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[Film] Die Odyssee - Christopher Nolan

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Sashael:

--- Zitat von: gilborn am 17.07.2026 | 09:59 ---Das Ende hat mich leider auch enttäuscht, da wird etwas aufgebaut und dann völlig plump aufgelöst.
Achtung, großer Spoiler:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Da stielt er sich unerkannt an seinem Hof zurück, stets bedacht unerkannt zu bleiben und sich nicht einmal den engsten Vertrauten offenbarend, um nicht das gleiche Schicksal wie Agamemnon zu erleiden - und am Ende greift er doch im Alleingang mehr oder weniger frontal alle Widersacher an.
--- Ende Zitat ---
Ohne den Film gesehen zu haben, das ist so ziemlich 1:1 der Verlauf in der Originalsage.

Wüsste jetzt nicht, ob ich das bemängeln würde. So sind halt die griechischen Heldenmythen.

gilborn:
Ja, das hab ich schon vermutet.

Das Problem dabei ist halt, dass der Film sich einen relativ geerdeten Anstrich gibt, wo Odysseus aus den gewöhnlichen Leuten nicht so heraussticht wie zum Beispiel Captain America unter normalen Soldaten.

Das kratzt bei der Auflösung halt dann doch an der Suspension of disbelief.

KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
Naja, der normale mykenische Fußlatscher hat auch nicht permanentes Coaching durch die Göttin der Weisheit und Kriegsführung persönlich, das deutet ja schon zart auf einen gehobeneren Status hin  ;)

Hab den Film noch nicht gesehen, habs aber auf alle Fälle vor. Vorher will ich mir aber zum Vergleich Rückkehr nach Ithaka mit Ralph Fiennes anschauen, der hat nämlich schon vor 2 Jahren das gleiche Thema behandelt, und das scheinbar nicht schlecht (https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCckkehr_nach_Ithaka).

gilborn:
Meine Bewertungsgrundlage ist rein das was ich im Film gesehen habe  ;)

NACHTRAG:
Bin aber gespannt, wie Kenner der Materie (denn das bin ich absolut nicht) den Film rezipieren  :d

Zed:
Ich schließe mich gilborns Review im Großen und Ganzen an.

Der Film hält sich recht eng an die Vorlage. Ein paar Nebenfiguren der Sage sind leicht neu erfunden - das schadet nicht.

Großartige Twists gibt es endlich mal nicht - mich nerven die bei Nolan fast immer. Viele Flashbacks gibt's, sie sind aber nicht verwirrend. Die von Nolan in die Geschichte hineingewobenen Themen fügen sich sehr gut ein, ohne die Sage zu verzerren:

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Schuld, Verantwortung und Konsequenzen, auf individueller und auch auf gesellschaftlicher Ebene: Wer die Regeln der Zivilisation stellenweise bricht, entfacht einen Umsturz dieser Regeln, der sich wie ein Lauffeuer unaufhaltsam ausbreitet - und auch die Täter dort einholen kann, wo sie sich noch unter dem Schutz dieser Regeln sicher fühlen.

Führung heißt, Menschen enttäuschen und verletzen zu müssen
Wer hatte bei einer Figur noch Darth Vader Vibes?  ;D

Die Darstellenden sind allesamt gut in meinen Augen. Am eindrucksvollsten ist, so finde ich, Anne Hathaway, die hier sehr viele gegensätzliche Emotionen mit 110% überzeugend spielen darf. Dass dies, wie auf Social Media hier und da gesagt, die mit Abstand beste Leistung ever von Matt Damon und anderen sein soll, finde ich aber nicht.

Musik und Sound: Klingt stellenweise modern aber immer passend - das gilt auch fürs Zyklopische.

Ich gebe mal 7 von 10 IMAXen.
Edit: Nach einigen Tagen "Nachlingen lassen" merke ich, dass der Film wirklich keinen großen Impact bei mir hinterlassen hat, darum wechsele ich auf

6,5 von 10 IMAXen.

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