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Daggerheart
nobody@home:
--- Zitat von: Wisdom-of-Wombats am 19.04.2026 | 15:45 ---Da ist dann schon mal wieder die Frage, was ist eine "konventionelle Kampagne"?
--- Ende Zitat ---
Ist in der Tat noch mal so 'ne Frage für sich. Für mich persönlich verbindet sich mit "konventionell" immer noch die Vorstellung von nach Geschmack frei gemischten Kaufmodulen und SL-Eigenentwürfen wie früher mal, der moderne D&D-/PF-Spieler mag darunter mehr einen dicken Fertigband mit Material für gleich 10+ Stufen hintereinander weg verstehen, dann fangen wir womöglich an, uns mit einem Dritten über die nötige Länge zu streiten...
Wisdom-of-Wombats:
--- Zitat von: Starocotes am 19.04.2026 | 15:47 ---Da das in meine Richtung geht würde ich es gerne Verstehen und das tue ich nicht.
Die Einzige Option die ich sehe wäre jedesmal wenn jemand nach ner vorgefertigten Kampagne fragt herauszustellen wie toll die Improvisationdmöglichkeit, die Einbindung der Spieler und das narrative Spielen in Daggerheart doch ist. Das habe ich zum Teil ja auch getan weil da die Stärken des Systems liegen. Ich habe zudem immer wieder klar gestellt das man auch anders spielen kann.
Die Frage war aber doch nie ob die eine Art des Spielens „besser“ ist als eine andere, sondern ob Darrington in absehbarer Zeit eine Kampagne oder ein Setting mit dedizierten Regeloptionen veröffentlicht. Da würde eine solche Antwort einfach am Thema vorbei gehen. Ob und wie man Daggerheart selbst spielt hat doch mit der Veröffentlichungspolitik von Darrington nichts zu tun.
--- Ende Zitat ---
Das war nicht nur auf das augenblickliche Thema mit vorgefertigten Kampagnen bezogen. Das zieht sich durch viele Themen durch, in dem das System kritischer hinterfragt wird oder auch nach Antworten gesucht wird.
Konkret kannst Du beispielsweise auf 3PP wie Dungeon of Drakkenheim verweisen. Das wird eine vorgefertigte Kampagne im Sinne von Daggerheart sein. Denn das Buch wird alles liefern, was eine Daggerheart Kampagne braucht - inklusive der Freiheitsgrade, die Daggerheart zu einem interessanten System machen. Dungeons of Drakkenheim ist also eine Antwort auf die Frage nach vorgefertigten Kampagnen. Fairer Weise hast Du darauf auch hingewiesen, und darauf, dass es halt 3PP und nicht Darrington Press ist.
Ich hatte beispielsweise vor einiger meine Probleme mit dem System der Battle Points thematisiert. Da kam hier leider nur: Daggerheart will gar nicht schneller als D&D sein.
Auf Discords habe ich beim Mitlesen von verschiedenen Diskussionen nun gelernt:
- Das Battle Point System erzeugt auch für andere Fans des Systems lange Schlachten ("it's a slog") - das entspricht ziemlich genau meiner Erfahrung
- Das Battle Point System scheint im Buch nicht vollständig erklärt zu sein, da es Textpassagen gibt, die darauf hindeuten, dass die Gesamtsumme des Battle Point Systems den Zeitraum zwischen zwei Rasten abdecken soll und eben nicht nur einen Kampf
- Das Regelbuch insgesamt sei ziemlich schnell erstellt worden, weshalb nicht alles richtig erklärt ist. Vermutlich wurden die Charakterfähigkeiten tatsächlich rauf und runter getestet, aber der Text des Buchs eventuell nicht mit der selben Gründlichkeit geschrieben (was klar eine Einschätzung von Fans, nicht von mir ist; aber es würde ein paar Sachen erklären).
Damit kann ich deutlich mehr anfangen, als mit der Grundbotschaft: Das ist halt so...
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Einschub: Ich habe beispielsweise die Rasten/Downtime in meinen beiden ersten Kampagnen eher abstrakt behandelt und nicht als tägliche Rasten, so wie es das Regelbuch implizit beschreibt. Ich gehe inzwischen auch, dass genau das die Intention war. Im Buch ist es allerdings eher schwammig beschrieben. Das als weiteres Indiz, dass das Buch definitiv 1-2 weiteren Runden in der Entwicklung hätte drehen sollen.
Ich würde mir halt insgesamt konstruktiven Rat von offensichtlichen Systemkennern und Systemfans erwarten. Das würde Daggerheart in Deutschland echt helfen. Ich feiere sehr, dass Pegasus die Übersetzung macht, und damit vermutlich die Übersetzung solide wird und auch eine gute Basis für die Verbreitung da ist.
BTW, Darrington Press wäre ziemlich bescheuert, wenn sie nicht für nächstes Jahr einen Exandria-Band ankündigen. Mit Perkins und Crawford an Bord muss was Großes kommen. Für ein paar Campaign Frames wäre die Anwerbung (Abwerbung?) ein netter Marketing Gag und mehr nicht. Da die Entwicklung ca. 1-2 Jahre Vorlauf hat, würde ich damit rechnen, dass erst Mitte-Ende 2027 was Großes von den beiden kommt. Hope & Fear ist ja nun schon länger in Entwicklung gewesen.
Starocotes:
--- Zitat von: nobody@home am 19.04.2026 | 16:06 ---Ist in der Tat noch mal so 'ne Frage für sich. Für mich persönlich verbindet sich mit "konventionell" immer noch die Vorstellung von nach Geschmack frei gemischten Kaufmodulen und SL-Eigenentwürfen wie früher mal, der moderne D&D-/PF-Spieler mag darunter mehr einen dicken Fertigband mit Material für gleich 10+ Stufen hintereinander weg verstehen, dann fangen wir womöglich an, uns mit einem Dritten über die nötige Länge zu streiten...
--- Ende Zitat ---
Im Zuge der Diskussion das Darrington doch sowas mal veröffentlichten sollte ging es mir NUR um die fertigen Bände die sich dann über 10+ Stufen (D&D oder PF2) hinziehen. Egal ob es eher was sandboxiges (Drakkenheim oder Königsmacher) oder eher railroadiges (Zeit der Asche, Phandalever.
Starocotes:
--- Zitat von: Wisdom-of-Wombats am 19.04.2026 | 16:51 ---Das war nicht nur auf das augenblickliche Thema mit vorgefertigten Kampagnen bezogen. Das zieht sich durch viele Themen durch, in dem das System kritischer hinterfragt wird oder auch nach Antworten gesucht wird.
Konkret kannst Du beispielsweise auf 3PP wie Dungeon of Drakkenheim verweisen. Das wird eine vorgefertigte Kampagne im Sinne von Daggerheart sein. Denn das Buch wird alles liefern, was eine Daggerheart Kampagne braucht - inklusive der Freiheitsgrade, die Daggerheart zu einem interessanten System machen. Dungeons of Drakkenheim ist also eine Antwort auf die Frage nach vorgefertigten Kampagnen. Fairer Weise hast Du darauf auch hingewiesen, und darauf, dass es halt 3PP und nicht Darrington Press ist.
--- Ende Zitat ---
Ich habe auf Drakkenheim hingewiesen, mehrfach und auf Fractus. Ich kann auch gerne noch auf Toe Beans (https://dolchherz.de/?p=987 ) hinweisen, wobei das wohl nicht so ganz dem entspricht was hier gesucht wurde.
Dabei kamen wir dann aber immer wieder auf die Forderung oder den Wunsch oder die Hoffnung zurück das sowas von Darrington kommen sollte was ich mit den mir zur Verfügung stehenden Informationen bewertet habe.
--- Zitat von: Wisdom-of-Wombats am 19.04.2026 | 16:51 ---
Ich hatte beispielsweise vor einiger meine Probleme mit dem System der Battle Points thematisiert. Da kam hier leider nur: Daggerheart will gar nicht schneller als D&D sein.
Auf Discords habe ich beim Mitlesen von verschiedenen Diskussionen nun gelernt:
- Das Battle Point System erzeugt auch für andere Fans des Systems lange Schlachten ("it's a slog") - das entspricht ziemlich genau meiner Erfahrung
- Das Battle Point System scheint im Buch nicht vollständig erklärt zu sein, da es Textpassagen gibt, die darauf hindeuten, dass die Gesamtsumme des Battle Point Systems den Zeitraum zwischen zwei Rasten abdecken soll und eben nicht nur einen Kampf
- Das Regelbuch insgesamt sei ziemlich schnell erstellt worden, weshalb nicht alles richtig erklärt ist. Vermutlich wurden die Charakterfähigkeiten tatsächlich rauf und runter getestet, aber der Text des Buchs eventuell nicht mit der selben Gründlichkeit geschrieben (was klar eine Einschätzung von Fans, nicht von mir ist; aber es würde ein paar Sachen erklären).
Damit kann ich deutlich mehr anfangen, als mit der Grundbotschaft: Das ist halt so...
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Einschub: Ich habe beispielsweise die Rasten/Downtime in meinen beiden ersten Kampagnen eher abstrakt behandelt und nicht als tägliche Rasten, so wie es das Regelbuch implizit beschreibt. Ich gehe inzwischen auch, dass genau das die Intention war. Im Buch ist es allerdings eher schwammig beschrieben. Das als weiteres Indiz, dass das Buch definitiv 1-2 weiteren Runden in der Entwicklung hätte drehen sollen.
Ich würde mir halt insgesamt konstruktiven Rat von offensichtlichen Systemkennern und Systemfans erwarten. Das würde Daggerheart in Deutschland echt helfen. Ich feiere sehr, dass Pegasus die Übersetzung macht, und damit vermutlich die Übersetzung solide wird und auch eine gute Basis für die Verbreitung da ist.
--- Ende Zitat ---
Das Problem mit den Punkten habe ich nie verstanden oder nachvollziehen können. Das ist jetzt ohne Wertung zu verstehen. Aber wenn ich etwas nicht verstehe kann ich auch keine konstruktiven Tips geben. Das Einzige was ich getan habe war die Aussage „Darrington hat das so beworben“ richtig gestellt, das haben sie eben nicht.
Grundsätzlich ist Kampfpunktesystem sowieso vom Design her schon eher ein narratives Hilfsmittel als etwas ausbalanciertes. Das sieht man alleine an der Tatsache das man das per Rang berechnet und nicht per Stufe. Charaktere der Stufe 4 haben mit den selben Gegnern viel weniger Aufwand wie welche mit Stufe 2, die werden aber alle gleich berechnet.
Ich denke ich sehe mich hier einfach nicht als Systemkenner. Ich habe kein Interesse daran Charakterbuilds zu vergleichen, möglichst ausgewogene Begegnungen zu schaffen oder über den Sinn und Unsinn von Domänenkarten zu diskutieren. Damit habe ich mich nicht wirklich näher beschäftigt. Sehr wohl aber mit den Aussagen der Entwickler und die gehen immer wieder in die Richtung das man eben weniger „feste“ Regeln hat weil das feie Erzählen und das Aushandeln am Tisch im Vordergrund stehen soll.
Ja, das ist einer der großen Kritikpunkte die von einigen Seiten kommen das Daggerheart in vielen Dingen zu unspezifisch ist und das wird dann gerne einer schlampigen Arbeit zugewiesen, die Entwickler sprechen hier aber eine andere Sprache.
--- Zitat von: Wisdom-of-Wombats am 19.04.2026 | 16:51 ---
BTW, Darrington Press wäre ziemlich bescheuert, wenn sie nicht für nächstes Jahr einen Exandria-Band ankündigen. Mit Perkins und Crawford an Bord muss was Großes kommen. Für ein paar Campaign Frames wäre die Anwerbung (Abwerbung?) ein netter Marketing Gag und mehr nicht. Da die Entwicklung ca. 1-2 Jahre Vorlauf hat, würde ich damit rechnen, dass erst Mitte-Ende 2027 was Großes von den beiden kommt. Hope & Fear ist ja nun schon länger in Entwicklung gewesen.
--- Ende Zitat ---
Es wurde schon gesagt das die „bescheuert“ wären weil die 4 Kampagne von Critical Role mit D&D gespielt wird. Ob das alles so aufgeht wie die sich das denken kann ich nicht wissen (fehlende Glaskugel) als „bescheuert“ würde ich das aber nicht bezeichnen.
Was Perkins und Crawford angeht hatte ich oben geschrieben woran die für Daggerheart arbeiten. Ansonsten sind die sehr stark in den Homebrew Regeln für Aráman involviert und daher ist es wohl wahrscheinlicher das nächstes Jahr ein D&D Buch dazu raus kommt als ein Daggerheart Band zu Exandria. Der Blood Hunter alleine ist zu wenig für ein ganzes Buch, da müssten schon mehr Klassen und Abstammungen kommen und davon einige zu spezifisch als das ich das nach den aktuellen Aussagen sehe.
Wisdom-of-Wombats:
--- Zitat von: Starocotes am 19.04.2026 | 18:45 ---
Ich denke ich sehe mich hier einfach nicht als Systemkenner. Ich habe kein Interesse daran Charakterbuilds zu vergleichen, möglichst ausgewogene Begegnungen zu schaffen oder über den Sinn und Unsinn von Domänenkarten zu diskutieren. Damit habe ich mich nicht wirklich näher beschäftigt. Sehr wohl aber mit den Aussagen der Entwickler und die gehen immer wieder in die Richtung das man eben weniger „feste“ Regeln hat weil das feie Erzählen und das Aushandeln am Tisch im Vordergrund stehen soll.
Ja, das ist einer der großen Kritikpunkte die von einigen Seiten kommen das Daggerheart in vielen Dingen zu unspezifisch ist und das wird dann gerne einer schlampigen Arbeit zugewiesen, die Entwickler sprechen hier aber eine andere Sprache.
--- Ende Zitat ---
Systemkenntnis ist nicht (nur) die Beurteilung von Characterbuilds und ausgewogenen Begegnungen. Das klappt bei Daggerheart eh nicht. Ich verstehe darunter die Kenntnis des Gesamtpakets. Was will das Regelwerk, was sind "best Practices" etc - und da kennst Du Dich ziemlich gut aus. Du kommst ja da oben sogar selber darauf zurück :)
"Schlampige Arbeit" hab ich nicht gesagt. Nicht alles, was schnell gehen muss, ist automatisch schludrige Arbeit. Es fehlt den Passagen an Klarheit und das würde ich nicht unter Schludrigkeit verordnen. Vielleicht auch eher auf mangelnde Gesamtschau. Einige sagen wirklich (und ich zitiere hier), dass Daggerheart eine Werkzeugkiste ist, und einige Teile insgesamt noch mal einen Arbeitsgang und eine Integration vertragen hätten. Es wirkt nicht schludrig, sondern eher unfertig in einigen Bereichen.
--- Zitat von: Starocotes am 19.04.2026 | 18:45 ---
Der Blood Hunter alleine ist zu wenig für ein ganzes Buch, da müssten schon mehr Klassen und Abstammungen kommen und davon einige zu spezifisch als das ich das nach den aktuellen Aussagen sehe.
--- Ende Zitat ---
Warum muss ein Buch gleich wieder mehrere Klassen, Abstammungen und Gemeinschaften enthalten? Okay, das Format "Buch mit Zusatzbox" fordert das sicherlich heraus. Aber theoretisch könnte der Blood Hunter mit drei Subclasses und einer neuen Domäne (insgesamt ca. 30 Karten) auch als eigenes Pack erscheinen. Und wer weiß? Theoretisch kommt direkt nach Hope & Fear neues Material für The Void?
Für mich wirkt Daggerheart wie ein klarer Überraschungserfolg, wobei die Domain Card Packs nicht so sehr auf Anklang gestoßen sind, wie sie vermutlich gehofft haben. Wundert mich aber nicht, weil der Preis in Relation zu Grundbuch mit Karten nicht funktioniert. Ein Class Pack für 25 USD, wenn das gesamte Buch 60 USD kostet. Schauen wir mal, wie sich Hope & Fear verkauft. Auf das Buch freue ich mich sehr.
Auch weil es meiner fixen Idee: Urban Fantasy mit Daggerheart entgegen kommt. Ich bin wohl nicht der einzige, der so denkt. Immerhin habe ich schon drei Campaign Frames dafür gefunden.
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