Pen & Paper - Spielsysteme > Weitere Pen & Paper Systeme

[Arcane Codex] Was zeichnet den Hintergrund von AC aus ?

<< < (10/25) > >>

Minne:
Obwohl du dich vorher an christian gewendet hast, denke ich, ist das auf meine äußerung bezogen ;)


--- Zitat ---Was aber nun genau die IDEE HINTER KREIJOR ist kann ich Dir nicht genau sagen. Ich denke aber, dass Kreijor eine gewachsene Welt ist, die aus sich entstanden ist. Es handelt sich definitiv nicht um eine geplante Welt, in der die Ideen und Entwicklungen in harte Formen gepresst wird um einen "runden Gesamteindruck" zuerhalten.
--- Ende Zitat ---
Ist akzeptiert :) Aber das ist in hinblick auf meine persönlichen erwartungen an ein Setting nunmal kein Pro argument. Geschmackssache.


--- Zitat ---Meiner Meinung nach mach aber gerade das den Realismus aus, denn welche Welt besitzt einen allgemeingültigen "Standart" ?!? Im Mittelalter gab es sowohl Länder/Völker die noch in der tiefen Stinzeit lebten, als auch jene, die eine blühende Hochkultur hervorbrachten. Selbst heute kann man noch zwischen (ich weiß leider nicht wie man es anders sagen sollte) der 3.- der 2.- und der 1.-Welt unterscheiden. In vielen Ländern leben neben den Hochtechnologisierten noch einige Ursprüngliche Völker ....
--- Ende Zitat ---

Naja, natürlich ist die Entwicklung auf einer Welt nicht gleichgeschaltet, so fängt für skandinavische historiker das mittelalter erst um 1000 nach christus an.... (davor war's die wikingerzeit) Doch war es in einem geographischen Raum nie  so, dass 3, über 1000 Jahre auseinanderliegende Zeitalter paralel existierten. (Reale)Geschichte ist keine abfolge von steinzeit antike mittelalter neuzeit, sondern unterliegt dem  Ursache-Wirkung Prinzip. Es gibt gründe dafür, dass die Legionen mit der Zeit Ritterherren gewichen sind, und letztere Musketieren. Und die Militärische Entwicklung ist da eigentlich noch die einfachste. Ich denke, allerdings es ist durchaus möglich eine welt zu konstruieren, in der diese Zeitalter irgendwie paralel existieren, aber all die umstände wirklich glaubwürdig zu konstruieren ist imho eine Sache die den rahmen eines einfachen Rollenspielsettings sprengt. Es führt zum beispiel zu der frage "Was IST Mittelalter überhaupt? Einfach nur Leute in Rüstungen auf Pferden und Könige oder vieleicht doch was anderes?" Ich glaube auch nicht, dass das noch für klassisches fantasy rollenspiel gut geeignet wäre.

Worauf ich eigentlich hinaus will : Der hintergrund von AC hat durchaus seine vorzüge, ohne frage aber DAS Fantasysetting das wirklich alle in allen belangen zufrieden stellt ist er nunmal auch nicht,  und das meiner meinung nach ironischweise gerade durch den versuch, es allen recht zu machen

Ich will niemanden sein lieblingssetting zerschiessen (was ich wohl nicht könnte ;) ) sondern nur erklären, wo in meinen Augen die Nachteile des Settings sind. Ob für den Käufer die vor oder nachteile überwiegen ist eine sache der persönlichen gewichtung und des geschmacks. Aber das wir was die grundliegende natur des settigns garnicht so anderer meinung sind zeigt ja das zitat von oben, wir werten nur entsprechend unserer geschmäcker über den selben sachverhalt anders ;)

Just my 0,2 cents...

Samael:
Leggionen sind nicht Ritterheeren gewichen. Zwischen dem Hochmittelalter und der Antike ist keine kontinuierliche Entwicklung, sondern ein historischer Bruch, als die Goten das implodierende röm. Reich überrannten. Ich behaupte mal eine disziplinierte römische Legion hätte das durchschnittliche Ritter/Bauernheer des Hochmittelalters auf dem Schlachtfeld vernichtend geschlagen.

Eine Koexistenz eines an den zentraleuropaischen Spätmittelalter (Vargothia) oder der Renaissance (Aquitaine) Kulturraum angelehnten Kulturraums neben einer eher antiken Kultur (Veruna) ist doch durchaus vorstellbar! vA wenn kreijorsche Entfernungen vorliegen. Im Gegensatz zu Aventurien ist Kreijor ja kein Dritteleuropa, sondern eher ein ganzes Asien (etwa 7500km x 5000km).

Der technische Stand ist ja nicht derart verschieden. Auch gibt es in Vargothia Technologie, die sehr modern ist, das "Feeling" ist nur spätmittelalterlich. Die richtig fortschrittlichen Entwicklungen sind in den Händen einer kleinen, mächtigen Gilde, die sich auf einer Inselfestung verschanzt und ihre Geheimnisse eifersüchtig hütet. Musketen haben auf Kreijor in etwa den selben Stellenwert wie mag. Gegenstände (wenn auch nicht besonders potente).

Natürlich ist es Geschmackssache. Wenn einer sagt: mir passt es nicht, dass es in meiner Spielwelt eine keltisch anmutende Inselwelt (Mordain) und gleichzeitig eine hunnenartige Kultur (Orks von Trulk) und eine spätägyptische (das von Veruna besetzte Khem) gibt, dann kann man wenig gegen sagen.

Allerdings ist es doch so, meiner Erfahrung nach: RPG´s, die sich auf einen Aspekt (der irdischen Mythologie/Geschichte) konzentrieren oder ein völlig neues Konzept bringen wollen werden nicht gespielt. Sie sind zu abstrakt oder bieten zu wenig Abwechslung.   

christian@aera:

--- Zitat von: Samael am 15.11.2004 | 14:28 ---Allerdings ist es doch so, meiner Erfahrung nach: RPG´s, die sich auf einen Aspekt (der irdischen Mythologie/Geschichte) konzentrieren oder ein völlig neues Konzept bringen wollen werden nicht gespielt. Sie sind zu abstrakt oder bieten zu wenig Abwechslung.   

--- Ende Zitat ---

Also, auch wenn es stimmt, was du zu Geschmack sagts... das kann man definitiv nicht so stehen lassen. Engel und Degenesis sind zwei klare Gegenbeispiele.

Wawoozle:
Mir ging es beim durchlesen von AC ähnlich wie Kalimar.
Ich hatte eigentlich permanent diesen "Das kenn ich doch"-Gedanken.

Böswillige Zeitgenossen könnten vielleicht sagen AC ist zusammengeklaut.
Aber gut geklaut ist besser als schlecht nachgemacht :D
Ich bereue den Kauf jedenfalls nicht :)

Samael:

--- Zitat von: christian@aera am 15.11.2004 | 14:42 ---Also, auch wenn es stimmt, was du zu Geschmack sagts... das kann man definitiv nicht so stehen lassen. Engel und Degenesis sind zwei klare Gegenbeispiele.

--- Ende Zitat ---

Ok, "werden nicht gespielt" war natürlich etwas überzogen. Aber Engel und Degenesis sind ganz klar Nischensysteme. Und ich behaupte, dass die doch beachtlichen Erfolge dieser Systeme zum großen Teil auf das extrem gute Artwork/Layout zurückzuführen sind. Ich kenne einige, die die Bücher deshalb im Schrank stehen haben. Ich kenne niemanden, der sie spielt.   

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln