Medien & Phantastik > Sehen
[Serie] Starfleet Academy
First Orko:
--- Zitat von: Prisma am 23.01.2026 | 10:07 ---Zum Problem gehört auch die Spezies der Figur. Die Lanthaniten scheinen extra so designt um ausfallend zu sein und gleichzeitig den Konsequenzen auszuweichen: Ich kann jeden Quatsch sagen und jeden Unsinn machen den ich will und wenn dann jemand kommt und mich zurechtweist oder ich eine Konsequenz tragen muss, kann ich einfach sagen dass ich 400 Jahre alt und unendlich erfahren bin, das alles gelassen sehe und ich aufgrund alldem natürlich im Recht bin und der Plot will es dann auch so! Ätsch!
--- Ende Zitat ---
Exakt deshalb ging mir Pelia schon hart auf die Nerven! Und das, obwohl SNW für mich ansonsten ganz gut funktioniert: Sie ist effektiv Pippi Langstrumpf in Space und damit ein riesiger Bruch der Atmo, der Färbung der ganzen Geschichte, dass eigentlich keine dargestellte Reaktion auf sie irgendwie glaubhaft wäre. Deine These mit maximaler (bis ins toxische) aufgedrehte Positivität klingt für mich plausibel, dafür spricht, das Pelia imho faktisch nie eine negative Reaktion zu ihrer sozialen Umgangsform erfährt, alle nehmen sie gelassen hin. Da muss man sich schon fragen, warum überhaupt noch irgendwer irgendwie bei irgendwem noch anecken können soll..? Wo maximale Individualität gelebt wird, kann eigentlich keine Abweichung (auch nicht die drastischen) ein Grund dafür sein, irgendwie ausgeschlossen oder feindlich zu reagieren. Letzten Endes führt das jegliche Antagonisten ad absurdum.
Ich merk immer mehr, ich sollte mir STA wirklich nicht angucken ~;D
Swanosaurus:
Habe ja einen ganz einfachen Grund, von den Trailern abgetörnt zu sein: Lauter junge, schöne Menschen, und der Bösewicht ist ein ungewaschener, unrasierter Pirat? Und dann noch das megamilitaristische Rumgeblaffe im Trailer? Und die "Hauskonkurrenz", die ich schon im Harry-Potter-Franchise sowas von zum Abgewöhnen fand? Sorry, aber diese hypercleane Mukkibuden-Ästhetik kann mir echt gestohlen bleiben.
Bei mir ist inzwischen eher das Bild entstanden, dass da zwar "woke" Codes bedient werden, die politisch aber wahrscheinlich völlig entleert sind. Ist natürlich auch ein hartes Urteil nach ein bisschen Trailern und Threadlektüre, aber wirklich, auf das, was ich da sehe, kann ich zum größten Teil gar nicht.
KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am 22.01.2026 | 16:11 ---Aber selbst wenn man das mit dem Militär mal ignoriert, wie angebracht würdest du es finden wenn sich dein Chef in einer Besprechung so wie oben in seinen Sessel legen würde. Oder wenn dass ein Lehrer vor seiner Klasse macht?
--- Ende Zitat ---
Das kann ich völlig untheoretisch beantworten: meine Bundeswehreinheit hatte zwei nacheinander folgende Chefs. Der erste war ein völlig unkonventioneller Kasper, der genau solche Posen gemacht hatte, der zweite war ein Vertreter der Pete-Hegseth-Schule des Militärballetts (also: korrekt getragene Uniform und vorgeschrieben Haltung sind das A&O).
Unter dem ersten haben wir in etlichen Manövern alle anderen weit punktemäßig überholt, unter letzterem waren wir höchstens nur noch Durchschnitt.
First Orko:
--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am 22.01.2026 | 16:11 ---Aber selbst wenn man das mit dem Militär mal ignoriert, wie angebracht würdest du es finden wenn sich dein Chef in einer Besprechung so wie oben in seinen Sessel legen würde. Oder wenn dass ein Lehrer vor seiner Klasse macht?
--- Ende Zitat ---
Ich hatte einen Chef, der mit seinem Stuhl geworfen hat - und ich kam mit ihm gut aus und er war fachlich kompetent.
Ich hatte eine Chefin, die definitiv zu kurze Kleider trug und im Sommer die Füße im Fußbad unterm Schreibtisch hatte - die hat ihr Team aber super geführt und uns den Rücken gestärkt.
Ich hatte einen formell korrekten, adretten Chef - der im Kumpelton unbezahlte Überstunden nahegelegt hat.
Ich hab schon lange angefangen, äußeres Erscheinunsbild und seltsame Marotten in Zusammenhang mit Kompetenz zu denken. Ist in der IT aber auch ne verbreitete Erkenntnis, denke ich ;D
Teylen:
Die Eroffnungsreden die mir in Erinnerunggeblieben sind waren:
"Space: the final frontier.
These are the voyages of the starship Enterprise. Its five-year mission: to explore strange new worlds, to seek out new life and new civilizations, to boldly go where no man has gone before."
Sowie:
"Space: the final frontier.
These are the voyages of the starship Enterprise. Its continuing mission: to explore strange new worlds; to seek out new life and new civilizations; to boldly go where no one has gone before!"
Es waren definitiv keine Serien die auf Kanpf und Krieg aus waren und die jeweiligen Konflikte liefen eher nebenher als das es ein Fokus war. Admirale waren häugig Antagonisten, so sehr das es in Lower Decks aufgegriffen wurde. Nu und die Brücke, gerade bei TNG, war jetzt auch nicht preussisch diszipliniert und hart durchstrukturiert. Selbst Pucards Abneigung gegen Kinder auf der Brücke ist letztlich gefallen.
Imho Serien welche den militaarischen Aspekt aufgefriffen haben, haben den stark kritisiert wie DS9, sind eher allgemein durchgefallen wie ENT oder haben sich auf besseren besonnen wie Disco nachdem WH50k-Gedächtnis Austritt der ersten beiden Staffeln.
Naja und was merkwürdige Gestalten auf der Brücke oder im Team angeht. Ein Security Chef mit Wut- und Identitätsproblemen oder eine Person die im sexy Outfit auf der Brücke sitzt und offebsichtliche Gefühlslagen verkündet sind nun imho nicht so Ausgeburten eines preussischen Militaärethos.
Also bevor jetzt der gelgentliche Besuch vom Trikstergott kommt oder ich über Nelix nachdenken muss
Leute die behaupten das es bei Star Trek so primär um Militär und Krieg geht sind mir ähnlich suspect und können mir gerne vom Laib bleiben wie jetzt Leute wo denken das man bei VtM Runden den Vergewaltigungsaspekt von Vampiren betonen sollte.
Was die Trennung von War College und Academy angeht, im Kern ist es nicht weniger absurd wie die Trennung von Starfleet und Section 31. Respektive bietet es im Kern eine Erklärung dafür wie die Flotte ein richtiges Militär hat wenn man bei allen Schiffen die bis dahin im Vordergrund primär den Forschungsfaktor hat. (Wobeinich ENT rausnehme, weil ich das eher weniger guckte)
Und das ist dann jenseits des Umstands das die typischen Meckerer tapfer essenzielle Aspelte ignorien. Also so "Kleinigkeiten" wie das die Akademie nach über 400 Jahren und einem karaklysmischen Ereignis komplett neu gegründet wurde.
Nu oder so sexistischer Rotz wie das leicht dickere Frauen ein Zeichen für den Verfall der Sternenflotte seien. Wo es gerade bei TOS und später auch in anderen Serien dickere Männer (Scotty, O'Brian) gab. Vom Kirk Manöver (also Wampe einziehen) mal abgesehen. Und davon das die vermeintlich fetten Chars den Großteil der Kritiker vermutlich mit Links in Punkto Fitness, Sport und Kanpf in die Tasche stecken können.
Kulturell, das Klischee bzw die Kritik an "zu fetten Amis" gab es bereits in den 90ern, mit dem Höhepunkt von Super Size Me 2004.
Die Ansage das fetten Menschen nichts im US Milär zu suchen haben, egal ob Soldat oder Schreibtischtäter, ist von 2025 (Hegseth)
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln