Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Nützlichkeitsunterschiede von Skills und was man dagegen tun kann
Zed:
--- Zitat von: Ainor am 16.12.2025 | 09:37 ---Man muss sich also immernoch sehr genau überlegen welche DCs man setzt, vielleicht sogar noch genauer weil die Verteilung an der Rändern steiler ist. Entsprechend kann ich nur wiederholen:
Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.
--- Ende Zitat ---
Das mit dem "Wie oft würfeln" ist ein wichtiger Punkt, der auch in meinen Augen zu wenig (überzeugend) geregelt ist.
Da zählt der Reroll dazu, den nicht vorzusehen sich irgendwie richtig anfühlt (Wenn negativer Outcome einfach durch Endloswüfeln immer wieder ausgehebelt wird, kann man ja gleich aufs Würfeln verzichten). Andererseits halte ich den Reroll für die Immersion für wichtig ("Ich versuche halt erneut, das Schloss zu öffnen.")
Der SL-Willkür ist außerdem Tür und Tor öffnet, wenn die Spielleitung möchte, dass ein Wurf gelingt oder misslingt, und sie an der Würfelhäufigkeit dreht: Sie schiebt beim Schleichenwurf zB einfach mehr Momente ein, wo gewürfelt werden muss, wenn sie möchte, dass das Schleichen misslingt.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken) dass Rerolls erlaubt sind und dann sogar einen kumulativen +1 als Skillbonus erhalten, aber dann je mit einer Zeitverlängerung daher kommen: Ist der erste Versuch eine Standardaktion oder eine Runde, so dauert der Zweitversuch mit +1 1D10 Runden (SL würfelt), der Drittversuch mit +2 eine ganze Begegnung (= ca 5 Minuten), der vierte Versuch mit +3 eine Stunde usw. Dadurch ist zumindest in zeitkritischen Situationen ein negativer Outcome schmerzhaft.
Noch nicht ganz klar ist mir, wie ich mit weiteren Versuchen durch Gruppenmitglieder umgehe. Angenommen "the Hand" der Gruppe scheitert zweimal beim Schlösser-Öffnen. Der dritte Versuch würde dann 5 Minuten dauern. Sagt dann ein anderes Gruppenmitglied "Lass mich mal versuchen", braucht das dann für seinen Erstversuch wieder nur eine Standardaktion?
nobody@home:
Die oft gar nicht recht geklärte Frage ist mMn letztendlich, wofür eigentlich gewürfelt werden soll. Mein Charakter will ein Schloß knacken? Okay, soll das innerhalb einer Kampfrunde geschehen? Bevor die nächste Wachpatrouille vorbeikommt? Habe ich eigentlich beliebig viel Zeit und reichlich Werkzeug und kann überhaupt nur scheitern, indem ich es irgendwann schaffe, aus Versehen den Mechanismus komplett im 'geschlossenen' Zustand zu blockieren? Das kann doch alles überhaupt nicht nur ein und derselbe Einheitsschwierigkeitsgrad sein... :think:
Ein Dämon auf Abwegen:
Im 2014 DMG stand dazu, dass wenn die SCs eine Probe quasi unbegrenz wiederholen können ohne das es negative Konsequenzen hat, kann man regeln das sie einfach 10mal solange brauchen und dann die Probe automatisch schaffen.
Weißnicht ob es das auch in 2024er DMG geschafft hat.
flaschengeist:
--- Zitat von: Ainor am 16.12.2025 | 09:37 ---Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.
--- Ende Zitat ---
Da stimme ich dir im Prinzip zu. Sowohl mit welcher Probenmechanik als auch wann überhaupt und wie oft gewürfelt wird, ist relevant.
--- Zitat von: Ainor am 16.12.2025 | 09:37 ---Jo. Zu Türen hatten wir ja letztlich schon einen Thread. Das Ganze wird sogar noch unwichtiger wenn man bedenkt dass man ja bei einer schwachen Tür nur würfelt wie lange es dauert. Korrekt formuliert wäre: Der Barbar braucht 12 (oder 18) Sekunden. Und nicht etwa dass er es nicht schafft.
--- Ende Zitat ---
Dann stell dir halt vor, der Barbar und der Wizard sind beide in einem anderen Zimmer mit identischer Tür eingesperrt. Beide versuchen mit roher Körperkraft durch die Tür zu entkommen, was der schwächliche Wizard eben allzu oft besser/schneller etc. als der Conan-Barbar schafft. Versteht du den Punkt jetzt?
Zed:
--- Zitat von: nobody@home am 16.12.2025 | 10:24 ---Die oft gar nicht recht geklärte Frage ist mMn letztendlich, wofür eigentlich gewürfelt werden soll. Mein Charakter will ein Schloß knacken? Okay, soll das innerhalb einer Kampfrunde geschehen? Bevor die nächste Wachpatrouille vorbeikommt? Habe ich eigentlich beliebig viel Zeit und reichlich Werkzeug und kann überhaupt nur scheitern, indem ich es irgendwann schaffe, aus Versehen den Mechanismus komplett im 'geschlossenen' Zustand zu blockieren? Das kann doch alles überhaupt nicht nur ein und derselbe Einheitsschwierigkeitsgrad sein... :think:
--- Ende Zitat ---
Stimmt, das sind auch wichtige Fragen.
In meinem D20 würde ich den entsprechenden Bonus geben, den die Zeitverlängerung dauert. Sagt also jemand, ich nehme mir 5 Minuten Zeit, um das Schloss zu knacken, dann erhält dieser SC einen Bonus von +2. Mit Support von einem Gruppenmitglied gibt es nochmal +1, mit geeignetem Werkzeug noch eine +1.
Ein großer Erfolg wird bei einem Würfelergebnis, das 10 Punkte über dem Schwierigkeitsgrad liegt, eingefahren - und das Schloss ist dann nicht nur in Rekordzeit offen, es ließe sich sogar wieder resetten/schließen. Bei einem großen Misserfolg (10 unter dem Schwierigkeitsgrad) nimmt das ungeöffnete Schloss Schaden (Dietrich bricht ab oder so) , und ist danach noch schwerer zu knacken (Schwierigkeitsgrad steigt um 5 Punkte).
Ich als SL würde heimlich mit 1D5 würfeln, um zu ermitteln, in welcher Minute der SC seinen Erfolg oder Misserfolg hat.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln