Medien & Phantastik > Lesen

Die schlimmsten Bücher aus den Bereichen Fantasy - Science Fiction

<< < (89/137) > >>

Sashael:

--- Zitat von: Surtur am 15.06.2013 | 18:50 ---Nach kurzer Recherche: Edward Lee.

--- Ende Zitat ---
Okay, dann kann ich den anderen ja noch eine Chance geben. :)

Mein persönlicher Kandidat für diesen Thread ist eine Kurzgeschichtensammlung von Ted Chiang: Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes.
Der Kerl soll der Überflieger der SF sein. Mehrere Literaturauszeichnungen für die enthaltenen Kurzgeschichten.

Ich finde ihn zum Kotzen.

Ja, er schreibt gut. Aber das ist die rein technische Seite. Der Inhalt und die Grundidee aller seiner Geschichten ist eine so abartig deterministische und fatalistische Einstellung zum Leben, dass mich nur das kalte Grausen packt, dass man für so einen Müll auch noch ausgezeichnet wird.

Skele-Surtur:

--- Zitat von: Feuersänger am 15.06.2013 | 19:16 ---Ist wohl einer der beliebteren generischen Titel...

--- Ende Zitat ---
Im englischen Original hieß es "City Infernal", was auch passt, denn was garnicht schlecht war, war die Grundidee: Die Hölle ist einer amerikanischen Großstadt nachempfunden. Aber sich für die deutsche Ausgabe einen irgendwie daran angelehnten Titel auszudenken, war dem Übersetzer wohl nicht zuzumuten.

Feuersänger:
Hm, slightly OT, aber das erinnert mich an eine Episode von Johnny The Homicidal Maniac: Johnny ist zwischendurch mal tot und kommt in die Hölle, doch die ist von einer normalen Großstadt kaum zu unterscheiden. Nur sind die Leute da alle extrem kniefieselig: "Du willst einen Klacks extra Frischkäse für deinen Bagel? Das macht 50 Cent". Johnny fragt dann den Teufel, warum er die armen Seelen zu sowas zwingt, und der Teufel sagt (sinngemäß): "Ich? Ich zwinge die zu gar nichts. Die können tun und lassen was sie wollen. Die Hölle machen sie sich selbst."

Hróđvitnir (Carcharoths Ausbilder):
Urshurak - gerade staubig aus einer Kiste gezogen. Ganz schlimmer Tolkien-Klon, Hirnkind der Gebr. Hildebrandt als Animationsfilm geplant. Als das nix wurde, haben sie ihr Treatment von einem n-klassigen Hack in einen "Roman" schreiben lassen, mit erwartbarem Ergebnis. Schöne Bilder aber, und vorhin ist mir aufgefallen, daß die Heldin Gwen so aussieht wie meine erste Freundin. :D

DerEskapist:

--- Zitat von: Feuersänger am 10.06.2013 | 23:13 ---Jab, wie ich schon unlängst im Wunschlisten-Thread schrieb: ich wollte, die Schreiberlinge würden einfach mal _eine_ Geschichte in _einem_ Buch erzählen, vom Anfang bis zum Ende, fertig, aus. Immer diese Endlosserien kotzen mich dermaßen an -- zumal die Autoren da wohl oft zu der Überzeugung gelangen, eine Endlosserie ist auch eine Endlos-Gelddruckmaschine, und deswegen irgendwann jeglicher Fortschritt vollständig zum erliegen kommt. -.-

Ich für meinen Teil boykottiere prinzipiell alles, was mehr als 3 Teile hat oder darauf ausgelegt ist. Und selbst Trilogien lasse ich nur noch sehr zögerlich in meinen Bücherschrank und erst nach ausführlichem "Screening". Es passiert einfach zu oft, dass der ganze erste Band nur Blabla ist und die Handlung erst eine halbe Seite vor Schluss in die Gänge kommt. Diesen Autoren sage ich: Fickt euch! Ich schreibe jetzt meine eigene Fantasy, mit Blackjack und Nutten!

--- Ende Zitat ---

Diese Aussage ist fundamental und kann ich nur unterschreiben.

Ich habe meine Lektion bei Richard Schwartz gelernt. Diese deutsche Author ist von Natur aus nicht unbedingt der schlechteste Schreiberling. In der Reihe "Das Geheimnis von Askir" kriegt er den ersten Band "Das Erste Horn" auch noch ordentlich über die Bühne. Erinnert fast an ein old-school-Fantasy-Abenteuer und ich mag eigentlich seinen eher gemächlichen Schreibstil.
Aber dann... aaargh...  :embarassed:

Man lässt sich auf eine 6-teilige Reihe ein - ok bin selber schuld, war ja so doof, sind ja so viele Sternchen bei Amazon dran  :P - und will wissen wie's weiter geht. Das Erzähltempo geht kontinuierlich runter, immer wieder eine Handlungsschleife um die Haupthandlung hinauszuzögern. Und dann stellt man am Ende der Reihe fest, dass all das Ausgebremse nur zu einem Cliffhanger-Ende führt, das völlig unnötig wie ein Blinddarm hinterndran gepfropft wurde, damit auch da wieder wissen will wie's weiter geht, denn siehe da ....  :o
... die nächste vierteilige Reihe schliesst sich an die man jetzt kaufen soll. "Die Götterkriege".

Ok, ich bin ja selbst schuld... nach einem langen Arbeitstag braucht man abends im Bett noch ein bisschen Gehirnkaugummi zum Abschalten und da sind primitive Geschichtchen ja nett weil man die auch mit wenig Aufmerksamkeit lesen kann.

Aber: Tut euch die Götterkriege nicht (auch noch) an. Ich denke ich werde es nicht zu Ende lesen. Handlung völlig runtergebremst, hirnverbrannte Plot-twists, Über-Charaktere... Meistens reisst sich Schwartz dann für die letzten 50 Seiten zusammen, baut noch ein bisschen Spannung auf und bringt das Buch zu Ende das über hunderte Seiten langsam vor sich hingeeiert ist...

Im Nachhinein frage ich mich nur: Warum habe ich mich da so weit reinlocken lassen? Die Vertrautheit der Charaktere? Der angenehme Schreibstil? Die Hoffnung, etwas Inspiration für eigene Rollenspielkampagnen zu finden?

Naja, man kann nur nochmals Feuersänger recht geben und dann noch hinzufügen:
Don't pay the ferryman. Don't even fix a price

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln