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Was hättest DU bei Star Fleet Academy anders gemacht?

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Prisma:
So würde ich Star Fleet Academy mit ein paar Änderungen in den Prämissen retten:


- Kein politisches Messaging. Kein Verachten der Star Trek Legacy. Das Setting respektieren und es nicht lächerlich machen. Sich der Verantwortung bewusst werden, dass man es hier mit einem der größten und beliebtesten Sci Fi Serien der Welt zu tun hat.

- Kein Brand-Bullshit. Ist nie passiert. Wird im Zweifel ignoriert.
Und Romulus: Die Sonne von Romulus mag zu einer Nova geworden sein, aber das romulanische Imperium ist bei weitem nicht untergegangen. Die sind auf einen anderen Planeten in ihrem Reich umgezogen. Dennoch hat es ein gewisses Trauma gegeben. Möglicherweise sind einige Romulaner dadurch noch stolzer geworden, andere wollen sich mehr öffnen. Generell mag der Alpha und Beta Quadrant durch diverse Krisen quirliger und unruhiger sein. Aber es gab keine galaxisweite Bullshitkatastrophe.

- Gefahrenlevel: In Starfleet Academy gibt es keine galaxiebedrohenden Gefahren zu meistern. Das ist nicht TNG. Muss es auch nicht. Es gibt genug Stoff für spannende Konflikte.

- Es werden wenig Schimpfwörter benutzt, wenn dann "spacige" und um Himmelswillen keine Stinkefinger.

- Irgendwie mag ich die Offiziersuniformen nicht, bei den Kadetten geht es. Auf jeden Fall gibt es als Abzeichen wieder ein ordentliches Delta und kein verkapptes Comstar Symbol.

- Akademieraumschiffe ja, aber besser nicht 'das Raumschiff ist gleichzeitig das Gebäude'. Außer Eye Candy gibt es dafür keinen Grund. Besser separate Raumschiffe und Spacedocks.

- Caleb und Pippi: Captain Pippi ist zwar Shitiidin, aber genau das nutzen wir aus. Ich mache aus Captain Pippi Langstrumpf CAPTAIN AKE! Ihre große Erfahrung muss sich auch widerspiegeln, aber nicht um jeden Blödelunsinn zu rechtfertigen. Sie sollte eher wie Commander Adama aus BSG führen und lehren wie Patrik Stewards Prof. X aus X-Men. Keine Räkel- und Barfußorgien und gelesen wird auf ihrem Quartier, welches gerne mit Büchern überseht sein darf. Respekt, Disziplin, echtes Vorbild, ein Captain der kein Clown ist, sondern dem man auch in eine Krisensituation folgen würde! Humor ja, aber eher in eine subtile loriotartige Richtug, welche ihre Erfahrung widerspiegelt. Backstory-Idee: Pippi war schlicht Föderationsrichterin und hat die Mutter von Caleb verurteilt, die eine Kriminelle war, aber es stellt sich als Fehlurteil heraus, weil die Mutter von Crimeboss Nus-Braka-wiehießdernochmal manipuliert wurde – gleichzeitig hat der auch das Gericht (Pippi) übelst verarscht. Die Mutter kam ins Space-Gefängnis, Caleb ins Space-Heim. Als die Wahrheit ans Licht kommt, hebt Pippi das Urteil sofort auf, doch die Mutter ist schon ausgebrochen und unauffindbar, wahrscheinlich verbittert mit Rachephantasien. Caleb wächst im Heim auf und wird zum Misfit. Pippi hat Schuldgefühle und klärt ihn auf als er Volljährig ist und bietet ihm die Aufnahme in der Akademie an. Pippi kann Caleb die Zeit mit der Mutter nicht zurückbringen, ihm aber eine Karriere anbieten. Caleb akzeptiert zögerlich, nach dem er die Wahrheit über Brakas Manipulation erfährt und will auf der Akademie die Fähigkeiten erlernen, um Braka dingfestzumachen! (Sein Interesse geht in dann in Richtung Sicherheitsabteilung). Pippis und Calebs privates Geheimprojekt, welches immer wieder Mal thematisiert wird, wird die Suche nach Braka-oderwiederauchheißt. Der ist aber wiegesagt ein interstellarer Crimeboss. Der hat nicht nur das Köpfchen sondern auch die Mittel und Kontakte. Nicht um einen Bombengürtel um die Föderation zu legen, aber genug auf dem STA-Niveau Ärger zu machen und eine Bedrohung im Hintergrund zu sein.

- Aus der Jem'Hadar Frau machen wir einen regulären Jem'Hadar. Einen ersten Offizier mit einem Fetisch zur Effizienz, vielleicht auch eine Prise Sergeant Zim aus Starship Troopers, aber wohldosiert. Der darf auch bei einem klingonischem Haus aufgewachsen sein, aber bitte nicht so durch den Kakao ziehen.

- Keine Dummheiten im Plot wie "ich habe meinen Combadge verschluckt", sondern glaubwürdige Probleme. Keine lächerlichen Blödeleien und auch bitte keine James Gunnismen by James Gunn. Keine Bullshit-Transporternutzung, sonst fliegt da zu viel aus der Luftschleuse.

- Keine unfitten (übergewichtigen) Offiziere, Punkt. Die Sternenflotte ist im Kern Space-Military. Unfitte Kadetten, ja bitte. Die im Lauf der Zeit durch das Training fitter werden.

- Der Klingonenmedizinkadett darf ruhig friedlich und gefasst sein (schließlich sind nicht alle Klingonen Krieger), darf aber ruhig etwas ruppig sein („Schmerzen sind bei der Heilung normal.“ XD ). Backstory-Idee: Welches Ereignis hat in ihm diesen tiefen Respekt vor dem Leben ausgelöst? Könnte auch etwas traumatisches/PTSDartiges sein, welches immer wieder Mal auftauchen kann.

- Admiralstocher Genesis sollte versnobt und ehrgeizig sein, aber auch begnadet für eine rote Uniform. Sie ist auch ein möglicher Loveinterest für sexy Misfit Caleb. Aber sie ist auch leichtsinnig, weil ihr alles gelingt - vielleicht auch einen Schuss Azula-Persönlichkeit aus Avatar The Last Airbender - bis sie als Teamleaderin irgendwann eine leichtsinnige Kommandoentscheidung trifft, z.B. auf einer Trainingsmission oder bei einem Notfall, und es Leben kostet. Und sie erkennt, das Kommando vor allem Verantwortung für andere bedeutet. Learning the hard way... (Natürlich mit anschließender Tribunalfolge!)

- Sam, das Hologramm sollte außerweltlich sein, aber nicht außerweltlich-lächerlich. Sie sollte eine radikal andere Perspektive und ganz andere Lösungsansätze als ihre organischen Kollegen haben. Sie hat aber auch ihre eigenen skurrilen Probleme. Nein, nicht „ich kann nicht mit Menschen umgehen und bin lächerlich“, sondern sowas wie elektromagnetische-Felder, sie könnte abgeschaltet werden usw. Dusch- und Schalfszenen etc. vergessen wir. Sie ist eine Maschine, sie braucht das nicht. Anders als Data sollte sie nicht versuchen Organische in ihren Schwächen zu imitieren, sondern fremdartig bleiben, obwohl auch da kleine Fortschritte vorkommen. Da lässt sich super viel an Szenen rausholen, auch lustige. Vielleicht auch: "Das Zusammenwirken mit euch, verändert mein Programm nachhaltig. Das bereitet mir Sorgen."

- Zu dem Typ der Glitzer kotzt, fällt mir im Moment nichts brauchbares ein. In-Teamrivale für Caleb, ok. Vielleicht will er Genesis beeindrucken, weil er insgeheim einen Crush auf sie hat und will sich so an sie ranmachen? Damit hätten wir auch ein mögliches Love-Triangle-Dilemma.

- Rebecca Quins/Becky Lynchs Charakter Lt. Ya sollte als Martial Arts Instructor auftreten ( :D ). Als Wrestlerin kann sie das bestimmt gut verkaufen. (Einfach die Möglichkeiten des Casts nutzen)

- Wir vergessen das Warcollege. Das gibt es gar nicht. Aber dafür haben wir Red Squad. Die Verbindung von Elite-Kadetten kann immer wieder als Fieslinge auftreten, weil sie „einfach besser sind“. Und verdammt sind die gut! Unsere Kadetten müssen immer wieder zusammenhalten, um gerade so auf dem Zahnfleisch gegen Red Squad zu bestehen. Vielleicht will Red Squad auch die vielversprechende Genesis rekrutieren? Loyalitätsdrama galore! 


Würdest du diese Serie sehen wollen?


Und jetzt DU: Wie rettest du STA?

AndreJarosch:
Ich hätte ich die Serie zur Zeit von TNG, DS9, Voyager, oder kurz darauf spielen lassen (irgendwann zwischen Voyager und Picard), mit keinerlei Verbindung zu Discovery, oder Gastauftritten von Charakteren dieser Serie.
Bekannte Völker, bekannte Schiffstypen, bekannte Uniformen, aber neue Geschichten.

Xemides:
Vorweg: Ich bin jemand dem vieles was andere ablehnen durchaus gefällt und bei behalten würde. Dementsprchend fasse ich mal meine Meinung zusammen:

Die Stimmung soll ja AUfbruch und offnung sein, ein neuer Anfang. Das passt wunderbar zu der Zeit in der das spielt. Zu jedem anderen Zeitpunkt hätte man das nicht so machen können.

Ich denke die Serie hat Entwicklungspotential gehabt. Man hätte im Laufe der Schuljahre und Staffeln zeigen können, wie aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die noch sehr in ihrem Alter verhaftet sind und Individualisten sind, Offiziere und Teamplayer werden.

Trotzdem gab es ein paar kleinere Punkte die ich anders gemacht hätte.

- Ich hätte nicht aus dem Klingonen der eh schon aus der Art fällt (obwohl das Schwachsinn ist, auch eine Kriegerkultur braucht Mediziner) nicht noch einen Homosexuellen und Rockträger gemacht.
- Wenn ich das aber doch so mache, so hätte man es in den ersten Folgen mal durchklingen lassen können bevor er plötzlich in Folge X nen Rock trägt und schwul ist. Das heißt nicht ein Drama draus machen, aber ein Satz oder Nebensatz hätte gereicht.
- Ich hätte gerne mehr Normalos in der Hauptrolle gehabt, nicht den Klingonen, den Prinzen, die Admiralstochter, die Botschaftertochter, die SAM und den Outcast sondern Kinder von Kaufleuten und Handwerkern.
- Mit der galaxisweiten Bedrohung bin ich bei Prisma, die wird es ja aber in der bereits fertigen zweiten Staffel nicht geben
- Weniger Schimpfworte und Stinkefinger, ja das war überflüssig und passt nicht 2000 Jahre in die Zukunft. Zumindest hätte man da kreativer sein können (Firefly lässt grüßen).
- Die Idee des Akademieraumschiffes fand ich cool.
- Bitte auch die normale Crew mehr zeigen, die war leider nach Folge 1 versteckt
- Cpt. Ake mopchte ich so wie sie ist und Holly Hunter hat sie großartig gespielt.
- Star Trek war schon immer politisch und ich fand nicht das da etwas lächerlich gemacht wurde.
- Du (Prisma) willst also keine "unfitten" Offiziere oder gar anders beeinträchtigte Kadetten in der Akademie und schließt damit auch die Schauspieler aus.

Eismann:
Ich finde die Grundidee einer Serie, die auf der Akademie spielt, echt interessant.
Da ich Discovery nicht gesehen habe und das auch nicht ändern möchte, würde ich die Serie kurz nach DS9 starten lassen.
Spannend ist natürlich das Zusammenkommen unterschiedlichster Spezies und Kulturen zur Ausbildung für Starfleet. Wenn man sieht, wie gut (meistens) völlig verschiedene Spezies auf Starfleetschiffen auskommen und zusammenarbeiten, dürfe alleine schon darauf eine Menge Zeit und Energie verwendet werden. Also dürfen die kulturellen, psychologischen und physischen Unterschiede und auch alle die Streitigkeiten zwischen den Spezies ein großes Thema sein. Star Trek lebt von diesen Konflikten und wie man mit ihnen umgeht.
Man könnte die Serie aus zwei Kernperspektiven erzählen: Auf der einen Seite der Lehrkörper, der sicher seine ganz eigenen Probleme und Herausforderungen hat, von Anforderungen seitens Starfleet, Ärger mit fordernden, gerne hochrangigen Eltern über all das soziale Mit- und Gegeneinander bis zu den einzelnen Charakteren, den Idealisten, Karrieristen, Managertypen und "den Alten", die irgendwann aufgegeben haben. Und auf der anderen Seite die Studenten, mit all dem, was dazu gehört, ohne gleich zu einer "US-College in Space"-Serie zu verkommen. Auf die Academy werden "die Besten der Besten" geschickt, nicht grenzdebile Kommunikatorenfresser. Aber wer oder was das Beste ist, ist natürlich kulturell sehr unterschiedlich. Und ja, da könnte ich mir friedliche Klingonen auch gut vorstellen, da man zuhause vermutlich ganz froh ist, dass man den "seltsamen" Sohnemann weggelobt bekommt, ohne dass man das Gesicht dabei verliert.
Gerade der Perpektivwechsel könnte ganz spannend sein, um zu sehen, wie die Studenten die Lehrkräfte wahrnehmen und wie die wiederum das ganze sehen. Dazu Liebschaften, Rangstreitigkeiten, völlig übersteigerter Ehrgeiz und aneinander rasselnde Egos bei den Studenten, klüngelnde Geheimbünde, ein bisschen Spionage, außer Kontrolle geratende Trainingsmissionen und Exkursionen oder Austauschprogramme mit anderen Spezies. Ich mochte Riker als Austauschoffizier auf dem klingonischen Kreuzer. Da geht schon was. Und Wesley Crusher sollte unbedingt Counsellor sein.

Prisma:

--- Zitat von: Xemides am  7.05.2026 | 14:58 --- - Du (Prisma) willst also keine "unfitten" Offiziere oder gar anders beeinträchtigte Kadetten in der Akademie und schließt damit auch die Schauspieler aus.

--- Ende Zitat ---
Jein. Unfitte Offiziere manchen keinen Sinn. Im Zweifel müssen Sternenflottenoffiziere die körperlichen Fähigkeiten haben, um physisch auf Krisen zu reagieren. Sei es fit genug zu sein um lange Strecken zu Fuß zu bewältigen. Zu rennen, zu kämpfen, zu klettern, in unwirtlichen Gegenden zu überleben oder schlicht in einen genormten Raumanzug zu passen und so weiter.
Unfitte Charaktere könnten neben Kadetten anderes Personal sein, wie z.B. Nicht-Sternenflotten Dozenten, oder Offiziere mit legendärer Erfahrung, die aufgrund des Alters nicht mehr fit sind und in der Regel auch nur noch administrative oder schulende Aufgaben übernehmen. Oder auch einfach ein Gärtner. ;) Die Schauspieler müssen also nicht unbedingt eingeschränkt werden.

Anders beeinträchtigte Kadetten sind weniger das Problem. La Forge hat mit seinem Visor auch die Sternenflottenakademie durchlaufen. Und selbst Melora aus "Das Melora Problem" aus DS9 hat die Akademie durchlaufen, auch wenn sie auf Exoskelett und tatsächlichem Rollstuhl angewiesen war, aufgrund der hohen (für die meisten aber normalen) Schwerkraft. Es gibt also durchaus Möglichkeiten das intelligent dazustellen.
STA hat das aber nicht gemacht. So sind z.B. immer wieder Brillen wie aus unserer Zeit zu sehen u.a. Das ist Quatsch, denn dafür ist die Behandlung leicht und verfügbar im Star Trek Universum. Ich weiß, dass Kirk in den Filmen auch eine hatte, aber das war ein Gimmick, um das Altern darzustellen. Kirk hätte sich jederzeit behandeln lassen können.
Was aber auch denkbar wäre, das jemand die Akademie nur in bestimmten Bereichen durchläuft und dann auf bestimmte Bereiche festgelegt ist, wie z.B. die Person sitzt nur in der Administration auf einem Planeten oder in einer Forschungseinrichtung. Einsatzoffizier kann diese Person aber nicht werden.   
Natürlich kann eine Person auch irgend einen krassen Vorteil haben, welche die Risiken aufwiegt. Dann ist sowieso vieles möglich.

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