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Schwachstellen der 5e?

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Arldwulf:

--- Zitat von: Tudor the Traveller am 14.08.2023 | 13:55 ---Das ist alles nicht optimal, aber ich finde die 5e auch gar nicht so dolle. Sie ist halt an vielen Stellen "dünn". Man muss halt imo die eigene Erwartung an das System daran ausrichten, wofür das System designt wurde.

--- Ende Zitat ---

Ich denke das ist letztlich der entscheidende Punkt. D&D 5e wollte sich auf die Core Story, auf das "geh in den Dungeon, verhau ein paar Monster" fokussieren.

Man tut dem Spiel keinen Gefallen wenn man es mit Spielen vergleicht die einen breiteren Fokus haben. Wenn man solche Spiele spielen will wird man mit anderen D&D Editionen glücklicher. Aber das heißt halt nicht, dass es nicht seine eigene Nische, gerade im Casual Play und zum einfach mal drauf losspielen hat.

Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat von: Ainor am 13.08.2023 | 23:46 ---Als drittes wären da die langsam steigenden Boni. Von +5 auf +11 ist sicher nicht besonders viel.
--- Ende Zitat ---
Dazu kommt dann auch noch das du de Anstieg von +5 auf +11 auch nur bei deinem Hauptattribut hast, bei den meisten Skills kriegst du nur einen Anstiegt durch den Übungsbonus.

Und gerade in dem Level Bereich in dem die meiste Spielen, gleicht Expertise dann oft auch in vielen Fällen nur einen Schwaches Attribut aus.

Mr. Ohnesorge:

--- Zitat von: Arldwulf am  9.08.2023 | 17:06 ---Heißt natürlich nicht, das man mit der 5e kein Fertigkeitsfokussiertes Spiel betreiben kann. Aber wenn man dies will findet man im D&D Bereich einfach bessere Alternativen bei denen sich mehr Gedanken gemacht wurde wie man diesen Spielstil mit Regeln unterstützen kann.

--- Ende Zitat ---

Welche wären das?

Runenstahl:
Die Schwachstelle das man 5e nicht Fertigkeitsbasiert spielen kann, ist mir noch nicht im Spiel begegnet. Aber vielleicht spielen wir auch falsch ?

Bei uns gibt es jedenfalls immer Charaktere die recht hohe Fertigkeitsboni haben und/oder die Würfe mit Vorteil machen können. Eine meiner Gruppen hat derzeit Stufe 13 und da sind hohe Boni durchaus nicht unüblich. Die Bardin hat +12 auf Insight und Perception sowie +14 auf Deception und Persuasion. Die Diebin hat +15 auf Stealth und +20 auf Sleight of Hand und der Krieger der Gruppe hat dank Runen (Runen Knight) Vorteil auf diverse Proben was seine "niedrigen" Werte leicht ausgleicht. Die Magierin hat +12 auf einige Wissenfertigkeiten. Einzig der Priester hat nur eine wirklich gute Fertigkeit (+12 auf Persuasion) sowie +8 auf Medizin und Insight. Alles in allem kann die Gruppe wenn Fertigkeiten gefordert sind da meist was reißen.

Zum Vergleich mal die andere Gruppe die bislang nur auf Stufe 4 ist (dort bin ich Spieler). Hier haben wir eine Bardin mit +7 auf Stealth auf Stealth und Acrobatics sowie +5 auf Deception, Intimidation, Medicine, Performance und Sleight of Hand sowie +4 auf Animal Handling, Insight, Perception und Survival. Das ist auf der Stufe schon beachtlich. Unsere Krieger (dazu gehöre ich auch) kommen kaum über +2 hinaus (ausser in Athletik) aber das ist dann auch irgendwie gewollt. Der Artificer hat +6 in Investigation und Arcana sowie +4 in History und Religion, und unser 2. Barbar hat immerhin +3 in Animal Handling, Perception und Survival.

Ist sicherlich Ansichtssache, aber für die Stufe finde ich Möglichkeiten die die Gruppe da hat auch schon ganz beachtlich.

Arldwulf:

--- Zitat von: Mr. Ohnesorge am 14.08.2023 | 18:32 ---Welche wären das?

--- Ende Zitat ---

Hauptsächlich 3.5 und die 4e, aber auch Pathfinder 2 macht aus meiner Sicht dahingehend einen besseren Job. Oder besser gesagt: deckt diese Nische besser ab, von dem her was ich bisher davon sah.

Gerade im Vergleich zum direkten Vorgänger hat die 5e einfach sehr viel gestrichen was Fertigkeiten angeht.

Fertigkeitsherausforderungen, Skillimprovisation, auf Fertigkeiten basierende Kräfte, Herausforderungsabhängige Schwierigkeiten und natürlich Anpassungen bei Fertigkeitsersetzenden Zaubern wie z.B. einem eigenständigen Ressourcenabhängigen Ritualsystem.

Da gab es eigentlich eine Ganze Latte an Maßnahmen um der Kritik bezüglich 3.5 (Fertigkeiten werden mit steigendem Level immer unwichtiger) zu entgegnen. Und auch 3.5 hat mit Skill tricks und frei verteilbaren Fertigkeitspunkten ja durchaus mehr zu bieten gehabt dahin gehend als die 5e.

Man muss nur aufpassen daraus auch nicht mehr zu machen als es ist. Diese Spielelemente kommen halt in der 5e weniger zum tragen und solange man dies weiß (oder den Vergleich nicht hat) wird dies in vielen Runden kaum auffallen.

Es ist irgendwo eine Frage der Erwartungshaltung. Spielt man die 5e wie designed, so macht das Regelwerk seinen Job. Und wem was fehlt...es gibt genug woraus man klauen kann oder was für den eigenen Spielstil mehr Hilfen im Regelwerk bietet.

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