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Die schlimmsten Bücher aus den Bereichen Fantasy - Science Fiction
Niniane:
Aus dem Bereich "Guckt mal, ich kann Wikipedia aufmachen und hab die PM im Abo" hab ich noch einen: Watermind von M.M. Buckner
Hab ich damals vom Grabbeltisch mitgenommen, weil es in New Orleans spielt und ich es damals für eine gute Idee hielt wegen unserer Spielrunde, die das als Setting hatte. Es war eine sehr schlechte Idee.
Die Grundstory ist durchaus cool, Naniten aus einem Forschungslabor geraten durch einen Unfall in den Mississipi, fressen den Müll, der im Fluss rumschwimmt und entwickeln ein Bewusstsein. Leider entwickelt die völlig hysterische Hauptdarstellerin eben dieses nicht. Sie läuft planlos durch die GEgend, nimmt Pröbchen, plädiert dafür, dass man das "Ding" doch als Lebensform anerkennen sollte (und lässt dabei kein Klischee aus). Dann lässt sie sich auf den generischen Fiesling ein, und ganz Seifenoper wird natürlich nicht verhütet, und der schöne Mann entpuppt sich am nächsten Morgen natürlich als A.. (was man ja vorher üüüüüberhaupt nicht erahnen konnte). Den Rest des Buches ist die Hauptdarstellerin dann auch nicht sicher, ob sie schwanger ist (merke: In Louisiana gibt es keine Frauenärzte, und die Allgemeinmediziner aus dem Forschungszentrum sind wohl alle unfähig). Anstatt die Analogie des werdenden Lebens zu nutzen, gibts dann noch ein paar weitere Schilderungen, wie sich das "Ding" nach Süden bewegt, was das Militär macht, wie es mit dem Hochwasserschutz aussieht, welcher Müll im Fluss schwimmt (zum einen fand ich das gruselig, zum anderen hat es durch die ständigen Wiederholungen aber auch einen ziemlichen Gähn-Effekt bekommen) und irgendwann ist alles vorbei.
Der einzig coole Charakter des Buches, der einheimische Freund der Hauptdarstellerin (die natürlich auch noch eine heftige Daddy Issue hat, ihr Vater hat sie nie anerkannt, und sie erinnert ihn an die Mutter, die sich aus dem Staub gemacht hat), der aber dann zugunsten ihres One-Night-Stands mit dem generischen Fiesling irgendwie an den Rand gedrängt wird und dann nur noch als Deus Ex Machina dient.
Ich glaube, ich habe noch nie einen so tiefen Griff in die Klischeekiste gelesen, der dazu auch noch unspannend und langweilig war. Zum Einschlafen sind solche BÜcher aber top ;)
Ende:
Oha! Da kann ich endlich mal auf einen fahrenden Zug aufspringen:
Ich hab seit über einem Jahr "Der Schwarm" hier geliehen rumliegen und habe es seitdem *Trommelwirbel* bis Seite 29 geschafft (TB Ausgabe, falls das als Info nützt).
Die Schreibe Herrn Schätzings verhält sich so perfekt konträr zu dem, was ich gerne lesen möchte. Allein das erste Kapitel, bei dem in detailliertesten Angaben auch noch die leichteste Wasserkräuselung beackert wird, hat mich eine ganze Woche gekostet, bis ich es durch hatte. Zugegeben, ich bin ein sehr visuell denkender Mensch und kann mit einfachen pitches und Geschichtsgerüsten in meiner Phantasie extrem lebhafte Bilder erstellen, sodass ich vielleicht auch gar nicht die passende Zielgruppe für Schätzings Buch bin.
Aber MEINE FRESSE! Allein das erste Kapitel ist ein Bilder-Overkill, der meine Phantasie, die lieber selber formen und (willkommene) Lücken füllen will, wie mit Stöcken schlägt. Und dazu war es nichtmal spannend dabei "zuzugucken", wie der Fischer dort sein Unglück findet.
Im folgenden Kapitel habe ich dann nach zwei Seiten Charakterexposition der Hauptfigur (dieser mit seinem Alter kokettierende Forschertyp) entnervt aufgegeben.
Blöd nur, dass der Brocken fast 1000 Seiten zählt und ich schon deshalb weiß, dass ich es niemals auslesen können werde.
Fast 1000 Seiten lang diese manieristische Sülze? Was sich dann noch anfühlt, als würde ich dem Autor beim Wichsen auf sein eigenes Werk zuschauen? Aber nicht doch... :q
Wer hat das Teil eigentlich jemals so gehyped?
Danke an alle Vorredner für die Steilvorlage mit dem Thema, aber das lag mir auf der Seele und musste mal raus, weil ich es eigentlich Schade finde, wenn ich Bücher nicht auslese.
Feuersänger:
Hm, den Schwarm hab ich damals gelesen und fand ihn in Ordnung, freilich nichts was einen dann noch lange beschäftigt. Naja wurscht, hab keinen Drang es nochmal zu lesen.
Dan Brown hingegen, den müsst ihr mit jemandem verwechseln. Es gibt jede Menge Autoren, die immer und immer wieder das gleiche Buch mit anderen Namen schreiben. Brown schreibt die gleiche Geschichte ~und~ bleibt bei einem Namen.
Skele-Surtur:
Der Schwarm hab ich nur als Hörbuch mitbekommen, aber nur auszugsweise und vor allem nicht bis zum Schluss. Was ich aber gehört habe fand ich so übel jetzt nicht.
Infernal Teddy:
Ich habe langsam das gefühl, Der Schwarm kann auch als sekundärer Turing Test herhalten...
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