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Star Wars hat 85% seines Publikums verloren...

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Ich mache mal den Gegencheck:
Captain America: Civil War (2016): Einnahmen USA ca. 400 Mio
Captain America: Brave New World (2025): Einnahmen USA ca. 200 Mio

Scheint da auch innerhalb von knapp 10 Jahren um die Hälfte runter gegangen zu sein (Wenn ich weltweit schaue, sind wir bei 60% weniger) und da reden wir von einem Franchise, dass jahrelang die Kinos beherrscht hatte.

Der Artikel hat da übrigens einen meiner Meinung nach sehr sehr guten Vergleich gezogen, indem mit Obsession ein Film angeführt wurde, der ein Budget von ich glaube $1 Mio ohne Franciseverbindung hat. Packen wir dann noch gerne die Backrooms (mit immerhin $10 Mio Budget) und da zeichnet sich ehrlich gesagt das Bild, dass die ganzen Megafranchises allesamt (Transformers war glaube ich auch am Ende im Minus. Und da brauch mir keiner zu kommen, dass die Drehbücher der ersten Transformers in irgendeiner Form gut gewesen wären. Jurassice Park fällt mir da auch noch ein. Die Liste kann man gerne verlängern. Gerne auch mit den ganzen vermaledeiten Remakeversuchen) unter ihrem Gewicht zusammen brechen. Zu viele Filme. Zu hohes Budget und damit zu starker Sicherheitsgedanke (blos nicht zu weit vom Franchise abschweifen. Und am besten die Zielgruppe so groß wie irgendmöglich bedienen. Und natürlich versuchen so viele Referenzen zu den alten Filmen wie nur irgendmöglich. Und blos nicht bei den Fans anecken).

Philipp.Baas:
Mein Eindruck: Ihr schätz das falsch ein.

85% in der prä-Disney Zielgruppe. In meinem Umfeld fahren unzählige 6-10 Jährige auf Star Wars ab. Das ist ein so krasser Hype: Lichtschwerter, Masken, Lego, Bücher, Spiele, Plüschtiere ... wird alles wie verrückt konsumiert. Ich investiere sicherlich hunderte von Euros jährlich in den Star Wars Kram für meine Jungs und das sieht bei deren Freunden nicht anders aus. Wäre der Film FSK 6, dann sähe das ganz anders aus.
Themenparks, Merch und Disney+ haben mit der Marke Star Wars so massiv eingeschlagen.
Die Filme sind keine Einnahmequelle, sondern Werbetrailer. Schreiben die die schwarze Null, reicht das.
Es wird seit dem Kauf von 47 Milliarden Dollar Umsatz mit Star Wars gemunkelt. 

Disney legt im Schnitt zwischen 4-6 Milliarden jedes Jahr an Umsatz zu.

Da ist nix im Argen. Das Franchise macht, was es soll. Es druckt Geld und die Verjüngung des Publikums läuft und sie läuft gut!
Disney spielt da auf lange Sicht und sie spielen gut.

Xemides:

--- Zitat von: Prisma am 26.06.2026 | 17:23 ---Ich bin sicher, du weißt auch Bescheid, da es schon tausendplusmal diskutiert wurde. Aber bitte schön: politischer Aktivismus sollte bei seinen Leisten bleiben und nicht zwanghaft in Medien gepumpt werden, die damit nichts zu tun haben, bloß um diese umzudefinieren.

--- Ende Zitat ---

Erzähl doch mal Spielberg das Star Wars nicht schon immer links und woke war und eine politische Botschaft gegen Faschismus gewesen ist.

Das kann man natürlich ignorieren, aber es war schon immer da.

Heute sehen sich MAGAs als von der Rebellion repräsentiert und im Imperium "Das System" oder "Den Deep State" etc.

Wer definiert da was um ?

Bei Star Trek war es übrigens auch schon immer so:


Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination.

Die Föderation ist im Grund ein sozialistisches Paradies, die Ferengi sind im Grunde die fiesen Kapitalisten, etc.



Swanosaurus:

--- Zitat von: tarinyon am 26.06.2026 | 16:46 ---Du hast die Mentalität der Schreiber glaube ich super erfasst! Und genau diesen zynischen selbsthass will niemand sehen im Hollywoodschen Kino.

--- Ende Zitat ---

Wow, es ist also zynischer Selbsthass, wenn man einer fiktiven Figur, mit der man sich identifiziert, Schwächen, Irrtümer und Fehler zugesteht?

Für mich war The Last Jedi - bei allen Mängeln in Sachen Pacing - der "moderne" Star Wars Film, der eigentlich als einziger den Geist der Originaltrilogie eingefangen hat, indem er sie fortgeschrieben hat. Klar, wenn man aus dem Expanded Universe die Vorstellung mitbringt, dass Luke der Ober-Überjedi wird und eine edgy neutral-böse Freundin hat, die aber für ihn gut wird oder so, dann findet man das vielleicht alles Kinderkacke. Aber ich habe mich bei dem TLJ-Luke emotional gut wiedergefunden. Raven Nash hat das schon ganz gut beschrieben, und auch thematisch ist die Fortsetzung der OT für mich gelungen:
Als Luke für einen Moment überlegt, Ben Solo zu töten - ja, krass, ABER genau die Haltung, die ihm Obi-Wan und Yoda zum Thema Vader eingebleut haben: Du musst den Bösen killen, sonst haben wir keine Chance! Das Luke in RotJ über diese Lektion seiner Lehrmeister hinausgewachsen ist ("Ich kämpfe nicht gegen dich!"), war doch der emotionale Kern der ganzen Trilogie. Und hier ist er plötzlich in der Lehrmeisterrolle und erwischt sich dabei, wie er unter dem Deckmantel der Verantwortung plötzlich für einen Moment genauso selbstgerecht wird wie die alten Jedi, die er zurückgewiesen hat. Aber das schöne: Es ist nur ein Moment - er bleibt sich treu, er tötet Ben nicht, und er hätte es auch nie getan.
Und dann der großartige Endkampf, in dem "Ich kämpfe nicht gegen dich" aufgegriffen wird und Luke seine Empathie, die ihn im Kern in der OT ausgemacht und von seinen Lehrern abgehoben hat, einmal mehr zur rettenden Kraft macht. Damit hat die Figur für mich wirklich einen Höhepunkt erreicht, der völlig unabhängig von der Frage ist, ob er jetzt the geilest Lichtschwertkämpfer in town ist oder der Dorftrottel mit zwei linken Füßen. Das ist egal. Er ist Luke, und er tut am Ende das Richtige, aber auf dem Weg liegen Frustration, Irrwege, Aufbegehren ... genau wie in der OT.

TLJ war in meinen Augen wirklich alles andere als ein perfekter Film (der ganze Casino-Blödsinn, Uff ...). Aber das war ein großer menschlicher Moment, und ich fand nichts daran zynisch. Und es war auch keine Dekonstruktion von Luke. Es war die Bestätigung seiner größten Stärke gegen alle Widrigkeiten.

Megavolt:

--- Zitat von: Philipp.Baas am 26.06.2026 | 17:49 ---Da ist nix im Argen. Das Franchise macht, was es soll. Es druckt Geld [...]
Disney spielt da auf lange Sicht und sie spielen gut.

--- Ende Zitat ---

Prisma hat es ja bereits angemerkt: Der Börsenwert von Disney spricht eine andere Sprache.

Weil du die Themenhotels ansprichst: Ich kenne da die genau gegenläufigen Geschichten, vor allem das (relativ spektakuläre) Scheitern derselben.

Was die Kinder angeht: Das kann ich nicht mit irgendwie olympischer Perspektive endgültig beurteilen, bzw. das bleibt vielleicht irgendwo immer anekdotisch, am Ende zahlen aber die Eltern den Merch. Wenn die pissed sind von Star Wars, dann ist das ein negativer Faktor.

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