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Kritik zu The Alexandrian, D&D 5th Edition: Calibrating Your Expectations
Maarzan:
--- Zitat von: Sphinx am 21.09.2025 | 15:55 ---...
Auch die Liste aus dem DMG die Flaschengeist gepostet hat. Very Hard ist 25. Aber wie soll ich einschätzen ob es für den Level 15 Meisterdieb noch Very Hard ist die Schatzkammer zu knacken? Für den müsste es evtl. moderate sein? Aber sobald man die Logik für andere Proben anwendet passt es nicht mehr.
...
--- Ende Zitat ---
Die Schwierigkeitsfestlegung gehört ja zur Falle, nicht zu dem Dieb. Also kann auch die Benennung nicht vom Dieb abhängen. Dass da ein Begriff benutzt wird, der sich nach situative Schwierigkeitseinschätzung anhört, wird ist da halt fehlleitend.
Einsichtiger wird es ggf. mit einem messbareren Kriterien: für den Endlauf bei der Leichtathletik-WM gerade wurde eine Zeit von 9,97 oder schneller für den Endlauf benötigt. Für die schnellste Altersgruppe der Herren beim Sportabzeichen muss über dieselbe Strecke 13,0 sec gelaufen werden. Das schafft jemand, der im Endlauf steht trivial (aber auch nicht 100% sicher, auch im Endlauf ist jemand disqualifiziert worden und auch andere Wettbewerbe haben reichlich Ausfälle zu verzeichnen), für einen Normalbürger schon ziemlich herausfordernd. Aber die jeweilige Normzeit ändert sich für keinen der beiden.
Das Kalibrieren hier ist denke ich der Versuch solche abstrakten Schwierigkeiten in Anforderungen umzubeschreiben, welche eine konkrete Situation abschätzbar machen könnte und da kommen die allermeisten Spiele halt schon auf Grund ihrer Spannbreite an "normalen" Ergebnissen ins Straucheln. Auch Experten können scheitern, aber dann eben oft auf Grund unglücklicher Zufälle oder Unfälle, wie Verletzungen, Materialversagen oder riskantem Agieren an ihrem persönlichen Limit etc. .
Feuersänger:
--- Zitat von: Arldwulf am 21.09.2025 | 17:22 ---Es hat halt auch Auswirkungen auf die Spielwelt. Statistisch gesehen ist es oft die bessere Idee 20 zufällig ausgewählte Dörfler nach lang vergessenen Wissen zu befragen als den uralten Zauberer im Turm.
--- Ende Zitat ---
Schönes Beispiel.
Generell scheint mir oft im Abenteuerdesign von 5e, aber auch PF2, von vornherein einkalkuliert zu sein, dass "irgendwer aus der Gruppe schon hoch genug würfeln wird". Gerade bei sowas wie Perception- oder Survival-Checks. Hat halt dann oft solche "Lift with the legs, Rogar" Vibes, wenn wieder mal der Wizard einen Check schafft der eigentlich für den Fighter gedacht war (oder umgekehrt).
--- Zitat ---"5e grade sein lassen" was es halt auch an anderen Stellen des Spiels gibt.
--- Ende Zitat ---
Höhö, Wochtspiel. ;D
nobody@home:
--- Zitat von: 1of3 am 21.09.2025 | 16:14 ---Das gibts ja eigentlich immer, wenn ein Spiel Fertigkeiten und variable Schwierigkeiten hat. Fate hat sogar nur das. Aber was tue ich damit? Nach welchem Modus mappe ich diese Adjektive auf Anwendungssituationen im Spiel? Die Frage stellt sich auch der Alexandriner. Man kann jetzt eben verschiedene Methoden und Maximen anlegen, um diese Mappings zu leisten, aber so an sich ist die Liste unütz und ich kann verstehen, wenn warum das zu Unmut führen kann.
--- Ende Zitat ---
Was Fate angeht, habe ich wenigstens noch, daß Fertigkeits- und Widerstandsränge dieselbe Skala benutzen und 4WF-Würfe im Mittel zur Null tendieren, d.h., ich kann einen beliebigen Widerstandswert praktisch direkt mit dem Entgegenhalten eines entsprechend starken NSC-Gegners vergleichen. Damit kann man auch ohne fummelige Spielwelt-Benchmarks a la "Tabelle Athletik-Schwierigkeitsgrade speziell fürs Schwimmen je nach Seegang plus eventuelle Sondermodifikatoren" noch halbwegs intuitiv arbeiten. Daß es anderweitig immer noch genügend Spiele gibt, bei der die "Kalibrierung" mindestens ein gewisses Problem darstellt, daß der Faden eigentlich gar nicht speziell am D&D-Brett hängen müßte, bleibt davon natürlich unberührt...
Speziell im Fall D&D muß ich allerdings gestehen, daß mir gerade die Fertigkeitsregeln sowohl der dritten als auch der fünften Edition gleichermaßen eher nach aus gerade bei D&D eigentlich völlig unerklärlichen Gründen versuchter Spielerkleinhalterei als nach sonst irgendwas aussehen. So groß ist der Unterschied zwischen "Grundsätzlich zu wenige Punkte" einer- und "Lächerliche Kompetenzboni" andererseits dann mMn gar nicht, daß es sich lohnt, ausgerechnet den groß aufzudröseln.
flaschengeist:
--- Zitat von: Sphinx am 21.09.2025 | 15:55 ---Auch die Liste aus dem DMG die Flaschengeist gepostet hat. Very Hard ist 25. Aber wie soll ich einschätzen ob es für den Level 15 Meisterdieb noch Very Hard ist die Schatzkammer zu knacken? Für den müsste es evtl. moderate sein? Aber sobald man die Logik für andere Proben anwendet passt es nicht mehr.
--- Ende Zitat ---
Ich würde das wir Ainor zunächst nicht am Charakter festmachen sondern für die Herausforderung eine Schwierigkeit festlegen. Ist es ein super Schloss, wäre mein DC mindestens 25. Und damit kann ich ja leicht ausrechnen, wie schwer das für den Schurken mit +15 ist.
Wenn ich dich recht verstehe, willst du noch eine Angabe, welcher Bonus welchem Kompetenzbereich entspricht? Also sowas:
0< = inkompetent
1-3 = unerfahren
4-6 = kompetent
...
Ainor:
--- Zitat von: Feuersänger am 21.09.2025 | 16:54 ---Anyway, zu 5E: ich habe ja (bekanntlich) so meine Probleme mit der BA-Philosophie.
--- Ende Zitat ---
FBA
--- Zitat von: Feuersänger am 21.09.2025 | 16:54 --- Das fängt schon mit der Kalibrierung an, dass DC15 als "mittelschwer" gilt, wenn ein Level 1-3 Charakter _in seinem absoluten Kerngebiet_
--- Ende Zitat ---
Das absolute Kerngebiet von Zauberern ist zaubern. Das klappt ganz gut. Und Kämpfer verkloppen Goblins auch recht sicher.
--- Zitat von: Feuersänger am 21.09.2025 | 16:54 ---bei einer solchen Aufgabe eine 50%ige Versagenschance hat. Und dann auf höheren Stufen immer noch je nach Klasse sowas um 25% Risiko in den Sack zu hauen. Das ist doch nicht "mittel"!
--- Ende Zitat ---
Mittel kommt total auf den Kontext an. Aber sieh es mal so: es ist nicht unüblich dass Studenten in ihrem absoluten, eng umrissenen, frisch gelernten Kerngebiet nur 50% der simplen Fragen beantworten können.
--- Zitat von: Feuersänger am 21.09.2025 | 16:54 ---Und ich finde diese Vorstellung absolut grotesk. Also vor allem, dass der Level 15 Vollprofi immer noch an der Schuppentür scheitern können soll, das ist dermaßen hirnverbrannt, dass ich jedesmal nur noch schreien möchte,
--- Ende Zitat ---
Tu das nicht. Die Nachbarn werden es dir danken. Lies lieber das PHB. Oder was ich oben geschrieben habe :-)
--- Zitat von: Arldwulf am 21.09.2025 | 17:22 ---Es hat halt auch Auswirkungen auf die Spielwelt. Statistisch gesehen ist es oft die bessere Idee 20 zufällig ausgewählte Dörfler nach lang vergessenen Wissen zu befragen als den uralten Zauberer im Turm.
--- Ende Zitat ---
Das geht davon aus dass "lang vergessenen Wissen" DC unter 21. Aber wenn das Skillsystem unbedingt die Weisheit der Massen simulieren soll dann sollte man wohl auch Critical Failures (DMG 30) verwenden. Irgendeinen Besserwisser gibt es immer...
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