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[Serie] Starfleet Academy

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Swanosaurus:

--- Zitat von: Sashael am 29.01.2026 | 09:24 ---Vor allem nicht bei TOS, lieber Swanosaurus. Da wurden jede Menge Schiff in Stücke geblasen. Und selbst Picard hat unter Zeitdruck Zerstotungsbefehle gegeben.

--- Ende Zitat ---

Mir fallen bei TOS nicht so viele ein ... In "Balance of Terror" wurde die Zerstörung eines Kriegsschiffs als tragisch dargestellt. In der "Organia"-Folge gab es m.E. kein Gefecht mit den Klingonen, mit den Romulanern in der Folge, in der sie die Tarnvorrichtung geklaut haben, auch nicht ... klar, das sind nur drei Beispiele, aber mir fällt gerade eben kein TOS-Beispiel ein, bei dem Feinde einfach so zerstört wurden. In Star Trek II fordert Kirk Khan noch zum Aufgeben auf und will die Überlebenden rüberbeamen. In Star Trek 3 - okay, er tötet die klingonische Crew, als er in die Ecke gedrängt ist, aber auch das wird als ernste Entscheidung dargestellt - und auch in Teil 4 ansatzweise thematisiert (der klingonische Botschafter bezeichnet das als "Mord" und macht damit zumindest deutlich, dass solche Aktionen nicht selbstverständlich sind). Star Trek 5 - keine zerstörten Raumschiffe. Star Trek 6 - Changs Schiff wird zerstört, aber das ist eindeutig ein reines Kriegsschiff auf einer Attentasmission und Enterprise und Excelsior nehmen hier die eine Chance war, diesen überlegenen Gegner auszuschalten.

Für TNG habe ich keine konkreten Beispiele auf dem Schirm - wobei sie da bei den Filmen auch schon die Killer-Tour gefahren haben, z.B. beim Mord durch unterlassene Hilfeleistung an Ru'afo (wenn sie Picard in Sicherheit beamen konnten, dann auch ihn).

Ich sehe da schon eine Tendenz beim "modernen" Star Trek. Mir fällt kein Beispiel aus einer der alten Serien ein, bei der so beiläufig nicht nur militärische Schiffe, sondern Schiffe mit haufenweise Zivilisten an Bord in die Luft gejagt wurden.

Swanosaurus:

--- Zitat von: Sashael am 29.01.2026 | 09:24 ---Die Venari Ral sind die Bedrohung in STA, siehe Episode 2 und die Forderungen der Betazoids.

--- Ende Zitat ---

Das ist aber doch gerade einer der Punkte, die Star Trek im besten Sinne ausgemacht haben: Dass es nicht einfach einen Feind gibt, den man auslöschen darf, weil er der Feind schlechthin ist. Sogar bei den Borg haben sie das zu TNG-Zeiten noch entsprechend relativiert.

(Und in der Beziehung finde - ich so als Randbemerkung -, dass sie es mit den Gorn in SNW genau richtig gemacht haben: Die typische Fan-Kritk lautete da ja: "Ihr habt Arena nicht verstanden, die Botschaft der Folge war, dass die Gorn eben nicht unwiderruflich monströs und böse sind!", dabei haben die Macher in dem Fall die Folge ganz hervorragend verstanden, denn die Botschaft war, dass etwas, das monströs und böse erscheint, das bei näherem Hinsehen nicht sein muss bzw. eine Verständigung doch möglich ist. Und genau deshalb war es absolut richtig, sie in SNW über weite Strecken als monströs und böse darzustellen. Sonst wäre die Botschaft nämlich gewesen: "Oh ja, die Gorn sind eigentlich total in Ordnung, diese anderen da, die Xorn aus SNW, das sind die monströsen Bösen!")

Skaeg:

--- Zitat von: Sashael am 29.01.2026 | 09:31 ---Das wäre in der Tat awkward, weil seine Mutter dann geholfen hätte, das Schiff auf dem ihr Sohn war zu vernichten.
--- Ende Zitat ---
Greifen wir hier ein wenig nach Strohhalmen? Die Mutter kann genauso gut auf dem Piratenschiff gewesen sein, a.) obwohl sie es nicht wollte und b.) ohne zu wissen, dass...

... moment, vernichten? Gehen wir jetzt davon aus, dass der Bösewicht genau so drauf ist wie die Sternenflotte und nachdem er wie gewollt den Warpantrieb geklaut hätte, noch schnell ein "pustet sie weg, HARHARHAR"* eingeschoben hätte?

Also, in der Folge gab es keinen Hinweis darauf, dass der irgend etwas anderes machen wollte, als sie zu beklauen, oder?

*Das ist es! An den erinnert er mich: Kater Karlo!

First Orko:

--- Zitat von: Sashael am 29.01.2026 | 09:24 ---@First Orko
Es war die erste Folge.
Viele Punkte werden in den folgenden Episoden aufgegriffen, wie z.B. die Nervigkeit des Hologramms oder das angebliche Triangel.

--- Ende Zitat ---

Davon gehe ich aus. Ich habe versucht, die Folge danach zu bewerten, wie man eine Pilotfolge elegant macht und persönlich finde ich, dass sie in einigen Punkten gegenüber alten Star Trek-Piloten abstinkt... aber wiederum Anderes auch besser macht. Nicht brilliant, aber auch nicht hoffnungslos. Ich habe eher das Gefühl, dass die heutigen, strukturellen Schwächen in Writer Rooms zu Entscheidungen führen, die man mit mehr Zeit und mehr kreativer Freiheit anders machen würde und das dies der Serie auf lange Sicht nicht gut tun wird. Das ist aber eine weiiit gestrechte Projektion, das ist mir klar  8)

Skaeg:

--- Zitat von: Swanosaurus am 29.01.2026 | 09:41 ---Das ist aber doch gerade einer der Punkte, die Star Trek im besten Sinne ausgemacht haben: Dass es nicht einfach einen Feind gibt, den man auslöschen darf, weil er der Feind schlechthin ist. Sogar bei den Borg haben sie das zu TNG-Zeiten noch entsprechend relativiert.
--- Ende Zitat ---
Exakt.
Menschen (oder äquivalente Wesen) großgruppenweise als zu vernichtende Feinde abzuklassifizieren, gegen die alle Mittel erlaubt sind und die an jedweden Kollateralschäden dabei halt selber schuld sind, ist für mich nicht das, was ich bei Star Trek (oder IRL, wo das schon häufig genug vorkommt) sehen will.

Selbst in ST2009 hat Kirk Nero - der viel schlimmere Dinge getan hat - zur Kapitulation aufgefordert, bevor er ihn "weggepustet" hat.

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