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Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI

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Maarzan:

--- Zitat von: Raven Nash am 13.07.2026 | 09:08 ---... Ich denke aber, dass die Ergebnisse von Leuten, die wirklich mit LLMs und AI arbeiten, nicht von anderen digitalen Methoden zu unterscheiden sind - und auch nicht weniger aufwändig.

--- Ende Zitat ---

Im Kernbereich der Spielerstellung gilt das denke ich auch - zumindest wenn da jemand nicht nur "graue KI-Pampe" haben will sondern tatsächlich wenigstens so etwas wie einen "Heartbreaker" produzieren will - denn da gehört halt eine Idee oder ein grundlegender Änderungswunsch gegenüber bestehenden Systemen zu, die nicht mal mit einer Hausregel zu regeln sind und damit auch einer KI ohne Anleitung so nicht von selbst einfallen. Da ist dann KI denke ich tatsächlich nur unterstützendes Werkzeug und die Kernaufgabe erfordert immer noch viel und besser auch qualifizierte Fertigkeit/Arbeit.

Im Illustrationsbereich gilt das denke ich nicht. Die dazu notwendigen Fertigkeiten haben effektiv nichts mit dem zu tun, was man aus dem üblichen Kontakt mit Rollenspielen hätte lernen können sondern dienen eher der oberflächlichen Aufmerksamkeitserzeugung als dem Spielinhalt (kann in Einzelfällen auch anders sein, aber meinem Gefühl nach ließen sich wenigstens 90% der Bilder für ein ähnlich thematisiertes anderes Rollenspiel auch tauschen. )
Und das sind dann aus Sicht eines potentiellen Rollenspielentwicklers ganz andere Welten.

unicum:
Eigentlich ist KI doch ein Anarchistisches Modell (das Kapitalisten verwenden um Kohle damit zu machen): Alles ist Frei und jeder hat auf alles zugriff. Ich will nicht wissen wie viele Systeme "Annas Archive" als Trainingsdaten genommen haben (mindestens 1) oder Deviatart (da ich das Logo von denen auch schon erahnen konnte sag ich auch hier: mindestnes 1) für "unsere" Fantasyillustrationen. Und zumindest hinter Annas Archive stehen Anarchisten, also derart: Urheberrecht - scheiß drauf! Befreit die Daten! Erinnert ihr euch noch an diese Raubkopietauschbörsen stichwort: Kim Dotcom, ähnliches Thema - die lösung waren Streamingdienste - Kippt gerade wieder, die Börsen sollen wieder im kommen sein weil die Streamer eben zu kapitalistch (aka zu teuer) werden.


--- Zitat von: Smoothie am 13.07.2026 | 09:38 ---Und ich hab da bislang absolut nix spannendes relevant KI generiertes Rollenspielprodukt gesehen, dass mich da in Versuchung führen würde. Ihr?

--- Ende Zitat ---

Ist mal so die Frage: Wieviel KI Generiertes Produkt auf dem Markt hast du überhaupt angeschaut? Also ich für mich, anseitz von KI Illustriert: 1. Da sagt der Naturwissenschaflter in mir: die Stichprobe ist zu klein.

Da ich auch sonst nicht von vielem "Menschlich" gernerierten Rollenspielprodukten in versuchung geführt werde (will sagen ich hab auch da schon gehörig viel Zeug gesehen das schlecht war), aber das mit KI durchaus beobachte muss ich sagen wenn es in der Geschwindigkeit besser wird wie bisher (was ich mir nicht ganz vorstellen kann da die Trainingsdaten ggf anfangen sich im Kreis zu drehen) würde ich da sagen - ich will nicht meine Hand ins Feuer legen wollen was da irgendwann noch kommen wird.

Ich hab am Wochenende eine KI nach 10 Abenteuervorschlägen gefragt, davon hat mich einer wirklich positiv überrascht 5 waren einfach Käse.

Aber da sind wir ja auch in einem Bereich der in der Rollenspielbranche so ziemlich nichts ist von dem man leben könnte. Mit "Abenteuer schreiben" wirst nicht reich (du wirst auch mit Regelbücher schreiben nicht reich es sei denn vieleicht der Verlag gehört dir). Da sehe ich - neben der Illustration - durchaus das zweite Einfallstor.

Raven Nash:

--- Zitat von: Maarzan am 13.07.2026 | 09:42 ---aber meinem Gefühl nach ließen sich wenigstens 90% der Bilder für ein ähnlich thematisiertes anderes Rollenspiel auch tauschen.

--- Ende Zitat ---
Du begehst den Fehler, Rollenspielentwickler und Illustratoren hier gleichzustellen. Jetzt hast du aber bei der Entwicklung eines RPG-Produktes eigentlich immer mehrere Rollen zu besetzen. Autor, Illustrator, Redakteur, Layouter, etc.
Im Hobbybereich wird da viel zusammengezogen. Man ist Autor, Redakteur und Layouter in Personalunion, z.B. Gerade in letzterem Bereich hat die Zugänglichkeit der Tools zu einer deutlichen Verbesserung geführt.

Der Illustrationsbereich blieb aber ein Problem. Nicht jeder kann zeichnen/malen, noch weniger können es gut.

Und jetzt kommt mit KI/LLM ein neues Tool, das hier neue Möglichkeiten eröffnet. Aber wie auch beim Layout nützt auch das beste Tool nichts, wenn man damit nicht umgehen kann.
Klar, KI-Slop en masse kann jeder. Einen durchgängigen Stil zu entwickeln, das Thema wirklich illustrierende Bilder erzeugen - das ist die "Kunst". Und das schaffen selbst im professionellen Bereich nicht so viele, auch mit menschlichen Illustratoren.

Ich betone hier das Wort "Illustration", denn wir reden hier nich von Gemälden für eine Gallerie. Wir reden hier von Bildern, die Texte aufwerten und visuell greifbar machen sollen.

Wyndor:

--- Zitat von: Smoothie am 13.07.2026 | 09:38 ---den Trend sehe ich in der Rollenspielszene eigentlich nicht. Fast alle relevanten deutschen Verlage, die bekanntesten Streamer*innen und die meisten Autor*innen nehmen eigentlich Abstand davon (zumindest vom immer mehr). Und in meinem Umfeld auch die meisten Leute auf der Konsumseite.
Solange da jetzt nicht neues Zeug auftaucht, dass so viel besser und oder billiger ist, so dass es die alten verdrängen würde, sehe ich den Trend nicht. Und ich hab da bislang absolut nix spannendes relevant KI generiertes Rollenspielprodukt gesehen, dass mich da in Versuchung führen würde. Ihr?

--- Ende Zitat ---

Mein Geschwurbel bezog sich nur auf die Diskussion darum, ob ein Training von Modellen ohne Zustimmung der ursprünglichen Urheber eine Rolle spielen wird. Ich denke nein.

Was in der Nische der Rollenspiele passiert ist eine andere Frage. Hier gehe ich davon aus, dass sich in der nächsten Zeit KI Modelle in unterstützende Arbeitsprozesse einschleifen werden, sei es bei den Künstlern , den Musikern, den Redakteuren, den Layoutern etc., aber der Kern der Arbeit wird meiner Sicht weiter geprägt sein durch die menschliche Kreativität.

Beispiele: Übersetzungen bei Ulisses, Rollenspielmusik von Ralf Kurtsiefer, redaktionelle Richtlinien bei deutschen Rollenspielverlagen: Nutzung von KI bei der Erstellung OK, so lange man am Ende erkennt, dass es maßgeblich von einem Menschen geschaffen wurde.

Maarzan:

--- Zitat von: Raven Nash am 13.07.2026 | 10:01 ---Du begehst den Fehler, Rollenspielentwickler und Illustratoren hier gleichzustellen. Jetzt hast du aber bei der Entwicklung eines RPG-Produktes eigentlich immer mehrere Rollen zu besetzen. Autor, Illustrator, Redakteur, Layouter, etc.
Im Hobbybereich wird da viel zusammengezogen. Man ist Autor, Redakteur und Layouter in Personalunion, z.B. Gerade in letzterem Bereich hat die Zugänglichkeit der Tools zu einer deutlichen Verbesserung geführt.

Der Illustrationsbereich blieb aber ein Problem. Nicht jeder kann zeichnen/malen, noch weniger können es gut.

Und jetzt kommt mit KI/LLM ein neues Tool, das hier neue Möglichkeiten eröffnet. Aber wie auch beim Layout nützt auch das beste Tool nichts, wenn man damit nicht umgehen kann.
Klar, KI-Slop en masse kann jeder. Einen durchgängigen Stil zu entwickeln, das Thema wirklich illustrierende Bilder erzeugen - das ist die "Kunst". Und das schaffen selbst im professionellen Bereich nicht so viele, auch mit menschlichen Illustratoren.

Ich betone hier das Wort "Illustration", denn wir reden hier nich von Gemälden für eine Gallerie. Wir reden hier von Bildern, die Texte aufwerten und visuell greifbar machen sollen.

--- Ende Zitat ---

Da habe ich mich dann wohl unglücklich ausgedrückt. genau auf diesen Unterschied wollte ich hinaus - Ok abzüglich dem neuen Hinweis auf die Rolle  "Artdirektor", der dann aus Einzelbildern (oder deren gezielte Bestellung) tatsächlich einen Eindruck aus einem Guss erzeugt. Aber da sehe ich - wie du ja auch erwähnst -auch bei vielen "natürlichen" Werken mir zweifelhaft erscheinendes. Da hat der Kleinautor denke ich im Schnitt auch nicht so viel - und dann auch allgemein auffälligen - Rückstand auf die Untergrenze des bisher akzeptablen.


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