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[Deadlands] Systemdiskussion
Kardinal Richelingo:
--- Zitat von: Fire am 28.02.2005 | 12:42 ---
- der unterschied zwischen 1st und 2nd edition sind marginale änderungen der zauberregeln (also auch mad science etc.)
- Die Regeln finde ich sehr stimmig, und gerade die karten machen viel vom flair dieses system aus. Ich würde keine anderen regeln nehmen, da es dann sofort nicht mehr deadlands ist, sondern rpg xyz :( (und ich habs mal mit anderen regeln versucht!!!!)
--- Ende Zitat ---
ok, mit welchen regeln hast du es versucht und warum ? und warum ist Deadlands dann nicht mehr Deadlands ? Für mich ist der Hintergrund bedeutend wichtiger als das System, ich kenne jedoch tatsächlich beispiele, wodurch sich das Spielgefühl dadurch wirklich ändert.
Und: ist das Originalsystem nicht sehr langsam ?
Fire:
Hmmm...laß mal sehen:
D20 (man war das schlecht!!!), Gurps (nur als Spieler....igitt), und mal kurz (SEHR kurz) Masterbook...paßte alles nicht!
Natürlich ist der hintergrund wichtiger, aber in diesem speziellen fall kann man z.b. nicht auf die karten verzichten! Ein Huckster ohne karten paßt nicht hinein und ich schnell ein stereotyp-magier, den du überall spielen kannst! Gerade die Magieregeln sind schwer (und ich hab bisher keine anderen regeln gefunden, die zu deadlands passen, ohne das flair kaputt zu machen!) auf andere regeln zu münzen!
das originalsystem ist in den kämpfen recht langsam, ALLERDINGS nur wenn man jeden winzigen gegner wirklich mit trefferlokation, wundlevel etc. ausspielt! Es gibt offizielle kurzregeln für gegner, die nur quasi-HP haben, dadurch kann man viel zeit bei "normalen" gegnern sparen. Endgegner oder zwischengegner sollten natürlich richtig ausgearbeitet werden, aber da kann (meiner meinung nach) ein kampf auch mal ruhig etwas länger dauern (soll ja auch nicht zuuuuu einfach werden!) ;)
Kardinal Richelingo:
hmmm, also die d20 Version hatte ich mal und fand sie ganz ok. Man musste halt an einigen Knöpfen drehen. Ich werde es aber sicher mit Unisystem leiten, da der Conversion guide auch von Shane Hensley ist und insgesamt ok ist. Die Karten werden dabei beibehalten, soweit ich das verstehe.
knörzbot:
Ich finde das DL-System ebenfalls etwas träge. Was aber noch viel schlimmer ist, sind die überproprtional vielen Zufallsgeneratoren. Als Beispiel möchte ich da die Initiative-Regel anführen. Zuerst wird gewürfelt und dann muß ich noch Karten ziehen, die ebenfalls eine gewisse Streuung haben.
Ein weiteres Problem stellen imho die Bewegungregeln dar. Die Aufteilung der Bewegungsreichweite auf die gezogenen Karten führt zu sehr seltsamen Ergebnissen.
Ich hatte auch den Eindruck, dass Huckster die ärmsten Schweine sind. Die Magie in DL ist sehr, sehr unzuverlässig. Zumindest bei den Huckstern.
Wenn ich wieder Deadlands leiten würde, dann mit Savage Worlds. Obwohl da auch die eine oder andere Änderung zu machen wäre.
Noshrok Grimskull:
Huckster ohne Karten verlieren tatsächlich extrem an Flair. Und die Sache mit den Fate Chips finde ich auch sehr stimmig und passend. Es sind viele Kleinigkeiten, die das System für mich so ansprechend machen.
Klar könnte man vieles davon in ein anderes System übertragen, denn schließlich zählt natürlich in erster Linie der Hintergrund und die Story. Aber warum sollte ich ein System wegen einiger kleiner Fehler vernachlässigen, und das Setting in ein anderes, ebenfalls nicht fehlerfreies System übertragen?
Die Kämpfe können sich tatsächlich etwas dehnen, insbesondere bei vielen Beteiligten. Aber man kann für die "unwichtigen" Gegner das von Fire erwähnte Hitpoint-System verwenden, um die Sache zu beschleunigen. Außerdem: DSA, AD&D und einige andere Systeme sind bei Kämpfen auch recht langsam.
Die offiziellen Bewegungsregeln sind allerdings etwas seltsam. Da hilft eigentlich nur eine vernünftige Hausregel, um das Problem zu beheben. Gleiches gilt natürlich auch für Fahrzeugbewegung.
Und das die Magie der Huckster unzuverlässig ist, ist Teil des Flairs eines Hucksters. Die Jungs und Mädels haben einige der heftigsten und/oder der nützlichsten Sprüche im ganzen Spiel, aber um sie vernünftig zu wirken müssen sie sich auf ein mentales Duell mit einem Manitou (Dämon) einlassen... und das kann natürlich manchmal auch nach hinten losgehen!
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