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Chroniken der Engel - Erfahrungen mit dem Arkana System
Gast:
Hi Ihrs,
ich persönlich spiele nun rund seit einem Jahr in einer Engelrunde mit und muss sagen, dass der Weg unserer Erzählers in meinen Augen recht gut war.
Wir verwenden eine Mischung aus dem D20- und dem Arkanasystem. Am Anfang unserer Runde waren bis auf den Erzähler die meisten nur Würfelrollenspiele gewohnt und dadurch auch noch stark an die Werte gebunden, daher haben wir bei Kämpfen verstärkt D20 genutzt und ansonsten haben wir auf die Karten zurückgegriffen. Aber selbst das D20-System haben wir stark reduziert, da einiges in unseren Augen unsinnig ist: Ein Gabrielit wird zum Fliegen und Kämpfen ausgebildet => Er sollte in der Lage sein irgendwo vorbeizufliegen und mit seinem Flammenschwert draufzuhauen. Der Raphaelit lernt das während seiner Ausbildung wohl kaum => Feats können gestrichen werden.
Nachdem sich die Gruppe aber nun auch relativ gut kennt und versteht, nimmt bei uns der D20-Anteil immer mehr ab während "vernünftige" der Erzählanteil stetig steigt.
Wie ich schon sagte, finde ich diesen Weg vor allem für Gruppen mit überwiegender Würfelrpg-Erfahrung angemessen, da man sich so recht gut an das "Erzählen" gewöhnen kann.
Welches System nun für wen das richtige ist muss aber wie immer jeder für sich selbst entscheiden.
Nick-Nack:
Hi Arkam,
an eurer Stelle würde ich einfach mal den Sprung ins kalte Wasser wagen. Wenn ihr nach dem ersten Spielabend merkt, dass es so nicht klappt, könnt ihr ja immernoch ein paar Zahlen einführen. Aber zumindest probieren würde ich es.
Beim Vergleich der Macht verschiedener Gruppen hat man es bei Engel eigentlich sogar ziemlich einfach: Traumsaatkreaturen gibt es in allen Machtstufen - also sind sie sowieso so mächtig, wieder Spielleiter es will. Bei Ketzern gilt gleiches, da ihre Macht abhängig ist von der Technologie, mit der sie ausgerüstet sind.
Am Anfang wird es dann vielleicht ein paar Szenen geben, in denen sich die Engel nur knapp aus einer unterschätzen Gefahr retten können - aber das ist durchaus auch IT plausibel, bedenkt man, dass sie sich erst an die neue Welt gewöhnen müssen.
Insgesamt ist bei Engel wichtig, dass sich der Spielleiter überlegt, was er überhaupt will. Immer, wenn sich meine Engel (nein, ich bin nicht Charlie ;) ) auf einen Kampf einlassen, überlege ich mir, welche der 5 Ausgänge (klarer Sieg, knapper Sieg, langes Ringen, erfolgreiche Flucht, Niederlage) mir überhaupt nicht in den Kram passen - und welcher der restlichen dann tatsächlich eintritt, entscheidet sich aus den Beschreibungen der Engel.
Manchmal machen die sich dann nämlich auch untereinander das Leben zur Hölle, zum Beispiel wenn mal wieder der Urielit aus der Befehlskette tanzt, oder der Michaelit es schafft, zwei widersprüchliche Befehle in einen Satz zu packen *ggg*
Mein Ratschlag: Ausprobieren!
Arkam:
Hallo Nick-Nack,
da könnte in unserer Runde nur das Problem auftauchen das die Leute lieber ein System mit einem leichter faßbaren System vorziehen würden. Inzwischen hat sich auch einer meiner Spieler Gedanken gemacht das sind ja gute Aussichten dafür das wir eine Lösung finden.
Gruß Jochen
Rauthorim:
--- Zitat von: Arkam am 20.09.2004 | 11:06 ---Hallo Rauthoim,
genau so harmlos hat es bei mir auch angefangen.
Nach welchem System wollt ihr spielen? Wenn ihr nach dem Arkana System spielt währe ich an einem Erfahrfungsbericht interessiert.
Gruß Jochen
--- Ende Zitat ---
So... am Wochenende habe ich meine erste Engelrunde mit zwei Spielern geleitet. Wir verwendeten das Arkanasystem und es funktionierte wirklich verdammt gut.
Ich begann einige Tage vor der Engelsweihe. Die Chars (Michaelit und Gabrielit) befanden sich noch in ihren jeweiligen Himmeln. Ich habe in einem Rückblick einige Stationen ihrer Ausbildung und des Erwachens in den Hallen der Täufer umrissen und danach die Reise nach Roma Aeterna ausgespielt. Dabei kurzer Kontakt mit einfacher Landbevölkerung und ein bisschen Kettenrasseln durch die Traumsaat. ;) Nach der Engelsweihe in Roma Aeterna bekamen die beiden Engel, trotz inkompletter Schar, ihren ersten Auftrag und sollten eine Engelsschar auf Sizilien finden und zu ihr stoßen. Nun, sie wählten die direkte Luftlinie übers Meer recht nahe am Brandland von Korsika vorbei. ;D Dabei stießen sie auf ein Schiff, die Seeleute ruderten kräftig, aber als die Engel näher kamen verlangsamte das Schiff seine fahrt etwas... Das wollten sich unsere beiden Engel etwas genauer anschauen, kreisten etwas um das Schiff und landeten schließlich. Sie baten den Kapitän, dass er ihnen doch seine Ladung zeige und diese auch öffne. Ich zog darauf ein Arkanum.... "Enthüllung". Das passte wie die Faust aufs Auge und eine genauere Inspektion der Ladung förderte ettliche Technikartefakte und einen Motor im Heck des Schiffes zutage. Der Kapität sichtlich nervös versuchte sich rauszureden, allerdings führte dies zu seinem Tode... Die Mannschaft, oben, nicht untätig verbarrikadierte darauf hin die Luke zum Laderaum. Ich ließ den Gabrieliten ein Arkunum ziehen, da er durch die Planken brechen wollte. Ich weiß es nicht mehr genau, aber entweder zog er den Engel oder Stärke... er brach durch die Planken. Die Mannschaft, in Panik versetzt, versuchte hektisch ihre vorsintflutlichen Waffen zu laden. Nach dem Tod einiger zog ich für sie die Karte "Zuflucht" und interpretierte es so, dass ihr Kampfeswille gebrochen sei und sie ins Meer sprangen um dem Zorn der Engel zu entgehen. Der Gabrielit zog eine Karte für den weiteren Verlauf der Szene. es war irgendwas in Richtung "Unachtsamkeit". Der Spieler interpretierte es so, dass er nicht merkte wie hinter seinem Rücken einer der Mannschaft, der noch nicht ins Meer gesprungen war eine sschwere Armbrust geladen hätte und bereit war sie ihm in den Rücken zu schießen. Ich ließ den Michaeliten ein Arkanum ziehen um zu schauen, ob er rechtzeitig die Bedrohung für seinen Bruder bemerken würde. Er zog den Engel. Somit rettete er die Situation... Sie töteten alle Ketzer, steckten das Schiff in Brand und machten sich weiter auf den Weg nach Sizilien...
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Einsatz der Karten vollkommen unproblematisch war. Anfangs mussten sie noch etwas überlegen, aber es ging immer flüssiger mit dem Interpretieren. Wenn ihr Engel spielen wollt probiert es zu erst mit dem Arkanasystem!!! :d
Donnerfaust:
Jupp nutzt das Arkanasystem. Ich habe zwar erst 2mal Engel gespielt, finde das System aber spitze. Da wird man als Spieler endlich auch mal gefordert etwas richtig zu beschreiben anstatt plump zu sagen - treffe AC 4. Besonders angetan haben es mir die Vor bzw. Nachteile, dich ich mir frei aussuchen durfte. Aber ich habe mir keineswegs jetzt die mega-Kampf-Vorteile rausgesucht. Und das obwohl ich als Michaelit im Kampfe bei den Gabrieliten geschult wurde. Im Gegenteil nur ein anderer Engel bei uns (sind eine komplette Schar) hat auch nicht ausweichen. Wer nimmt schon Vorteile wie: leuchtend blaue Augen, beeindruckendes Federkleid, lieblich klingende Stimme und commen (gebrochen).
Im großen und ganzen eine Riesengaudi.
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