Pen & Paper - Rollenspiel > Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau
Zukunft der Rollenspielentwicklung unter KI
Ainor:
--- Zitat von: sma am 14.07.2026 | 16:56 ---Eliza ist kein LLM sondern ein Pattern-Matcher mit Substitution
--- Ende Zitat ---
Strenggenommen ist Chatbot der Antworten mit dem Pattern-Matcher generiert während ChatGPT&Co Chatbots sind die Antworten mit einem LLM generieren. Aber ja, technisch haben beide systeme fast nichts gemein.
--- Zitat von: sma am 14.07.2026 | 16:56 ---Was wir jetzt als KI oder LLMs kennen, ist das Ergebnis des Generative Pre-trained Transformer-Algorithmus, 2018 bei OpenAI erfunden (dafür haben die sich gegründet), auf der Basis der 2017 von Google veröffentlichten Forschungsarbeit "Attention Is All You Need".
So unwahrscheinlich alt ist das noch nicht.
Die Idee der neuronalen Netze geht auf eine Arbeit von 1943 zurück und 1956 trafen sich einige Wissenschaftler (u.a. McCarthy und Minsky) in Dartmouth (wo 8 Jahre später BASIC erfunden wurde) zur weltweit ersten Konferenz zum Thema AI, aber vor 2017 hat niemand kommen sehen, dass neuronale Netze ein emergentes Verhalten haben, wenn man sie über alle Maßen skaliert.
--- Ende Zitat ---
Was genau worauf beruht ist immer ein wenig diskutabel. Und viele haben vor 2017 kommen sehen dass riesige neuronale Netze sehr viel können (im Prinzip seit 1990 bewiesen). Nur damit dass man tatsächlich in Kürze dahin kommt haben viele nicht gerechnet, denn das beruht im wesentlichen auf gigantischen privaten Investitionen.
Was den Einfluss auf Rollenspiele angeht: es gibt ja jetzt schon viel mehr Material als man je auch nur anschauen könnte.
Wenn es jetzt 10 mal soviel gibt ändert sich quasi nichts. Ohne Hinweise von Aussen wird fast nichts gefunden.
Wichtiger wäre erstmal die Frage ob man im Rollenspiel vom buchbasierten Material wegkommt und zu computerbasiertem als primäre Quelle übergeht. Das ermöglicht z.B. viel detailierte Settingbeschreibungen, interaktive Karten, dynamische Welten, etc.
sma:
--- Zitat von: Ainor am 14.07.2026 | 18:28 ---Wichtiger wäre erstmal die Frage ob man im Rollenspiel vom buchbasierten Material wegkommt und zu computerbasiertem als primäre Quelle übergeht. Das ermöglicht z.B. viel detailierte Settingbeschreibungen, interaktive Karten, dynamische Welten, etc.
--- Ende Zitat ---
Das ist IMHO schon keine Frage mehr, sondern klar erklärte Strategie von WotC. Digital (via D&D Beyond) first und Bücher später für Sammler. Bereits aktuell verdienen sie deutlich mehr mit D&D Beyond (die Summe aus direkten Subscriptions, eigenen digitalen Verkäufen und Umsatzbeteiligung beim digitalen Marktplatz) als mit Druckerzeugnissen.
Raven Nash:
--- Zitat von: Ainor am 14.07.2026 | 18:28 ---Wichtiger wäre erstmal die Frage ob man im Rollenspiel vom buchbasierten Material wegkommt und zu computerbasiertem als primäre Quelle übergeht. Das ermöglicht z.B. viel detailierte Settingbeschreibungen, interaktive Karten, dynamische Welten, etc.
--- Ende Zitat ---
Ich sehe da zwei Entwicklungen voraus: die eine Gruppe an Kunden wird sich darauf stürzen - das wird zuerst wohl die WotC-Fanbubble sein. Die andere Gruppe wird sich genau davon abwenden, und vermehrt zu analogen Produkten greifen.
Es gibt immer eine Entwicklung und eine Gegenreaktion.
Die Frage hier ist, ob durch den AI-Einfluss die "digitale Bubble" nicht recht schnell platzt. Denn gerade hier wird der AI-Slop massiv einschlagen.
Maarzan:
--- Zitat von: Raven Nash am 15.07.2026 | 06:38 ---...
Die Frage hier ist, ob durch den AI-Einfluss die "digitale Bubble" nicht recht schnell platzt. Denn gerade hier wird der AI-Slop massiv einschlagen.
--- Ende Zitat ---
Das käme in der Richtung dann doch stark darauf an, wie sehr WotC reglementiert, was unter ihrem Label dann in ihr System integriert wird, oder?
Der verbleibende potentielle Nutzen eines Verlags scheint mir fast das durchgehende einheitliche Editoring und Qualitätskontrolle zu sein. Aber dazu muss es dieses einheitliche Editoring und diese Qualitätskontrolle auch erst einmal geben und zu den Erwartungen der insbesondere nicht bereits "systemgebundenen" Kunden passen.
unicum:
Weil es in dem anderen Faden gerade hochgekommen ist,....
--- Zitat von: sma am 15.07.2026 | 01:03 ---Im begleitenden YT-Livestream vorhin mussten sie sich übrigens schon gegen Anschuldigungen AI zu benutzen verteidigen, weil auf Backerkit doch nur "No AI Art!" steht und diese Einschränkung auf Art doch bestimmt bedeutet, dass der Text sehr wohl AI-unterstützt erzeugt wurde, denn man hätte ja Gedankenstriche entdeckt. Ob Glickers Verteidigung, Gedankenstriche schon benutzt zu haben als es noch gar keine LLMs gab, funktioniert bleibt abzuwarten — auch wenn ich sie gut nachvollziehen kann, weil es mir ähnlich geht. Diesen Vorwürfen ausgesetzt zu sein ist wohl die neue Realität.
--- Ende Zitat ---
By the way - ich benutze auch gedankenstriche, auch sicher an stellen wo sie nicht hingehören. Bin ich deswegen eine KI? Muss ich erst wieder mit rechtschreibfehlern anfangen damit man erkennt das ich keine KI bin?
Da sind wir ganz schnell wieder beim Vertrauen von "Labeln", auch wenn es hier wohl nur ein Satz war "Keine KI Kunst",... Ist das schreiben von Texten keine Kunst? Was ist denn die sogenannte Weltliteratur, die Ilias?
Zugestanden das Produkt hat ja noch das "Kettenbikinidings" als potentielles Problemchen, ich bin aus dem Erklärvideo schon recht schnell ausgestiegen da das produkt einfach nichts für mich ist.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln