würde kein einziges Rollenspiel einfallen (Gegenbeispiele sind herzlich willkommen), das sowohl Taktiker/Optionsbastler als auch Fans von simpleren Spiel vollumfänglich zufriedengestellt hätte. Weder bei Pathfinder noch bei DSA kann ich als nicht-taktischer Spieler sagen "Ich ignoriere mal 50%" der Regeln.
Dazu kommt der Punkt, dass Optionen immer auch einschränkend sind. Wenn ich Punkte dafür ausgegeben habe, damit ich X machen kann, will ich nicht, dass jeder andere auch X machen kann. d.h. für die anderen kommt automatisch die Regel dazu "Du darfst nicht X".
Die Regeln sind da und sie werden eine Rolle spielen. Es kann höchstens einen Kompromiss geben (Ein bisschen, aber nicht zu viel), und den hat D&D5 vergleichsweise gut hingekriegt. Egal in welche Richtung sie jetzt ausschlagen, es wird Unzufriedene geben.

Leonidas:

--- Zitat von: tartex am 25.10.2022 | 23:23 ---Ich behaupte mal es geht am besten mit dem Anbieten eines Marketplaces - sprich Plattform-Ökonomie.

Jeder der glaubt, dass WotC die Dungeon Masters Guild zurückschrauben will, hat bei beim BWLer-Bullshit-Bingo der letzten 15 Jahren gepennt.

Das Vorbild ist sicher Apple-Store und Android-Marketplace und nicht sich selber für den Longtail sich den Rücken verbiegen.

--- Ende Zitat ---

Na ja, wenn man den Superlativ mal außen vor lässt, schließt sich das ja nicht gegenseitig aus.

nobody@home:

--- Zitat von: aikar am 26.10.2022 | 09:21 ---Fate bietet z.B. sehr viele Optionen, eigene Stunts zu bauen, die aber alle auf dem selben simplen Regelsystem basieren, damit ist es für Taktiker völlig uninteressant.
--- Ende Zitat ---

Speziell bei Fate mag einer der Hauptknackpunkte darin bestehen, daß man überhaupt selber einigermaßen frei Stunts basteln und, Einverständnis der Gruppe/SL vorausgesetzt, auch verwenden darf. Da gibt's dann eben keine Offizielle Stuntliste (tm), an die alle sich gefälligst zu halten haben, und für Möchtegern-Optimierer kommt ggf. noch abschreckend dazu, daß es die Regeln anderen prinzipiell erlauben, ihre Tricks schlicht abzukupfern (indem sie ihre eigenen bisherigen Stunts bei Bedarf und hinreichend Meilensteinen stückweise gegen die austauschen, die für den Optimierer ja anscheinend auch so toll funktionieren...immer vorausgesetzt, der hat tatsächlich einen Exploit gefunden und behalten dürfen, denn ein paar Richtlinien dafür, was ein Stunt leisten können soll und was nicht, gibt's dann ja doch).

Ansonsten sind wir hier in Sachen komplexe/einfach Regeln anscheinend weitgehend einer Meinung. Ein anderes nettes Beispiel wäre sicher auch GURPS, dessen Fans ja auch gerne argumentieren, man müßte ja den ganzen Haufen Regeln, den es grundsätzlich erst mal mitbringt, so überhaupt nicht verwenden...als ehemaliger Selbst-Fan, der seinerseits diesen Spruch so nie gebracht hat, kann ich, denke ich, einigermaßen bestätigen, daß das so in der Praxis nix wird. ;)

Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat von: aikar am 26.10.2022 | 09:21 ---Erfahrungsgemäß ist das meistens nicht so. Weil damit Optionen taktisch interessant werden, müssen sie mit den Regeln des Spiels interagieren und das heißt, es muss eine breitere (d.h. komplexere/feingranularere) Regelbasis für alle geben.
--- Ende Zitat ---
Wobei ich das jetzt im Fall 5E jetzt ehr weniger sehe.

Was sie im Playtest vorallem machen ist Interaktionen zwischen bestimmten Features, abzuschaffen die ein weniger taktisch spielender Spieler u.U. nicht mal bemerkt hätte, und die eventuell auch die WotC Developer nicht mal auf dem Schrim hatten als sie die Regeln geschrieben haben.

Sneak Attacks mit Reaktion Attacks und Blade Cantrips zu unterbinden, die die Interaktion von PAM und Sentinel abzuschaffen oder dem Thief kein use an object als Bonus Action zu geben hat keinen wirklichen Einfluss auf die Regelbasis.

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