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Habt ihr hochstufige Kampagnen oder Abenteuer gespielt/geleitet?

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Luxferre:
Wir spielten früher lange Zeit sehr mächtige RoleMaster Charaktere. Allerdings nicht mit einem Stufensystem, sondern einer Idee aus einem Companion, es gab also halfdays für die Entwicklung der Charaktere und diese konnten dann für Skillranks eingesetzt werden.
Mein 2.500 Jahre alter, elbischer Kriegsmagier (nicht Krieger-Magier!) war legendär für seine täglichen fumbles mit seinem Hauszauber "Blitzstrahl". Wie oft der sich selbst gegrillt hatte ist unfassbar  ~;D
Umso älter die SC, desto kompetenter und ich würde sagen, dass wir und sehr lange im epischen Bereich aufgehalten haben.
Allerdings waren viele Gegner nach dem selben Muster entworfen und somit konnte ein alter Goblin-Assassine auch ein gefürchteter Gegner sein.
Es war eine sehr kreative und schöne Zeit. Allerdings übersättigt einen das Epische irgendwann auch.

In D&D/PF1 haben wir mehrere Abenteuer oder Kampagnen bis Stufe 14+ gespielt. Da musste ich als SL irgendwann regelseitig, materialschlachtsseitig und vom Vorbereitungsaufwand schlicht passen.

Und da wir seit Jahren wieder weg sind von stufenbasierten Systemen, liegt es in der Natur der Sache, dass ich zu high-level im Wortsinne wenig beitragen kann.

Selganor [n/a]:
Anno dunnemals ging unsere BECMI-D&D-Runde tatsächlich bis "M" und die Master-Set Abenteuer (für Charaktere Stufe 26-36) sind noch heute bei mit gut in Erinnerung.

Die Charaktere konnten in den Abenteuern mal wirklich zeigen was sie überhaupt können.
Als sich z.B. nach einer Suche rausstellt, dass die Stadt die man retten wollte inzwischen in die Sonne "aufgestiegen" ist und der "Herrscher der Sonne" (ein extrem großes/mächtiges Feuerelementar) diese exotisch aussehenden Wesen ("Die brennen ja gar nicht") jetzt in einer Schutzblase als "Zoo" für seine Untertanen bewahrt hat darf sich die Gruppe dann mit ihm auseinandersetzen, am Besten ohne sich mit der ganzen Sonne und deren Bewohnern anzulegen.

Zur Sonne zu kommen und die Umgebung zu überleben waren damals genau 2 Sprüche für die ganze Gruppe (darunter ein Teleport "Reichweite: Sichtweite, und die Sonne sieht man ja ;) )

Das waren damals noch Zeiten...  :korvin:

Alexandro:
Savage Eberron haben wir bis in den hohen Legenden-Rang gespielt.

Unsere "End Times" WoD-Crossoverkampagne war auch auch ziemlich mächtig (müsste hoher dreistelliger, wenn nicht sogar vierstelliger, XP-Betrag gewegen sein), und am Ende haben sie sich mit Kain, Lilith und Neverborn angelegt.

gunware:
Ich habe eher das gegenseitige Problem. Mir als SL geben  One-Shots nicht viel. Schon nur beim darüber Nachdenken, fallen mir Sachen ein, die ich da einbringen könnte und wie man es verkomplizieren kann. Ich fühle mich bei langen Kampagnen wohler.

Bei Shadowrun haben wir quasi mit den gleichen Charakteren von SR2D über SR3.01D bis zu SR4 gespielt, irgendwo über 500 Karma, der mit meisten Karma war kurz unter 800 Karma. Aber das waren dann Geschichten mit Harlekin,  es ging gegen einen (Earthdawn)-Dämon und ähnliche Späße. Bei Numenera haben wir alle Stufen durchgespielt, aus einem kleinen Dorf über Zeitmanipulationen und Ausflüge ins Weltall, um dann zurück ins Dorf, den Diktator verjagen und das Dorf aufbauen. In D&D3 ging es von Stufe 1 bis Stufe 20, einen Drachen aus dem Ei schlüpfen lassen, der durch Zeitmagie gealtert war, das heißt als "Jungdrache" machte er Begleitung, in Stufe 20 gab es eine Göttin-Werdung, damit die Magie stabilisiert wurde, die aus den Fugen geraten drohte. In D&D5 von Stufe 1 bis weit über Stufe 20 mit mehreren Epischen Gaben, am Ende gegen einen Erzdämon die Weltrettung herbeiführen.
Jetzt spielen wir PF2 den Pfad Kingmaker, das geht auch von Stufe 1 bis Stufe 20. Aber wie schon ElfenLied geschrieben hat, es sind keine Probleme wegen des guten Balancing zu erwarten.

Im Grunde genommen hatte ich nie nennenswerte Probleme mit Balancing. In Shadowrun gab es Runner mit Unterschieden in Karmawerten in dreistelligen Bereich - die Nischenbildung half total dagegen. In D&D5 war es sogar provoziert, die Helden wurden mit magischen Gegenständen fast überschüttet - da war das Balancing ständig in unterschiedliche Richtungen am Kippen, dh. keiner fühlte sich deshalb benachteiligt, denn jeder kriegte seine "Machtfantasien" fast befriedigt - wären die Gegner nicht dagegen.

Ab und zu liest man hier, dass die höherstufigen Kämpfe oder das Spiel in hohen Stufen schwierig oder fast unmöglich ist. Das ist halt nicht meine Erfahrung. Es ist nur anders als auf niedrigen Stufen - aber Spaß macht auf jeden Fall beides. Und gerade die Entwicklung von fast niemand (was eigentlich nicht stimmt, den viele Normalbürger sind Stufe -1 oder Stufe 0, einige Stufe 1 und weniger höhere Stufen - wenn man bei PF2 bleibt, erst die Abenteuerrelevanten NPC haben höhere Stufen) zu der maximalen Stufe ist das, was mir total gefällt. Wenn ich als Spieler in einer Kampagne anfange, wo die Startstufe 3 oder 4 ist, fühle ich mich fast um die ersten Stufen betrogen. Aber darüber komme ich immer locker weg... 

korknadel:
Ich habe mal in einer Numenera-Kampagne mitgespielt, die bis zum 5. Level ging (bei Numenera hat das bestimmt nicht so banal, sondern hat einen coolen Namen, mindestens so was wir Tier, aber ich hab's vergessen). Mit jeder Stufe, die wir angestiegen sind, stieg die Stufe der Herausforderungen und Gegner ebenfalls um eine Stufe, es war also die ganze Zeit über alles exakt gleich schwer, nur dass man immer mehr rechnen musste bei jedem Wurf. Die Genugtuung, dass mal was einfacher geht, weil man inzwischen krass viel besser ist als noch vor zwei Stufen, hat sich eigentlich nie eingestellt. Es stand einfach nur immer mehr Kram auf dem Charbogen. Nach meiner anfänglichen Begeisterung für Numenera war das ernüchternd und irgendwann auch gar nicht mehr so wirklich spaßig.

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