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Die schlimmsten Bücher aus den Bereichen Fantasy - Science Fiction

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Uebelator:
Ein Buch bzw. Hörbuch, über das ich mich beim Hören schon richtig geärgert habe, war "Das Buch ohne Namen"
Der Autor ist weitgehend unbekannt und ich habe eine leise Ahnung warum. Mit so einem Riesenhaufen Sch... Schund würde ich auch nicht in Verbindung gebracht werden wollen.

Ist schon eine Weile her, dass ichs gehört habe, aber ich versuchs mal zusammen zu kriegen.

Zur Handlung:
Im mexikanischen Santa Mondega treffen sich allerlei zweilichtige Gestalten und sonstige Flitzpiepen (Gangster, Kopfgeldjäger, paranormale Massenmörder, Kungfu-Mönche), weil irgendwie eine Sonnenfinsternis bevorsteht und es einen blauen Zauberstein gibt, mit dem man ewige Finsternis hervorrufen kann, sofern eben kräftig daran rubbelt (oder was auch immer), wenn die Sonne vom Mond verdeckt wird. Und weil Vampire cool sind, gibts in diesem Buch natürlich Vampire, die den Stein gern nutzen wollen, um die Weltherrschaft an sich zu reissen oder sowas ähnliches.

Für ein Feng-Shui-Abentuer oder sowas in der Art mit jeder Menge Bier und Chips wärs vielleicht noch ganz witzig, aber in Buchform möchte ich das echt nicht lesen.

Wie ist es geschrieben?
So, als hätte ein 13-jähriger das erste Mal die Tarantino-Rodriguez-Compilation gesehen und sie soooo cool gefunden, das er seine jugendlichen Gewaltfantasien unbedingt auf Papier bringen musste. Das Ganze strotzt vor Dämlichkeit und Pseudo-Coolness. Mal ein paar Beispiele für die Charaktere:

Bourbon Kid
Wird so genannt, weil er in der Tipioca Bar von Barkeeper Sanchez (klar, dass der so heisst), gern aml einen Bourbon trinkt, bevor er loslegt und Massenmord begeht. Alle haben Angst vor ihm, aber ist wohl irgendwie die coole Sau des Buches. Bissl der Mariachi für Arme.

Der Kopfgeldjäger "El Jefe"
Noch so ne coole Sau, die für einen Gangsterboss (zu dem kommen wir gleich noch) den blauen Stein finden soll.

Der Gangsterboss "El Santino"
Sein Name klingt wie ein Restaurant, aber er ist - wie könnte es anders sein - eine coole Sau.

Es gibt ja wirklich viel Fantasy-Quatsch da draussen, aber dass Das Buch ohne Namen einen Verleger gefunden und sich obendrei noch in die Bestsellerlisten geschlichen hat, ist echt eine Frechheit. Andererseits verkauft sich Shades of Grey ja auch wie geschnitten Brot... Und das soll ja auch ziemlich grottig sein.
Komischerweise gibts beim Buch ohne Namen nur jede Menge leute, die es echt großartig finden. Und das macht mir echt Angst.

Bad Horse:
Ich fand das Buch ohne Namen auch ziemlich witzig. Ich hatte aber auch nie das Gefühl, dass irgendwas davon ernst gemeint sein könnte.

Aber andererseits mochte ich auch die Vampirromane von Tanja Huff. Vielleicht war ich da noch jung; vermutlich liegt es aber an der Übersetzung. Und die Szene, als die Detektivin in leichter Panik in den Raum voller "Dämonenbeschwörer" eindringt, die sich dann als Rollenspieler entpuppen... fand ich sehr lustig. Zumal hier der total durchgeknallte Nerd eben kein Rollenspieler ist.

Aber Geschmäcker sind halt verschieden.  :)

Kardinal Richelingo:
lese btw. höre gerade "a land fit for heroes" von Richard morgan. ich bin ein grosser morgan fan aber diese bücher sidn endlos verschwurbelt. habe unglaublich brutale und coole Szenen um dann gleich wieder in endloses zeitlupenschwadronieren zu enden. selten so eine Hassliebe zu bücher entwickelt.

Weltengeist:
Oh, Threadnekromantie! Fein!


--- Zitat von: Uebelator am 14.01.2014 | 11:09 ---Komischerweise gibts beim Buch ohne Namen nur jede Menge leute, die es echt großartig finden.

--- Ende Zitat ---

Wenn es dich tröstet: Ich gehöre nicht dazu. Ich fand das Buch auch grottig und hab mich hinterher geärgert, auf die - zugegeben schlau gemachte - geheimnistuerische Aufmachung reingefallen zu sein.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Zumal er sich dann auch noch als Vampir-Roman entpuppt. Und ich hasse, hasse, hasse Vampirromane. Vor allem, wenn man mir eigentlich eine Art Western verspricht und mir dann noch über 200 Seiten doch wieder Vampire um die Ohren haut.
Ein neueres Beispiel für ein Buch, von dem ich sehr, sehr enttäuscht war: Raising Steam von Terry Pratchett. Der letzte Scheibenwelt-Roman, den der Meister selbst geschrieben hat, ist sowas von der schlechteste. Kein Tempo, kein Witz, kein Esprit, und dazu im Grunde der gleiche Plot, den er schon seit "Night Watch" in so gut wie jedem Scheibenwelt-Roman erzählt hat. Man glaubt kaum, dass das der gleiche Autor ist, der solche Perlen wie "Moving Pictures" oder "Small Gods" geschrieben hat...

Harry:

--- Zitat von: Weltengeist am  4.09.2015 | 10:43 ---Der letzte Scheibenwelt-Roman, den der Meister selbst geschrieben hat, (...)

--- Ende Zitat ---

Vom lesen her habe ich seit spätestens nach "Making Money" das Gefühl, dass er nicht mehr alleine geschrieben hat bzw. dass er Ghostwriter engagiert hatte. Der Qualitätsknick ist einfach zu drastisch.

LG,
H.

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