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Indiana Jones & The Kingdom of the Crystal Skull

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Lyonesse:
Ich muß Falcon leider zu Gänze zustimmen. Die Uhr läßt sich eben nicht zurückdrehen und Indy4 stolpert dabei über seine ständigen Rückgriffe und Hommagen an die alten Indyfilme. Der Film versucht mit aller Kraft zu gefallen und scheitert dabei grandios. Das übertriebene New Age Esoterik Gelaber, mit dem der Film aufgefüllt wurde, ist auch nicht wirklich hilfreich, und die Schurkin hätte besser zu einer Neuauflage von Matrix gepasst als zu Indy. Es ist bombastisch was in diesem Film aufgefahren wird, doch leider vollkommen hohl und sinnentleert - überhaupt sollte dieser Film und seine Figuren etwas leisten, was das Genre einfach nicht hergibt. Das praktisch völlige Fehlen von ironischen Brechungen - denn der Film wurde nun mal nicht in den 50ern gedreht - wirkt sich geradezu fatal aus. Wäre der Film '94 als regulärer vierter Indy in die Kinos gekommen, so wäre es noch gegangen, aber nach dieser langen Zeit ist einfach zu viel Sand im Getriebe und die Erwartungshaltung war wohl auch einfach zu groß. Vielleicht wäre es am besten gewesen, diese Ikone des Abenteuerkinos der 80er einfach ruhen zu lassen, denn ''Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels'' hinterläßt leider nur Katerstimmung auf breiter Front. Nicht das Lukas und Spielberg sich nicht bemüht hätten, aber sie brachten nur einen überflüssigen Film zustande, dem jegliches Funkeln der alten Indyfilme abhanden gekommen ist. Sehr schade!

PS: Möglicherweise hätten sie doch Frank Darabonts Drehbuch nehmen sollen, von dem Spielberg so begeistert war und das von Lukas, aus unbekannten Gründen, abgelehnt wurde.

Maratos:
Also meine Frau und ich waren gestern in der Vorpremiere und wir waren beide voll begeistert.

Story ist geil, Action ist klasse und die Indy-Situationskomik kommt auch nicht zu kurz.
Ich finde es einen absolut würdigen Nachfolger der bisherigen Filme, mehr als das, ich freue mich schon auf Indy 5, wo dann sein Sohn weitermacht. Zumindest hoffe ich das...  :)

Falcon:
das Passendste und ironischste was ich heute dazu gelesen habe war:

"Der beste Beitrag zum 'Die Mumie'-Franchise"
wie traurig ist das?

Das Schlimme ist eben, ich glaube schon, daß man das alte Feeling hätte wiederbeleben können. Das wäre eigentlich nicht schwer gewesen, nicht umsonst machen sich all die Möchtegernintellektuellen über die Einfachheit der Trivialunterhaltung lustig. In wenigen Augenblicken gelingt es ja auch, aber leider scheitert es IMMER an den neuen Elementen um die KEIN Mensch gebeten hat. Die Story ist für niemanden geil, der sich maximal 2Minuten mit dem Thema (Kristallschädel, Paläo-Seti) auseinander gesetzt hat.
Der Film wirkt zu künstlich, zu wenig ist echt. Die IndyFilme wirkten ein wenig dreckig, hier ist alles zuckerwatteweich.
Während man Eingeborene in den alten Filmen noch irgendwie als Bewohner der IndyWelt akzeptieren kann, sind sie z.b. hier nur noch rein funktionell, warten irgendwo in der Ecke, bis sie hervorspringen dürfen. Das ist nur Parodie, aber ganz ganz mieser Stil.
Und von wegen solide Handarbeit.
Eine Million CGI Ameisen sind niemals so eklig wie zwei Duzend Taranteln auf dem Rücken von Alfred Molina. Sowas kann man doch nicht verlernen?!

Ausser Harrison Ford (und LaBeouf, den man in jeder Szene ansieht, wie im Bald einer abgeht weil er mit Ford Indy drehen darf), hat sich da mMn niemand bemüht, Vorweg S.Spielberg, der nur sein Programm abspult, seine Unterschrift aber nach 1/3 des Film vergisst und George Lucas, dem man endlich mal die Drogen und Stift wegnehmen müsste.

Selganor [n/a]:
Mal eine Frage an die Leute die den Film nicht mochten:
- Originalversion oder Synchro?

Falcon:
Synchro.
Ich habe mit deutschen Übersetzungen aber auch kein Problem. Finde die Stimmen nicht selten sogar besser als das Original.
Nur geht halt manchmal Wortwitz verloren (manchmal gewinnt es aber auch).

Wolfgang Pampel macht Indy allerdings etwas auf ZU müde und ZU alt.

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