| Pen & Paper - Spielsysteme > D&D - Dungeons & Dragons |
| Alle D&D-Neuheiten für 2027, die gestern auf der Gen Con vorgestellt wurden |
| << < (16/23) > >> |
| Prisma:
--- Zitat von: D. M_Athair am 4.08.2026 | 02:02 ---Auf Wargamer ist ein ziemlich guter Artikel zu Dark Sun und den Risiken für WotC: "I love that DnD's returing to Dark Sun, but the backlash will be unbearable". Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Artikel Recht behalten wird. Auf die ein oder andere Weise. Einerseits ist Dark Sun nähmlich wohl DAS "woke" D&D-Setting überhaupt sein. Obwohl das einem relevanten Teil des Fandoms bisher entgangen sein dürfte. Es ist politisch wie kaum ein anderer Rollenspielhintergrund - mit Themen wie Ausbeutung, Umweltzerstörung, bösen "Superreichen", Sklaverei und Befreiung daraus, Geschlecht als gesellschaftlich kaum relevante Kategorie, religiösem Missbrauch, ... Gleichzeitig ... sind Individualismus und eine gewise Autarkie, Sword & Sorcery mit Option zum "Heldentum", viktorianische Stereotype, "der Staat" als Feind, "Bewahrer" des Früheren, ... durchaus Dinge, die ein eher konservativeres oder libertäres Publikum begeistern können. So wie DnD 5.5 die Bücher schreibt/produziert, kann ich mir kaum vorstellen, wie das gelingen soll. Klar: Nichts von Obigem genauer auszuführen und einfach Gewalt und nen neuen Art Style drüberzukippen, dürfte für 5E zu wenig sein. --- Ende Zitat --- Danke für das Teilen des Artikels. Das sage ich schon seit Jahren und habe es bestimmt mehrmals bei Gelegenheit hier im Forum geschrieben. Noch zwei Dinge: Die Halblinge würde ich nicht unbedingt als viktorianische Stereotype ansehen. Auch wenn sie in der aktuellen Epoche des Settings so leben, sind die Halblinge keine „Wilden“. In Dark Sun geht nämlich auch stark um den Zerfall von Hochkultur und Zivilisation. Gerade bei den Athas-Halblingen ist das ein Riesenthema. Da muss man sich die Historie von Dark Sun ansehen. Ich würde auch nicht sagen, dass Dark Sun ein Setting ist, das „Konservative begeistert“. Ich denke eher, dass Dark Sun brutalst ehrlich mit seinem Szenario umgeht. Ein Setting in dem „ultra-libertäre Superreiche“ alles gewonnen haben und regelrecht alles für Macht verbraucht haben und nun dabei sind das letzte Tröpfchen auszupressen, um wahrlich unsterblich zu werden. Und das zeigt Dark Sun ungeschminkt. |
| Leonidas:
Ich bin wirklich sehr gespannt, wie sie in den kommenden Büchern mit alledem umgehen werden. Der Wargamer trifft es ja auch da sehr gut: „And with so much potential for brilliance and for failure, whatever happens - good or bad - will at least be interesting.“ |
| General Kong:
Dark Sun ist fas Mad Max-Setting unter den D&D-Welten, so feindlich und brutal, dass es eine Superverbesserung für Dunkelsonnler wäre, nach Ravenloft entführt zu werden: "Wasser! Nahrung! Kühle Temperaturen! Was? Ein Lich/ Vampir/Werworf/ Verrückter Wissenschaftler beherrscht das Reich und hindert mich es wieder in die Heimatebene zu verlassen und nachts stellen mir Kreaturen nach, wenn ich das Haus verlassen? Nur nachts?! HIMMLISCH! Hier will ich mie wieder weg!" Mad Max ohne Autos in Jetzt-nicht-mehr-lustig! |
| tarinyon:
Ich denke auch, dass es ein Fehler wäre, Dark Sun auf die eine oder andere politische Interpretation zu beschränken. Es ist halt eine total nihilistische Vision der Postapokalypse und daher total zutreffend auf das, was wir aktuell erleben. Dem Klimawandel ist es ja auch egal, ob Leute daran glauben oder nicht. Es wird halt nur noch schlimmer, wenn viele nix dagegen tun. Und diese Machtlosigkeit, die man im echten Leben verspürt, die kann man, finde ich, ganz gut in ein Setting projizieren, wo man eben dann ums Überleben kämpft und die Konsequenzen der Handlungen anderer ausbadet. Zugleich kann es doch aber auch sehr viel Spaß machen, in so einem Setting zu einer machtvollen Position aufzusteigen und sich über die Grenzen, die da einem auferlegt werden, hinwegzusetzen. Das ist doch eigentlich der ganze Spaß vom Rollenspiel. Dinge zu tun, die man in echt nicht tun kann, in einer Welt, die es in echt (noch) nicht gibt. Man kann da viel in D&D reinprojizieren, aber es geht doch im Kern darum, über den Dingen zu stehen am Ende aller Mühen (egal ob im Dungeon oder in der Wüste). |
| tartex:
--- Zitat von: tarinyon am 4.08.2026 | 10:17 ---Ich denke auch, dass es ein Fehler wäre, Dark Sun auf die eine oder andere politische Interpretation zu beschränken. Es ist halt eine total nihilistische Vision der Postapokalypse --- Ende Zitat --- Also das Thema Sklavenaufstand und Revolution habe habe ich schon immer als sehr zentral betrachtet. Da gibt es viel klare systemische Ungerichtigkeiten und tatsächlich eine Chance dagegen anzugehen. ;D Die Sorcerer-Kings sind ja beinahe ein Gegenbeispiel für die üblichen Teflon-NSCs. |
| Navigation |
| Themen-Index |
| Nächste Seite |
| Vorherige Sete |