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Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
sma:
--- Zitat von: Gorilla am 9.04.2026 | 15:10 ---b) durch die in nächster Zukunft zu erwartenden Kosten für KI-Nutzung (die Start-Up Zeiten der KI Giganten nähern sich dem Ende und es will Geld eingenommen werden, um Serverfarmen zu bezahlen - vergesst nicht, dass wir in der Phase sind, wo die zukünftige Nachfrage gerade durch Anfütterangebote generiert wird) eine weitere Konzentration der Marktmacht einzelner Verlage stattfindet
--- Ende Zitat ---
Ja, KI-Kosten werden im Preis steigen. Aber, wir vergessen gerne, dass das, was jetzt jetzt sehen, nur die Baseline für alle weiteren Entwicklungen ist. Schlechter wird's nicht mehr. Eher besser – wenn man es sich leisten kann.
Tagesaktuell kann ich auf meinem Laptop Gemma4 26B A4E lokal mit 50+ Token/Sekunde betreiben und diese winzige KI hat bereits passable Übersetzungsfähigkeiten (Gemma ist die kleine kostenlose Schwester von Gemini, Googles Flagship-Modells). Mit immer noch für Privatpersonen erschwinglicher Hardware kann ich aber größere Modelle wie Qwen oder GLM betreiben, ohne auf Serverfarmen angewiesen zu sein. Solange niemand kommt und mir die LLMs von der Platte löscht, profitiere ich daher vom Wettstreits der KI-Giganten.
(Und wenn die Schwarz-Gruppe mal einen Zahn zulegt mit ihrem 0,2 GW Rechenzentrum (international winzig, in Deutschland aber groß, 3x 5 Jahre soll der Bau dauern, uff), verspreche ich, dass ich dann auch mal bei Lidl einkaufe. Wir wären dann nicht nur von Amazon, Microsoft und Google abhängig.)
Ludovico:
@Sma
Gedruckte Bücher wurden schon häufig für tot erklärt.
Ich wäre damit vorsichtig.
Mittlerweile gibt es auch sogenannte digitale Müdigkeit, weshalb zum Beispiel auch Tischrunden noch nicht durch Online-Runden abgelöst wurden.
Megavolt:
Keine Ahnung, wann immer ich schnell eine Liste mit kleinen Plots brauche für mein Runde am Abend, dann sagt die KI zuverlässig sowas wie "Die Helden wandern durch den Wald, wo sie aufregende Dinge erleben." Ja, vielen Dank auch.
Die KI ist da also genauso nutzlos und lazy wie Fillertexte in schlechten Abenteuern. Wenn man gezielt nachfragt, stellt sich die KI unter spannenden Dingen vor allem "geheime Motive" vor. Auch das ist selten hilfreich.
Vielleicht stelle ich mich aber auch nur blöd an, oder aber der militärisch-industriell-medial-geheimdienstliche Komplex hält die guten KIs irgendwie unter Beschlag und ich bekomme nur die Dummerchen-Versionen in die Hand.
Derzeit: not impressed
Ludovico:
@Megavolt
Ich hab bessere Erfahrungen gemacht.
Als ich neulich mich per KI darüber informieren wollte, was Terroristen so alles mit der Aida Nova anstellen könnten, bekam ich ein paar sehr hilfreiche Vorschläge.
sma:
--- Zitat von: Ludovico am 9.04.2026 | 16:00 ---@Sma
Gedruckte Bücher wurden schon häufig für tot erklärt.
Ich wäre damit vorsichtig.
Mittlerweile gibt es auch sogenannte digitale Müdigkeit, weshalb zum Beispiel auch Tischrunden noch nicht durch Online-Runden abgelöst wurden.
--- Ende Zitat ---
Ich erkläre sie nicht für tot. Ich sage, sie sind nicht mehr das Nachschlagewerk und Werkzeug. Auch am Tisch beobachte ich, dass die Leute inzwischen häufiger Handys oder Tablets zücken statt gedruckte Bücher mitzubringen oder rauszuholen, um etwas nachzuschlagen, weil man darin weder suchen kann, noch den Text vergrößern kann (was ab einem gewissen Alter sehr wichtig ist). Beim Online-Spiel habe ich inzwischen immer auch einen Chat-Client auf, sei es für Regelfragen oder wenn man so wichtige Dinge wissen will, wann etwas Bestimmtes erfunden oder entdeckt wurde. Damit ändert sich die Aufgabe der Bücher. Ich erfreue mich an ihnen. Ich sammle sie (GBs auf der Festplatte sind leider nicht das selbe). Ich betrachte sie vielleicht auch mal. Aber damit "arbeiten" - das mache ich persönlich nicht mehr.
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