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Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...

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Jeordam:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Also zun einen sond die Schiffe der Rebellen nicht besser als die des Imperiums. In den Filmen werden sie als äquivalent dargestellt, jedenfalls wenn man sich die Kampfstatistiken ansieht.
In der EU-Lore ebenfalls, TIE-Fighter sind den Y-Wings deutlich überlegen, während TIE-Interceptor, X-Wing und A-Wing zueinander sowie TIE-Bomber und B-Wing zueinander äquivalent sind, wobei das Imperium zugunsten besserer Raumkampfeigenschaften (und Budget) auf Hit&Run-Eigenschaften verzichtet, sie haben auch die Großkampfschiffe, das doktrinär nicht brauchen zu wollen.

Ein Problem dabei ist natürlich die Flanderization über die Veröffentlichungsgeschichte: Es gibt so viele Spiele, bei denen man sich durch Massen an TIEs schnetzelt, das man sie gerne unterschätzt - ganz ähnlich den brandgefährlichen Sturmtruppen.

Siehe auch: Lukes Abschuss eines TIEs per Bordgeschütz. Damit ist er schonmal erfolgreicher als die Hälfte aller Karriere-Bordschützen der Rebellion!


Fähige Piloten kann die Rebellion sich nicht schnitzen. Von ein paar imperialen Deserteuren oder grauhaarigen Veteranen aus vorimperialer Zeit abgesehen sind das irgendwelche Jungs und Mädels, die irgendwie bei der Rebellion reingeschneit sind und jetzt nach zivilem Vorwissen auf die Waffengattungen verteilt werden, wo sie hoffentlich genug von den wenigen Ausbildungs- und Offizierskadern lernen können.
Der Film etabliert dabei, das es auf Tatooine möglich und verbreitet ist, Flugakrobatik als Hobby zu haben und regelmäßig Luft-Boden-Angriffe auf Wompratten auszuführen. Auf Coruscant oder anderen dicht besiedelten Welten ist das nicht der Fall, dafür gibt es dort vielleicht bessere Mechanikerschulen und Fabriken.
Ja natürlich ist das darauf geschnitten, Lukes Können logisch zu erklären/ermöglichen. Deswegen sind die Szenen ja im Film.

Luke ist kein absoluter Badass und wird auch nicht so dargestellt. Von dem Machtschuss abgesehen ist er ein ganz stinknormaler Rekrut, der da eingesetzt wird, wo er privat Vorwissen aufgebaut hat. Genauso wie der Junge von der Einödtankstelle im Asteroidengürtel, der zum Daten erstmal zwei Stunden durch selbigen fliegen musste und das auch weidlich zum protzen genutzt hat (Wedge Antilles, der einzige andere überlebende X-Wing-Pilot).

Das Problem bei den Bombern ist ein anderes: Die originalen TIE-Bomber sind Jagdbomber, die hauptsächlich mit Torpedos, Raketen und anderen Lenkwaffen ausgestattet sind, aber optional auch Freifallbomben für planetennahe Missionen tragen können.
Die komischen Dinger aus den Sequels sind strategische Bomber aus dem zweiten Weltkrieg, die konzeptionell bzw. bauartbedingt nur und ausschließlich Freifallbomben tragen können und auf eine Mission geschickt werden, in der Freifallbomben physikalisch komplett sinnlos sind.

Das ist der große Punkt: Die Originale geben entweder eine hinreichende Erklärung oder lassen zumindest Raum für eine sinnvolle Erklärung.
Die Sequels scheißen darauf. Für die Szene ignorieren die Schreiberlinge Grundschulphysik etc. und erwarten die Kinogänger, diese Beleidigung ihrer Intelligenz zu fressen.
Und deswegen gibt es Shitstorms.

nobody@home:

--- Zitat von: Runenstahl am  3.07.2026 | 14:49 ---Glauben die denn die wären im 2. Weltkrieg ?
--- Ende Zitat ---

Natürlich. Genau daher stammt die ganze Raumkampf-Inspiration für Star Wars ja überhaupt erst (Sachen im Jägerformat stehen direkt für die Flugzeuge, die dicken Pötte dagegen für die diversen Schiffe), also handeln sie auch im Universum entsprechend...und daß man sich dort normalerweise im ausdrücklichen Gegensatz zum Vorbild im selben Medium befindet, wird geflissentlich ignoriert.

Galatea:

--- Zitat von: Runenstahl am  3.07.2026 | 14:49 ---Zu Galatea: Verstehe.
Also der Bombenschacht im Tie-Bomber macht Sinn weil man damit entweder Planeten oder große Asteroiden bombardiert (die übrigens nicht stillhalten, bei Star Wars sind Asteroidenfelder ja die Fantasy-Variante bei der die Asteroiden die ganze Zeit wild durcheinander fliegen). Ist ja schließlich auch vom 2. Weltkrieg inspiriert.
--- Ende Zitat ---
Die Asteroiden, die von den TIE-Bomber in ESB bombardiert werden sind gewaltig. Die bombardieren nicht die kleinen Popelbrocken, die wild durch die Gegend taumeln, sondern diejenigen, die so groß sind, dass ihre Oberfläche effektiv flach (und in Relation zum Bomber praktisch stationär) ist.


--- Zitat von: Runenstahl am  3.07.2026 | 14:49 ---In Episode 8 macht der Bombenschacht keinen Sinn weil man damit entweder Planeten oder gewaltige Raumkreuzer bombardiert (die auch nicht stillhalten und genauso zurückschießen wie es die Flugabwehr von Schlachtschiffen im 2. Weltkrieg gemacht hat).
--- Ende Zitat ---
Zum einen haben TIE-Bomber (wie Y-Wings und X-Wings) Torpedos, die sie nutzen, wenn sie Schiffe angreifen - macht halt bei einem 20km-Asteroiden nicht so super viel Sinn (abgesehen davon, möchte man für eine solche Aufgabe auch eine andere Art von Munition, das wäre sonst ein bisschen so, wie wenn man mit AP-Uranmunition auf Häuser ballert - kann man machen, ist halt nicht sehr effektiv).

Zum anderen, willst du mir gerade erzählen, dass die neue Republik einen strategischen Bomber hat, der explizit dafür konstruiert wurde ganze Stadtviertel einzuäschern, aber nicht mal die Raumkampfflexibilität eines uralten Y-Wings hat? Das klingt eher nach einen Schiff, das das Imperium bauen würde.

Abgesehen davon, das Schiff wäre allein schon effektiver gewesen, wenn die einfach die Frontabdeckung des Bombenschachts abgesprengt und ne Vollbremsung eingelegt hätten. Dann bekommt das Ziel eine Streuladung Raumminen ins Gesicht. Solche Konzepte gibt es sogar innerhalb von Star Wars.


--- Zitat von: Runenstahl am  3.07.2026 | 14:49 ---Glauben die denn die wären im 2. Weltkrieg ?
--- Ende Zitat ---
Ach stimmt, Torpedobomber wurden ja erst in den 50er-Jahren entwickelt, wie konnte ich das nur vergessen (Gruß an die Bismarck).

Runenstahl:
Ich hätte bei meinem "Glauben die denn die wären im 2. Weltkrieg ?" wohl ein  :Ironie: Zeichen einfügen sollen. Das war ironisch gemeint eben weil Star Wars sich ja explizit bei den Luftschlachten des 2. Weltkriegs bedient. Und ja, da hat man Schlachtschiffe nicht nur mit Torpedos sondern auch mit Bomben angegriffen. Insofern macht das für Star Wars mMn durchaus Sinn (egal wie unrealistisch das bei realer Physik wäre, denn die hat bei Star Wars nur selten was zu melden). Und die Großschiffe bei Star Wars sind deutlich größere Ziele als die größten Schiffe des 2. Weltkriegs warum sollten Bomben da keinen Sinn machen ?

Chaos:

--- Zitat von: Runenstahl am  4.07.2026 | 12:40 ---Ich hätte bei meinem "Glauben die denn die wären im 2. Weltkrieg ?" wohl ein  :Ironie: Zeichen einfügen sollen. Das war ironisch gemeint eben weil Star Wars sich ja explizit bei den Luftschlachten des 2. Weltkriegs bedient. Und ja, da hat man Schlachtschiffe nicht nur mit Torpedos sondern auch mit Bomben angegriffen. Insofern macht das für Star Wars mMn durchaus Sinn (egal wie unrealistisch das bei realer Physik wäre, denn die hat bei Star Wars nur selten was zu melden). Und die Großschiffe bei Star Wars sind deutlich größere Ziele als die größten Schiffe des 2. Weltkriegs warum sollten Bomben da keinen Sinn machen ?

--- Ende Zitat ---

Zum Thema Star Wars und Zweiter Weltkrieg habe ich nur das hier beizutragen: 633 Squadron Mosquito Death Star Attack

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