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Warum laufen Eure Kampagnen aus?

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Alter Weißer Pottwal:

--- Zitat von: Korig am  3.12.2025 | 19:00 ---Oje, der letze Punkt ist ja ein Alptraum  wtf?

--- Ende Zitat ---

Das nennt man wohl einen kritischen Fehlschlag  >;D

Namo:
Ein interessantes Thema. Ich selbst habe ja leider noch nie ein Happy End erlebt. Weder als Spieler noch als SL. Wenigstens an letzterem arbeite ich.

Wir hatten ein paar ganz wenige TPK.

Aber insgesamt sind die Kampagnen komischerweise einfach ausgelaufen. Ich kann das überhaupt nicht mehr rekonstruieren was da los war. Ich glaube wir waren jung und ungestüm. Da ich in einem meiner Abenteuer in einem Gasthaus in einer anderen Dimension mal habe fast alle meiner von mir geliebten eigenen, jemals gespielten, Charaktere habe vorkommen lassen, denke ich, dass es nicht daran gelegen hat, dass ich keinen Bock mehr hatte. Mit vielen verbinde ich etwas. Also hatte entweder der SL keinen Bock mehr, die Gruppe hat sich zerstritten (obwohl wir damals immer mit nem harten Kern gespielt haben, dem sich immer mal zwei bis drei andere Spieler angeschlossen haben. Ich vermute wir waren eben einfach ungeduldig und jeden Monat nach dem Taschengeld brachte irgendjemand ein neues heißes System zum Abend mit . "Das müssen wir spielen - machen wir hier mal nen Cut!". Muss echt demnächst mal einen Kumpel fragen mit dem ich alle paar Monate mal telefoniere. Vielleicht kann er sich daran erinnern. Die anderen habe ich schon lange aus den Augen verloren und einer lebt schon nicht mehr. Aber die Erinnerungen bleiben. Hat schon was von der Dnd Gruppe Stranger Things. So nehme ich uns im nachhinein auch wahr.

Edit. Ich stelle gerade fest dass ich gelogen habe. Eine Kampagne habe ich beendet nur dass sich daran die nächste Kampagne mit den gleichen Charakteren angeschlossen hat, die wir nicht beendet haben.


--- Zitat von: Zed am  3.12.2025 | 17:46 ---*das könnte dann eigentlich nur Namo sein.  ^-^

--- Ende Zitat ---

Warum steht mein Name da?  :o ;D Du hast mir zwar an mehreren Stellen schöne Einblicke in deine Kampagne gewährt, aber was da wirklich abgeht bzw. in der Summe passiert ist in so den drei Dekaden, mag sich niemand vorstellen. Gut das da niemand einsteigen "muss". Ich hoffe ihr habt irgendwo schön Tagebücher davon verfasst. Und ich bin immer noch auf den Tag gespannt, an dem du hier schreibst: Das wars! Wir haben fertig!

Robert Paulson:
Für mich der Hauptgrund ist Terminfindungsproblem selbst bei den Runden die auch ein gutes Ende der Geschichte haben:

- bei meiner Space 1889 war die Kombi aus Schichtarbeiter und fleißiger Medizinstudent schwierig. Das lief dann aus. Ich hatte mal einen Neustart probiert aber bis dahin die Charakterbögen gelöscht.
- meine 13th Age Kampagne wo ich SL war hatte irgendwann mit 5 Spielern folgende Konstellation erreicht:
Wochentage - einer kann freitags nicht, zwei können abends nicht, einer kann samstags nicht und eine kann sonntags nicht  (ich kann nur am Wochenende)
Vorlaufzeit/Reaktionszeit - einer kann aus beruflichen Gründen nur 2 Wochen vorrausplanen, einer braucht >1 Woche um überhaupt zu reagieren
Zuverlässigkeit - ein Spieler hatte aus gesundheitlichen Gründen eine kurzfristige Ausfallqoute (entschuldigt aber jeweils erst am morgen des Spielabends) von gefühlt 80%.

Wir haben es am Ende durchgezogen. Dazu haben wir uns nen 6. Spieler dazu geholt. Mit ihm fanden dann die letzten 4 Abende statt- wobei ohne ihn wir nicht einmal die Mindestbesetzung von 3 erreicht hätten. Nach den Spielabenden hatten wir dann ein rundes wenn auch nicht vollständiges Ende.
- Deadlands Hell on Earth Kampagne. Wir haben da über Jahre hinweg gespielt aber waren da dann auch Terminlich irgendwann in ner Sackgasse mit einem Spieler der aufgrund Fernbeziehung nur Freitags konnte und 2 die abwechselnd aufgrund Schichtarbeit/anderer Spielrunde Freitags nicht konnten. Da haben wir sehr zäh jede Lücke und Ausnahme genutzt. Außerdem hab ich die Handlung gekürzt. Wir hätten da auch noch mehr spielen können aber die Terminfindung hat mich abgefuckt. Das Ende war aber sehr cool, auch wenn ich den Spielern eigentlich noch einen Epilog schulde.
- Ich hatte noch eine Deadlands Noir Runde - die hat sich einfach verlaufen

Und als Spieler:
- Hunter - da hatten wir nen sauberes Ende auch wenn die Terminfindung am Ende sehr zäh war
- Diaspora - da ist der SL mit Regeln und zum Teil Charakteren nicht warm geworden.

1of3:
Noch nicht genannt.

Das Spiel gibt ein natürliches Ende vor. Das natürlich in realistischer Zeit erreichbar ist und das Spiel funktioniert auch bis dahin.

Weltengeist:
In den ersten ~15 Jahren meines Rollenspielerlebens war es überhaupt nicht SINN einer Kampagne, "zu einem Ende zu kommen". Wir haben meist episodisch gespielt, nach dem Abenteuer war vor dem Abenteuer, und die Kampagne war zu Ende, wenn keiner mehr Lust hatte oder jemand was Cooleres vorgeschlagen hat.

In den letzten ~10 Jahren haben ich zumindest bei den von mir geleiteten Kampagnen versucht, häufiger auch mal auf einen Abschluss hinzuarbeiten, und ab und zu hat das sogar geklappt. Es gibt aber auch diverse Gründe, warum es nicht geklappt hat:

* Real-Life: Spieler haben keine Zeit mehr, sind weggezogen, kämpften mit familiären Problemen oder psychischen Erkrankungen. Zu viel Veränderung hat dann die eine oder andere Gruppe gekillt.
* Rumgezicke: Es menschelt, Spieler gehen einander auf den Keks oder sind beleidigt, es gibt Kommunikationsfehler oder Egoprobleme. Besonders schlecht, wenn einer der Betroffenen der Spielleiter ist.
* Lust verloren: Die Kampagne läuft nicht so, wie man es sich vorgestellt hat. Figuren entpuppen sich als weniger toll als gedacht, die Story zündet nicht oder passt nicht zu den Spielern, die Abstände zwischen den Sitzungen sind zu groß. Und irgendwann macht man sich dann ehrlich und sagt: Der Kaiser ist nackt.
* ADHS-Spielleiter: Das wäre dann wohl ich. Im Grunde eine Variante des vorangegangenen Punkts, aber ich schaffe das auch ohne echten Grund. Es fällt mir einfach schwer, 2+ Jahre das Gleiche zu spielen. Ich habe es jetzt mehrfach geschafft, aber es ist für mich regelrecht harte Arbeit. Wenn dann noch nervige Sachen dazukommen, kann ich mich irgendwann einfach nicht mehr aufraffen.

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