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[Erzählt mir von...] Blood and Doom

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Klingenbrecher:

--- Zitat von: Sgirra am 24.03.2023 | 08:25 ---Okay, ich habe mir den Primer auch mal geholt. Nach ein bisschen Querlesen schreit alles in mir: ARTWORK TRAP!

--- Ende Zitat ---

Leider habe ich auch diese Meinung.

Nochmals ein Bilderbuch kaufen ist einfach nicht drin. Denke das ich mir die PDF gönnen werde aber auch nur da ich das Artwork dann irgendwie bei bestands Spielen bei uns am Tisch nutzen mag.

klatschi:

--- Zitat von: Raven Nash am 24.03.2023 | 07:42 ---Nach erster Durchsicht: D&D goes Conan.
--- Ende Zitat ---

War auch mein erster Gedanke. Dass die Klassen so stark von D&D inspiriert sind, finde ich erst einmal "meh", aber das wäre für mich kein Game Changer.
Die Bilder sind schick, manchmal würde ich mir Spreads wünschen, da die geilen Bilder zT schon sehr klein sind - ansonsten wirkt das Layout auf mich etwas unruhig.

Meine ersten Gedanken nach einmal drüberfliegen (und kein In-Depth lesen):

* einiges an Metaaspekten: Blood Points, die für Magie gebraucht werden, aber auch für andere Sachen ausgegeben werden können? Dann kommen noch Doom Points dazu, die wieder anders ausgegeben werden. Dazu dann noch merken, was der Challenge Die an Auswirkungen hat und dann kommt noch Momentum dazu. Was mir aber gefällt ist, dass Momentum sofort eingesetzt werden muss und dann verloren geht, wenn nicht genutzt - das verhindert zumindest zu viel Bookkeeping. Ergo: Das Zusammenspiel dieser Aspekte müsste man mal im Spiel selbst sehen. ach so, und Vor- und Nachteile heißen Edge und Challenge, so dass man sich einfach mehr neue Begrifflichkeit merken muss. Nach einem ersten drüberlesen habe ich den Eindruck. Hier ist viel los. Ich kann mir vorstellen, dass das ganz gut zusammenfällt, muss man am Tisch sehen; dadurch, dass Momentum nicht aufgebaut werden kann, bleibt es bei nur 2 Currencies, die man tracken muss.
* 15 Abilities ist schon granular, 33 Skills on top (die aber nicht alle gewählt werden) + Waffenskills ist dann einfach viel. Hier gefällt mir aber, dass die "Verwaltung" der Skills, also die Frage, ob ein Skill in der Situation angewandt wird, beim PC liegt. Dadurch muss der GM, sorry, der Doomsayer, nicht alles im Kopf behalten. So finde ich es okay, müssen die Spielenden selbst schauen :-)
* Damage Tracking is special. Hier trifft man also wieder einige Entscheidungen. Auch hier müsste man es in Action sehen, wie es sich schlägt und ob das am Ende nicht einfach zu komplex um der Komplexität willen ist.
* GMs würfeln nix. Ich mag das, wenn alle - auch kampfbezogenen - Würfe bei den PCs liegen, das hat mir schon bei Symbaroum sehr gut gefallen.
Die Welt habe ich mir noch nicht groß angeschaut, was mir sehr gut gefällt beim Weltenbuch ist die Nutzung von Hexkarten in Kombination mit der Beschreibung einiger weniger Locations mit Rumours und einer etwas ausführlicheren Beschreibung der Städte mit Quest-Hooks und wichtigen NPCs, ohne überbordend zu wirken.
Wo ich hier aber nicht ganz folgen kann (und da mag ich einfach zu wenig Ahnung haben): Das Regelbuch atmet von der Aufmachung her, vom Titel, vom Cover und Co "Sword and Sorcery", das Überfliegen des Weltenbuchs eher nicht. Das mag aber täuschen.

Am Ende weiß ich einfach noch nicht, was das Spiel will.  Aber irgendwie bin ich interessiert und würde das gerne mal spielen bzw. Spielberichte lesen, ob das alles gut zusammenfällt oder dann am Ende einfach nur "mehr" von allem ist. Komplexitätsbezogen wirkt es aber schon so, als würde es meinen Sweet Spot nach oben hin verlassen. Aktuell würde ich den Kickstarter auch auslassen.

Waldviech:

--- Zitat ---Am Ende weiß ich einfach noch nicht, was das Spiel will.
--- Ende Zitat ---
So beim Drüberblättern würde ich sagen: Es will "einfach nur" Conan mit abgefeilter Seriennummer sein und dabei ein wenig in die D&D-Kerbe hauen. Das ist jetzt ja grundlegenderweise nichts Schlechtes und ich denke schon, das Blood & Doom ne nette Sache wird. Allerdings eine, die jetzt nicht unbedingt rasend spektakuläre Neuheiten in Puncto Sword&Sorcery einführt.

klatschi:

--- Zitat von: Waldviech am 24.03.2023 | 09:27 ---So beim Drüberblättern würde ich sagen: Es will "einfach nur" Conan mit abgefeilter Seriennummer sein und dabei ein wenig in die D&D-Kerbe hauen. Das ist jetzt ja grundlegenderweise nichts Schlechtes und ich denke schon, das Blood & Doom ne nette Sache wird. Allerdings eine, die jetzt nicht unbedingt rasend spektakuläre Neuheiten in Puncto Sword&Sorcery einführt.

--- Ende Zitat ---

Ich frage mich eben, ob es tatsächlich S&S ist, habe aber, glaub ich, zu wenig Ahnung vom Genre, um das letztendlich bewerten zu können.

Waldviech:
Ist mitunter auch schwierig. So richtig harte Genre-Grenzen hat Sword&Sorcery ja nicht. Nach dem, was ich bis jetzt gesehen habe (was zugegebenermaßen nicht in die Tiefe geht), scheint Blood and Doom da aber schon ein paar maßgebliche Boxen anzuticken:

- Es gibt 1980er-Barbaren, die auch aussehen wie 1980er-Barbaren
- Das Setting ist humanozentrisch und es gibt keinen D&D-Fantasyrassen-Zoo.
- Die Welt wirkt auf den ersten Blick durchaus wie *hust" inspiriert vom hyborischen Zeitalter: Ein Pseudo-Eurasien plus Azteken-Dschungel.
- Es gibt einen Haufen dunkler Kulte, die irgend einem cthuloiden Viehzeuch huldigen
- Außerdem ist die Grenze zwischen Fantasy und SF aufgeweicht, da es in der Historie der Welt anscheinend auch mal hochtechnisierte Ancient Aliens gab.

Das erweckt schon sehr als nur ein bisschen den Eindruck, als habe da folgender Gedankengang dahinter gesteckt:

"Hmmm...unser Conan-RPG ist langsam irgendwie durch. Aber irgendwie finden wir den ganzen Kram noch immer sehr cool. Idee: Wir bringen das Zeug einfach nochmal so ähnlich und mit anderen Namen raus! Spart außerdem Lizenzkosten!"

Und das ist ja auch nichts Despektierliches.

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