Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
D&D ein "Powergame fuer zwischendurch"?
Visionär:
Zwischenfrage: Was wollt ihr überhaupt?
Möchtet ihr pathetische Gestalten spielen, die anderthalb Stunden Monologe darüber halten, wie schlecht es ihnen doch geht, in welcher moralischen Zwickmühle sie sich doch jetzt befinden. 10seitige Charakterbögen voller Geschwafel, die den Charakter tiefgehend beschreiben, bis zu seinem Ödipuskomplex und den Gründen für seine Bulimie in Jugendjahren? Spieler und Spielleiter wischen sich die Tränen aus den Augen, nachdem der Shylock'sche Bösewicht eine ergeifende Rede gehalten hat und ...
Hogswash!
Ich will einen Charakter, der den Ogern und Orks in den Arsch tritt und zwar so richtig! Ich will eine Menge Kewl Powerz mit meinem Char, ich will, dass er was besonderes ist!
Klar, wenn ich meinen Beschreibungen Regelmechanismen vorschiebe, dann wird das kein schönes Rollenspiel sondern das erwägen taktischer Optionen. Ich kann aber auch die Kewl Powerz richtig gut beschreiben, meine Boni für mich behalten, würfeln und den Ausgang der Aktion beschreiben oder beschreiben lassen. Und darin liegt für mich der Kern des guten Rollenspiels: Den Namen der Regel, die Anzahl der Würfel, etc. für sich behalten, und den Impact des ganzen beschreiben.
Menschen gehen auch in Actionfilme, weil sie kurzweilig sind, nicht weil sie sich daraus Offenbarungen für's Leben erhoffen. So auch mit dem Rollenspiel. Action und Kewl Powerz sind immer nett, wenn sie, nochmal, richtig beschrieben sind und die Regeln den Hintergrund bilden.
max:
--- Zitat von: Selganor am 15.02.2005 | 11:14 ---
--- Zitat von: max am 15.02.2005 | 09:13 ---Mich als einen Idioten darzustellen, der keine Ahnung hat wovon er redet eine ganz andere (Mir kommt es so vor, als ob Selganor den Thread mit dieser Absicht geöfnet hat)!
--- Ende Zitat ---
Ich hatte den Thread NUR aus dem Grund "geoeffnet" (oder besser: aus einem anderen Thread getrennt) weil jemand einen komplett anderen Thread durch diesen "Einwand" (der NICHTS mit dem vorherigen Thread zu tun hatte) "zugemuellt" hatte und sich nicht getraut hat diese Aussage exponierter (also in eigenem Thread) zu sagen ;)
--- Zitat ---Werdet ihr glücklich mit D&D ich bin es wie viele andere nicht geworden und werde es auch nicht werden!
--- Ende Zitat ---
Wenn dir D&D nicht gefaellt... warum "quaelst" du dich dann und beschaeftigst dich doch noch damit?
Es gibt zahlreiche andere Systeme... Kannst ja mal (im Spielsysteme) eine Frage stellen welches System deinen Anforderungen besser entspricht.
--- Ende Zitat ---
Mein einwurf hatte sehr wohl etwas mit dem ursprünglichen Thread zu tuen, da ich meine persöhnlichen Erfahrungen mit D&D und sonderregeln preisgeben wollte! Und ich hatte sicher nicht die Absicht D&D zu Bashorn!!!
Schlieslich spiele ich es selber noch in einer Runde.
Unser langjähriger D&D Meister weigert sich ein anderes System zu nutzen (Hat auch schon mit AD&D geleitet).
Sry wenn ich ein bisschen angespannt und gereitzt reagiert habe... hatte Führerscheinprüfung und war deswegen ein wenig gereitzt. Jetzt ist wieder alles geschmeidig! ;D
Fredi der Elch:
--- Zitat von: Sohn des Äthers am 15.02.2005 | 16:30 ---Ich will einen Charakter, der den Ogern und Orks in den Arsch tritt und zwar so richtig! Ich will eine Menge Kewl Powerz mit meinem Char, ich will, dass er was besonderes ist!
--- Ende Zitat ---
Siehste und so gehts IMO sehr vielen Spielern. Weswegen Powergaming (oder Gaming mit Kewl Powerz oder wie auch immer man es nennen mag) sehr beliebt und verbreitet ist. Und natürlich auch Systeme, die sich dessen annehmen. Siehe D&D (und auch viele d20-Ableger).
--- Zitat ---Möchtet ihr pathetische Gestalten spielen, die anderthalb Stunden Monologe darüber halten, wie schlecht es ihnen doch geht, in welcher moralischen Zwickmühle sie sich doch jetzt befinden.
--- Ende Zitat ---
Ja! :D
Naja, eigentlich reichen 3 Minuten für den Monolog dicke, den Rest investiert man IMO lieber in gute Dialoge. Aber ansonsten: ja!!
Wenn ich einen Char mit dicken Eiern spielen will, werfe ich meinen Rechner an und zocke KotOR II.
Visionär:
'Kay, dann ist das so, als ob wir eine gemeinsame Basis suchen würden für Shakespear und Morcook. Einfach unterschiedlich. Aber verstehe mich jetzt bitte nicht falsch: 3' - Monologe und gute Dialoge mag ich auch, aber bitte zwischendurch auch etwas Action. RSP ist für mich Entspannung und keine intelektuelle Vergewaltigung.
Cycronos:
@Sohn des Äthers:
sehe ich genauso. Dennoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass Systeme die einfaches minmaxing etc. ermöglichen (wie zB D&D) leider im gleichen Atmezug irgendwie den Elan aus dem Spieler nehmen genau das zu tun, was du gerade ansprichst. Ich habe nie ein Problem mit PG gehabt, wenn der Spieler seine fetten Boni auch in ordentlich atmosphärische Beschreibungen umwandeln konnte. Bei D&D sind mir solche Leute nie begegnet. Die waren froh, wenn sie ihre fetten feats hatten, haben ihre würfel gerollt und mit stolzgeschwellter Brust ihren Schaden verkündet. Beschreibung? No way, leider.
Ein System, wo man sich seine kewl powers hart erarbeiten muss hat da imho einen anderen Effekt. Der spieler hat sich über viele Sitzungen mit dem vertraut gemacht, was er haben will, hat viel Energie in diese und jene Power gesteckt die er seinem Char gern hinzufügen möchte. Da ist es imho nur normal, dass er sich dann auch bei der Beschreibung ordentlich reinhängt. Niemand spielt sich die Seele aus dem Leib, nur um dann einen "ungekleideten" Bonus auf dem Charblatt zu haben.
Wenn man sich was erkämpft hat, dann will man ja schließlich auch, dass es nach was aussieht.
Bekommt man es "einfach so" ist die motivation für ne sahnige Beschreibung imho lange nciht so groß.
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