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Kampfrunden - wie lang?

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WeepingElf:

--- Zitat von: Galatea am 18.04.2026 | 10:30 ---Boah nee, bitte kein Ticksystem.
Der Buchhaltungsaufwand selbst für relativ einfache Ticksysteme (oder Pseudoticksysteme innerhalb von Kampfrunden) ist einfach nur furchtbar und killt jeglichen Flow.

--- Ende Zitat ---

Und aus genau diesem Grund ist das Ticksystem für OURS aus dem Rennen. Das ist Hartwurst, und Hartwurst mag ich nicht ;) So ein System macht meines Erachtens Sinn in einem Tabletop, wo es darum geht, Gefechte möglichst detailgetreu zu simulieren, in einem Rollenspiel ist das hingegen Overkill.

Raven Nash:

--- Zitat von: nobody@home am 18.04.2026 | 12:01 ---Hollywood und sonstige Fiktion natürlich.
--- Ende Zitat ---
Lustigerweise bin ich unlängst mal darüber gestolpert, wie viele Fantasyautoren (und wohl auch Gamedesigner) so in den 70ern und 80ern bei der SCA waren. Das erklärt eine Menge über die Vorstellungen von Kämpfen, die sie dann in ihren Büchern kolportiert haben.
Rattanstäbe mit Schwertgefäß und Rüstungen aus Teppichresten erklären so einiges an RPG-Kampfmythen.  ;)

WeepingElf:

--- Zitat von: nobody@home am 18.04.2026 | 12:01 ---Oder glaubst du ernsthaft, jeder Rollenspieler oder auch nur -spieldesigner hätte handfeste echte Kampferfahrung und gleichzeitig noch die Geistesgegenwart, mitten in der Action, wo das Adrenalin nur so sprüht und womöglich links und rechts von einem das Blut spritzt und sich der eine oder andere Körperteil verabschiedet, schön fein säuberlich Meter und Sekunden zu zählen? >;D

--- Ende Zitat ---

Die allerwenigsten haben natürlich solche Erfahrung! Und was im Rollenspiel zählt, ist meiner Meinung nach, was sich für die Mitspielenden stimmig anfühlt, und was sich stimmig anfühlt, haben die Mitspielenden eben aus filmischen Darstellungen von Kämpfen, nicht aus eigener Kampferfahrung ;)

Galatea:
Vermutlich hat der durchschnittliche Spieler mehr Erfahrung im Kampf (und sei es nur Larp) als in der Kunst der Zuckerbäckerei...

YY:

--- Zitat von: Feuersänger am 17.04.2026 | 20:34 ---Man muss dazu halt verinnerlichen, dass - jedenfalls bei Splittermond - das Ticksystem nicht nur die Initiative, sondern auch eine räumliche Darstellung (Battlemap) ersetzt. Ich persönlich habe damit so meine Probleme; jdf in Fantasy bevorzuge ich es deutlich, wenn ich weiß wo alle sind, wo ich hinmuss, wer im Bereich des Feuerballs steht und so weiter.

--- Ende Zitat ---

Das mag für die meisten Runden gelten, zwingend oder auch nur so gedacht ist das aber nicht.
Der zumindest uhrwerkmäßig verflossene Quendan etwa hat als SL virtuos sowohl Tickleiste als auch Battlemap zum Einsatz gebracht. Damit das rund läuft, muss aber neben dem SL zumindest ein Teil der Spieler auf Zack sein und die Verwaltung am Tisch mit stemmen - sicher nicht für jede Runde geeignet.



--- Zitat von: WeepingElf am 17.04.2026 | 21:15 ---Das hört sich jetzt sehr mächtig, flexibel und plausibel an

--- Ende Zitat ---

Plausibel ist es schon in dem Moment nicht mehr, wo man feststellt, dass etwa ein Splittermond keine Geschwindigkeiten beackert, sondern Wartezeiten - siehe Feuersängers Beitrag: da ist die nominell langsamere Waffe in der erstmaligen Anwendung genau so schnell, nur kommt sie danach nicht so schnell wieder zum Einsatz.
Da kann man nun den nächsten Schritt gehen und sowohl Handlungsbeginn als auch Wirkungseintritt nachhalten oder man stellt darauf um, die konkret stattfindenden Handlungen mit der Initiative zu verknüpfen (am Bekanntesten wohl mit verschiedenen Phasen innerhalb einer Runde). Das liefert mit deutlich weniger Aufwand unterm Strich die gleichen Vorteile wie ein Tick-System.



--- Zitat von: WeepingElf am 18.04.2026 | 13:15 ---Und was im Rollenspiel zählt, ist meiner Meinung nach, was sich für die Mitspielenden stimmig anfühlt, und was sich stimmig anfühlt, haben die Mitspielenden eben aus filmischen Darstellungen von Kämpfen, nicht aus eigener Kampferfahrung ;)

--- Ende Zitat ---

Reicht es, wenn ich TV Tropes schreibe? ;)

Falls nicht:
Erstens und ganz grundsätzlich gibt es so grundverschiedene filmische Darstellungen, dass zumindest ein allgemeiner Verweis darauf ins Leere geht.

Und zweitens hat gerade der Mainstream an filmischer Darstellung seine deutlichen Macken und Eigenheiten, die schon einem passiven Rezipienten negativ auffallen - und das wird um so deutlicher, wenn diese oft nicht sonderlich kohärente Darstellung dann die Grundlage für ein Spiel liefert, in dem man aktiv und zielgerichtet agieren soll. Das knirscht an allen Ecken und Enden, wenn man nicht gerade NHKS oder Feng Shui spielt.

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