Medien & Phantastik > Sehen
King Arthur
Guardsman:
Ja das Ende des Filmes war unpassend. Gerade die Hochzeit macht die Stimmung kapput, auch wenn sie wieder Raum für Interpretationen lässt. Ist den niemandem aufgefallen, das das Christentum sehr schlecht wegkommt und am Ende dann nicht christlich getraut wird?
Ich freue mich auf die Director´s Cut Fassung. Nicht wegen dem Blut, sondern wegen dem philosophischen Tiefgang.
Samael:
Seeehr schwacher Film.
Crujach:
ich hab ihn mir angesehen nachdem mein bruder begeistert davon war. Ich fand ihn ganz ok, Blut brauche ich nicht unbedingt immer in Massen zu sehen (wie in Kill Bill...) die Story war nicht so prall (Warum sollte eine römische Familie mitten in die Wildniss ziehen um dort zu leben?) aber die Kampftaktiken waren nett... Braveheart war da aber besser.
Ein mal reingehen war ok, 2 mal nicht
Yerho:
Na ja, der Film ist tatsächlich kein Muß. Der Handlungsverlauf ist folgt nur dem Schema F und diesem stellenweise noch recht unkoordiniert. Die schauspielerischen Leistungen sind okay. Die Historizität der Darstellung hält sich in engen Grenzen, was aber nicht stört.
Was stört, ist die grauenhafte Synchro - oder sagen wir lieber, die Übersetzung, denn die Sprecher sind die üblichen Verdächtigen und entsprechend versiert. Allerdings hatte ich bei vielen Dialogen schwer den Eindruck, daß da jemand übersetzt hat, der mit Sprachstilistik mehr als nur ein wenig überfordert war und an mehr als einer Stelle zielsicher die unpassendsten Begriffe und Formulierungen gewählt hat. In Folge dessen ist das Pathos stellenweise peinlich und die praktischen Dialoge wirken einmal operettenhaft altertümelnd und einmal unpassend modern.
Kurz, der Streifen hat mir nix gegeben. Die Austattung war in Ordnung und Fräulein Knightley war ganz niedlich anzuschauen, aber nur damit läßt sich ein Film nur rudimentär bestreiten. Was bleibt, ist routiniertes, durchschnittliches (stellenweise unterdurchschnittliches, weil insgesamt doch nur mäßig spannendes) Unterhaltungskino.
(Diese Review wurde zuerst von mir im Forum von SF-Fan.de gepostet, bevor sich jemand wundert ...)
Eye Of Gruumsh:
--- Zitat von: Guardsman am 23.08.2004 | 09:36 ---Ich freue mich auf die Director´s Cut Fassung. Nicht wegen dem Blut, sondern wegen dem philosophischen Tiefgang.
--- Ende Zitat ---
Das meinst du nicht ernst oder? Okay, das Christentum kommt schlecht weg, aber der Film beschäftigt sich schlicht und einfach nicht damit. Da müssten im Directors Cut schon WESENTLICH mehr Szenen kommen. Das pseudo-philisophische Gelaber von Arthur erkenne ich nicht als Tiefgang an.
@Yerho: Vielen Dank für den Tipp. Ich hatte sowas mit der Übersetzung schon befürchtet, und nach lesen deines Posts war ich gestern in der OV. Ich muss aber sagen, dass die Dialoge auch im Englischen nicht gerade passend sind, also würde ich mal sagen, dass die Übersetzer nicht die Alleinschuld tragen.
Ansonsten kann ich mich Yerhos Meinung nur anschließen, der Film ist wahrlich nicht Pflicht. Durch und durch routiniert abgedreht und daher auch teilweise absolut vorhersehbar (besonders am Ende). Einige Charaktere in dem Film wirken völlig unglaubwürdig. Da wäre Arthur, der im Verlauf der Handlung so viele Charakterwandlungen durchmacht, wie es noch niemand vor ihm geschafft hat. Merlin, der ehrfürchtig "dark wizard" genannt wird, in Wirklichkeit aber nur ein bunt angemalter Althippie ist. Guinevere, die bar jeglicher Logik als romantische Liebesgeschichte eingebaut wird (da werden Erinnerungen an Underworld wach). Von Til Schweiger und seinem gezwirbelten Ziegenbärtchen mal ganz zu schweigen ;D
Auch die Schlachten fand ich nicht sonderlich überzeugend, da die Tafelrunde den Gegnern allzeit grotesk überlegen ist, bis auf die zwei "Endgegner" in der letzten Schlacht. Die Taktiken waren ganz nett, aber zum Teil recht bescheuert und unlogisch.
Ein weiterer Film auf den Spuren von Gladiator, von diesem aber leider meilenweit entfernt.
Was ich dagegen schön fand, waren zum einen die fantastischen Landschaften (das Flußufer, bedeckt von Schnee), sowie die opulente Musik von Hans Zimmer.
Da dies aber die einzigen positiven Seiten an dem Film sind, kann ich ihn nicht weiterempfehlen. Da war mir sogar Troja lieber.
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