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[Film] Die Odyssee - Christopher Nolan
Ainor:
--- Zitat von: Prisma am 22.07.2026 | 12:57 ---Das finde ich irgendwie ironisch lustig. Der arme Nolan kann es wirklich keinem recht machen.
--- Ende Zitat ---
Genau wie zwischen Skylla und Charybdis kommt niemand unbeschadet zwischen den woken und anti-woken Kritikern hindurch.
Aber es ist nunmal das Geschäftsmodell dieser Leute sich zu beschweren. Alle anderen gehen einfach ins Kino und geniessen den Film.
Lyonesse:
--- Zitat von: Ainor am 22.07.2026 | 22:24 ---Alle anderen gehen einfach ins Kino und geniessen den Film.
--- Ende Zitat ---
Nun ja, es fällt ein wenig schwer den Film völlig unbeschwert zu genießen, wenn man weiß, dass Teile desselben in der Westsahara gedreht wurden. Die sogenannte ''letzte Kolonie Afrikas'', ein Gebiet, das seit 1975 unmittelbar nach dem Abzug Spaniens völkerrechtswidrig von Marokko annektiert wurde; und wo seitdem ein bewaffneter Konflikt ausgetragen wird und Bevölkerungsgruppen unterdrückt werden.
Da fragt man sich dann schon: Warum zum Kuckuck muss Nolan ausgerechnet da drehen, und warum mag er sich auf berechtigte Fragen zu dem Thema partout nicht äußern?
Prisma:
--- Zitat von: Zed am 22.07.2026 | 16:03 ---Kannst Du diese beiden Punkte etwas ausführen? Die sehe ich so gar nicht. Oder habe ich nur einen Zwinker-Smiley übersehen/überlesen?
--- Ende Zitat ---
Punkt 1: Es war nie ein Geheimnis das Emily Wilson Homer progressiv übersetzt hat. Das kann man übrigens auch in der Wikipedia und anderswo nachlesen. Die Qualität der Arbeit können in der Tat nur Fachexperten bewerten, aber soweit ich weiß, wird die Qualität der Arbeit gar nicht in Zweifel gezogen, sondern die Neutralität einer progressiven (d.h. politischen) Übersetzung.
Punkt 2: Im Internet wurde kritisiert, dass Nolan z.B. in Interviews einige Statements gemacht hat, die man als politische Statements zur Migration über das Mittelmeer ansehen kann. Das soll Hand in Hand gehen mit Szenen aus dem Film (schwarze Griechen), so die Kritik.
Ich vermute, das Nolan tatsächlich will, dass man dies so ansehen soll, da er alles mögliche zerdenkt und sich gewählt geäußert und Szenen so besetzt hat. Als Außenstehender steht ihm das aber nicht zu, das stünde fairerweise nur der griechischen Nation, bzw. "den Griechen" zu. (Inwieweit das aber nur ein PR-Manöver sein könnte, ist schwer zu bewerten. Wenn es ein PR-Manöver war, ist das in meinen Augen sogar negativer, weil er das Thema nebenbei kommerziell verwendet.)
Aber um das ging es mir wie in meinem obigen Post nicht, sondern um die Ironie das Nolan all das und mehr gemacht hat und von der progressiven Presse dennoch nicht belohnt wurde.
Fuchs:
--- Zitat von: Prisma am 23.07.2026 | 11:28 ---Punkt 1: Es war nie ein Geheimnis das Emily Wilson Homer progressiv übersetzt hat. Das kann man übrigens auch in der Wikipedia und anderswo nachlesen. Die Qualität der Arbeit können in der Tat nur Fachexperten bewerten, aber soweit ich weiß, wird die Qualität der Arbeit gar nicht in Zweifel gezogen, sondern die Neutralität einer progressiven (d.h. politischen) Übersetzung.
Punkt 2: Im Internet wurde kritisiert, dass Nolan z.B. in Interviews einige Statements gemacht hat, die man als politische Statements zur Migration über das Mittelmeer ansehen kann. Das soll Hand in Hand gehen mit Szenen aus dem Film (schwarze Griechen), so die Kritik.
Ich vermute, das Nolan tatsächlich will, dass man dies so ansehen soll, da er alles mögliche zerdenkt und sich gewählt geäußert und Szenen so besetzt hat. Als Außenstehender steht ihm das aber nicht zu, das stünde fairerweise nur der griechischen Nation, bzw. "den Griechen" zu. (Inwieweit das aber nur ein PR-Manöver sein könnte, ist schwer zu bewerten. Wenn es ein PR-Manöver war, ist das in meinen Augen sogar negativer, weil er das Thema nebenbei kommerziell verwendet.)
Aber um das ging es mir wie in meinem obigen Post nicht, sondern um die Ironie das Nolan all das und mehr gemacht hat und von der progressiven Presse dennoch nicht belohnt wurde.
--- Ende Zitat ---
Ist dieser ganze Beitrag ernst gemeint?
KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
--- Zitat von: unicum am 22.07.2026 | 12:46 ---Was sagt man denn wie die mediterrane Landschaft vor 2500+ Jahren war?
Ich erinere mich nur an abgeholzte und verkarstete Landschaften an den Balkanküsten (in Griechenland war ich noch nicht), aus denen die Flotten der ein oder anderen "Nation" gebaut worden ist bis man endlich auf vollmetallschiffe umgestiegen ist (und das ist noch nicht so lange her) - und mit wiederaufforsten hatte man es ja noch nicht so arg in der Zeit, da hat der Regen auch schon mal den Boden in die Adria und das Mittelmeer gespült,...
--- Ende Zitat ---
Es geht mir um klimatische Darstellung - auch 1250 v.Chr. war der mediterrane Raum subtropisch, und nicht Teil der gemäßigten Zonen. Island für das Totenreich war ja noch okay, aber der Rest sah mehr nach Ostsee und angrenzende Landgebiete als nach Mittelmeer aus.
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