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Spielerstellung mit Hilfe von KI

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Maarzan:
Da immer wieder nach gelungenen Beispielen von KI-(Text)Werken gefragt wird, solche aber kaum zu identifizieren sind bleibt wohl nur etwas selber machen. Da ich bisher mit KI kaum praktische Ahnung habe würde ich daher so ein Projekt bzw. eine Abschätzung der Machbarkeit von Leuten, die schon mehr mit KI gemacht haben anstoßen wollen.

Und was liegt da näher sich genau mit den beiden Referenzwerken zu messen.

Info / Vorgaben für die KI:
Romance Rollenspiel
Ziel ist ein Dating Rollenspiel auf der Basis der creative commons der  5e.
Wir gehen davon aus, dass sich die Spieler noch nicht kennen, kaum oder keine Rollenspielerfahrung haben und sich beziehungstechnisch näher kennen lernen wollen.
Jeder Spieler führt eine noch zu erstellende Figur und teilt sich „HotSeat“ die SL-Rolle mit dem gegenüber, d.h. jeder SL spielt die Umgebungs- und NSC-Interaktionen des jeweils anderen.

Die beiden SC sind Figuren im frühen Erwachsenenalter aus 2 miteinander in einer fremden Stadt zivilisiert rivalisierenden Familien.
Spielort ist ein Sommerschloss und ein dort stattfindender Ball mit viel Prominenz, welchen jemand zu einem Debakel machen will, um die Familie politisch in einem Reichsrat zu blamieren und zu isolieren.
Jeder SC ist mit einem von Hausherrn und Hausherrin verwandt, also kein fremder Gast und damit erweiterter Teil der Familie und so zu Unterstützung verpflichtet, aber auch für lokale Ermächtigungen durch die Hausherren oder aber im Notfall geeignet.

Beschreibe eine Methode aus einen Fragenkatalog die Attribute von 5 e zu ermitteln statt zu würfeln oder zu wählen. Z.B. für Konstitution: Schaffst du die Anforderungen des Sportabzeichens für Gold, Silber,Bronze mit oder gar ganz ohne zusätzliches Training. Bist du oft krank?
Schreibe einen Fragenkatalog, welcher die geeignetste Klasse für den SC ermittelt.
Erstelle dann jeweils einen SC der 5. Stufe auf Basis dieser Daten für jede Klasse. Wir gehen bei den SCs von durchgehend Menschen aus.
Der Feind hat mehrere Diener und Verbündete, welche er für Sabotagen etc einsetzen kann.
Im übergeordneten Plot sollte sich das Geschehen von der Anreise über das Kennenlernen der Anlage und der anderen Gäste bis zu einem ersten Dinner spannen und wenn der Intrigant bis zum Ball keinen Erfolg hatte, dann wird er zum Abschluss verärgert selbst aktiv und kann ggf. enttarnt werden.

Benenne 20 typische gute und 20 schlechte Eigenschaften je in männlich und in weiblich, auf welche jemand bei der eigenen Partnerwahl achten würde. Jede Seite würde die Zahl der 20 Minutenabschnitte abzüglich der 2 festen Szenen eine Eigenschaften zum Testen auswählen.
Erzeuge für jede der so 80 Eigenschaften eine kurze Szene, wo diese Eigenschaft präsentiert werden kann.
Die Szene sollte dem oben beschriebenen Versuch der Diskreditierung dienen oder dient als Füller zwischen zwei Probenszenen oder selbst als Probenszene. Dazu sollte in vielen Szenen eine Möglichkeit sein die Position der eigenen Familie ggf auf Kosten der Familie des Gegenübers oder des Gastgebers besser zu stellen, sei es bei den Gastgebern,  bei Neutralen oder gar bei Gegnern.
Je nach beabsichtigter Dauer sollen die SC pro halbe 20 Minuten angestrebte Spielzeit eine Szene aus der Liste ihrer erklärten Prioritäten bekommen mit dem Dinner und dem Ball als feste Ankerszenen. Pro Szene soll es 1-3 Erfolgs oder Misserfolgspunkte geben und bis zu einem Einflusspunkt bei einer möglichen dritten Interaktionsperson.
Die Beschreibung der Szene beginnt mit einer Darstellung der Ausgangslage und der Art der Herausforderung passend zur getesteten Eigenschaft. Es soll ein möglicher Weg aufgeführt werden, aber auch 2-3 Hinweise, wie die Spieler in ihrer SL-Rolle die Szene personalisieren und abändern können. Sollten gewisse Entwicklungen nicht möglich sein, weil wir in so einem vorgeskripteten Hotseat keinen moderierenden Gesamt-SL haben, so gehört diese Info mit auf die Szenenkarte.
Zu der nachfolgenden geplanten Szene gehört ja ebenfalls eine Startsituation, welche schon einmal ohne die Herausforderung aufgedeckt werden soll, damit die SL wissen wo sie ggf. hin müssen und einen passenden Übergang kreieren können.

Hat da jemand KI-kundiges Ideen, Kritik oder Anregungen zu? Ich nehme an das bräuchte einiges an Speicher, was einen Basisaccout sprengt, oder?

unicum:

--- Zitat von: Maarzan am 20.01.2026 | 15:57 ---Da immer wieder nach gelungenen Beispielen von KI-(Text)Werken gefragt wird, solche aber kaum zu identifizieren sind bleibt wohl nur etwas selber machen.

--- Ende Zitat ---

Ein gelungenes KI Werk erkennst du daran das du es nicht als KI Werk erkennst - ausser an dem (nicht vorhandenen) KI Logo. Denn das ist doch der Punkt an KI - jedenfalls was solche Sachen betrifft.



--- Zitat von: Maarzan am 20.01.2026 | 15:57 ---Ich nehme an das bräuchte einiges an Speicher, was einen Basisaccout sprengt, oder?

--- Ende Zitat ---

Ich hab für sowas KI noch nie gebraucht, ich hab eher Fragen gestellt "Eine Insel 8x4 km groß davon 33% landwirtschaftlich nutzbar und reiche Fischgründe - wieviele Personen könnten so einer Insel im Jahr 1200 ernähren? Bitte gebe mir Quellen an wie du auf das ergebnis kommst. Denke länger nach."

Oder "Erstelle mir einen detailierten Plan was die Tochter eines römischen Senators zur Zeit von Julius Caesar in einer Woche unternehmt. Gehe davon aus das es in einer fantasy Version von Rom stattfindet und die Tochter als Magierin ausgebildet wird und am Ende der Woche eine Prüfung ansteht. Trozdem hat die junge Frau ein bedüfnis an zerstreuung und muss auch als Senatorentochter präsentieren sein"

Ich glaube aber DDDVerlag hat mal so etwas versucht mit ChatCPT und es war beim ersten Versuch ein Debakel aber danach hat er geschrieben das er aus einer neueren Version von ChatCPT einen Entwurf bekommen hat der zwar deutlich mehr redigiert werden musste als bei einem menschlichen Schreiber aber er trozdem etwas daraus gemacht werden konnte.

Wir müssen auch bedenken - selbst bei all dem Scam der an anderer Stelle diskutiert wird - das diese Technik immer noch sehr neu ist.

Was du auch bedenken kannst:
Zerteile deine Sachen. Lass ihn eine Einleitung schreiben, eine überleitung, einen haupteil, einen Klimax und einenn Schluss. Lasse zu jedem Teil eine Zusammenfassung schreiben die kurz und knackig ist und gebe die ihm wieder als Prombt für den nächsten Teil mit.

Auf die Art und weise arbeiten wir hier mit KI - wir wollen aber kein Abenteuer schreiben sondern ein 7 Dimensionales Problem in einem 11 Dimensionalen Raum lösen, also vereinfacht zusammengefasst gesagt.

Die Programme werden besser, das ist alles was ich dazu zu sagen habe. Wenn es da nicht eingebremmst wird - wovon ich nicht ausgehe wenn ich in die Politische Landschaft sehe - dann wird das irgendwann auch was passables liefern können. Mit gewissen abstrichen halte ich das auch schon jetzt möglich. Problematisch wird es aber eben - und da kann es auch brechen - wenn KI mit schlechtem KI Scam gefüttert wird, wenn das so ist würde ich sagen "Da wird nie was draus!"

Also wenn jemand gegen KI ist muss er genügend KI sachen erstellen und die schlechtesten davon ins Netz stellen.

caranfang:
Eines sollte jedem klar sein, der mit KI arbeitet. KI kann nur Mittelmaß liefern, da es das gesamte Internet als Quelle benutzt. KI liefert auch oft falsche Daten und kann auch nicht zwischen veralteten und aktuellen Daten unterscheiden. Dazu kommt dann noch, dass viele KI-Programme darauf trainiert sind, bestimmte Eingaben zu verweigern.
Deshalb sollte man sich meiner Meinung nach keine Abenteuer oder auch Quellenbücher von einer KI erstellen lassen. Sie kann einerm aber dabei helfen, entsprechende Texte zu schreiben, wenn man weiß, was man haben will und bereit ist, länger mit der KI an diesen Texten zu pfeilen.

KI hat übrigens oft genug keine Ahnung von den Regeln oder auch dem Hintergrund eines Rollenspiels, auch wenn sie das Gegenteil behauptet.

Doc-Byte:

--- Zitat von: Maarzan am 20.01.2026 | 15:57 ---Da immer wieder nach gelungenen Beispielen von KI-(Text)Werken gefragt wird, solche aber kaum zu identifizieren sind bleibt wohl nur etwas selber machen. Da ich bisher mit KI kaum praktische Ahnung habe würde ich daher so ein Projekt bzw. eine Abschätzung der Machbarkeit von Leuten, die schon mehr mit KI gemacht haben anstoßen wollen.

[..]

Hat da jemand KI-kundiges Ideen, Kritik oder Anregungen zu? Ich nehme an das bräuchte einiges an Speicher, was einen Basisaccout sprengt, oder?
--- Ende Zitat ---

Ich hab kürzlich ein wenig mit Google Gemini herumprobiert und die Anwendung kommt mir nochmal deutlich stärker als ChatGPT vor, aber es liegen ja auch schon wieder ein paar Monate Entwicklungszeit dazwischen. Mit ChatGPT bzw. dem MS Copilot hab ich vor gut einem Jahr mein "Lunatia Experiment" gemacht und die Rohdaten hinten ans PDF gehangen - also nicht, dass der Text generell sehr gründlich überarbeitet wäre... Dafür müsstest du dann als Vergleich in die Zufallstabellen von Star Reeves (Seite 351-386) schauen oder die Seiten 343/44, die auf diesem Ausgangsexperiment basieren: https://drive.google.com/file/d/1FZjFyvUWqEoBAfkQlWrDMF7hxUI_IMMR/view?usp=drive_link

Bei Gemini können auch bei der kostenlosen Nutzung (mit Google Account) zwischendurch Dateien angelegt werden, in denen "Zwischenstände" gespeichert werden und auf die du später verweisen kannst, allerdings zu Preis, dass sich Google das Recht vorbehält, diese gespeicherten Daten "auszuwerten". Würde ich also wirklich nur für experimentelle Zwecke empfehlen.

Aber ich kann dir jetzt schon sagen, dass du kein 1:1 nutzbares (Text) Ergebnis aus einer KI herausholen wirst. Wenn du was Vernünftiges damit erstellen willst, musst du immer von Hand nacharbeiten, aber die KI ist eine gute Hilfe dabei, einen Haufen Ideen auszuspucken, aus denen du das Brauchbare rausfiltern und verfeinern kannst, bevor du den finalen Schliff dann von Hand vornimmst - den sich Personen, die auf nen schnellen Euro aus sind, natürlich in aller Regel sparen, sonst wäre es ja viel zu zeitaufwendig, um große Mengen davon auf den Markt zu werfen. ;)



Maarzan:

--- Zitat von: Doc-Byte am 20.01.2026 | 18:06 ---Ich hab kürzlich ein wenig mit Google Gemini herumprobiert und die Anwendung kommt mir nochmal deutlich stärker als ChatGPT vor, aber es liegen ja auch schon wieder ein paar Monate Entwicklungszeit dazwischen. Mit ChatGPT bzw. dem MS Copilot hab ich vor gut einem Jahr mein "Lunatia Experiment" gemacht und die Rohdaten hinten ans PDF gehangen - also nicht, dass der Text generell sehr gründlich überarbeitet wäre... Dafür müsstest du dann als Vergleich in die Zufallstabellen von Star Reeves (Seite 351-386) schauen oder die Seiten 343/44, die auf diesem Ausgangsexperiment basieren: https://drive.google.com/file/d/1FZjFyvUWqEoBAfkQlWrDMF7hxUI_IMMR/view?usp=drive_link

Bei Gemini können auch bei der kostenlosen Nutzung (mit Google Account) zwischendurch Dateien angelegt werden, in denen "Zwischenstände" gespeichert werden und auf die du später verweisen kannst, allerdings zu Preis, dass sich Google das Recht vorbehält, diese gespeicherten Daten "auszuwerten". Würde ich also wirklich nur für experimentelle Zwecke empfehlen.

Aber ich kann dir jetzt schon sagen, dass du kein 1:1 nutzbares (Text) Ergebnis aus einer KI herausholen wirst. Wenn du was Vernünftiges damit erstellen willst, musst du immer von Hand nacharbeiten, aber die KI ist eine gute Hilfe dabei, einen Haufen Ideen auszuspucken, aus denen du das Brauchbare rausfiltern und verfeinern kannst, bevor du den finalen Schliff dann von Hand vornimmst - den sich Personen, die auf nen schnellen Euro aus sind, natürlich in aller Regel sparen, sonst wäre es ja viel zu zeitaufwendig, um große Mengen davon auf den Markt zu werfen. ;)

--- Ende Zitat ---

Dass die KI nicht mit einem Prompt was komplettes ausspuckt ist mir klar. Ich will halt schauen, was man da mit wie viel Aufwand machen kann.

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