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Star Wars Episode III [Spoiler!]
Rraurgrimm:
Meine Theorie zu Episoden I bis III ist ja immer noch, dass man mit den Bildern versucht hat die Zeit in Anakin's Leben darzustellen:
Episode I ist quietschig-bunt und kitschig, die Aliens sind knuffig bis zum Letzten und der Boeseknilch kriegt seine Abreibung nachdem er den freundlichen Qui-Gon abserviert hat. Der Film wirkt ein wenig so als sei es die reine Perspektive eines kleinen Jungen Anakin. Und haette man diese "unbefleckte Empfaengnis-Geschichte" und die Midichlorianer weggelassen und ein paar weniger Lacher mit JarJar und den Gungans eingebaut waere es ein recht vernuenftiger Film gewesen.
Episode II ist dann schon eher die turbulente Zeit des Heranwachsens und der Pubertaet. Alles ist extremer, die Liebe ist leidenschaftlich und das Gute ist ebenso gut wie das Boese nunmal boese zu sein hat. Es gibt weit bessere Szenen doch bis sich der Film so langsam findet ist er allerdings auch bereits vorbei.
Episode III ist dann der junge Erwachsene auf dem Weg in die vorprogrammierte Dunkelheit. Und wer Episoden I und II aufmerksam verfolgt hat (und sich sogar zu den zahllosen Comics und der Clonewars-Verfilmung mit wechselhafter Qualitaet hat hinreissen lassen) wird sehen, dass die ganze Chose doch von recht langer Hand vorbereitet gewesen ist. Bei Episode III gefielen mir die Raumschlachten ganz zu Anfang sehr, die Schiffe zerlegen sich in Einzelteile und vergehen nicht nur in einer grellen Explosion, die Breitseitengefechte mit den Raumjaegern dazwischen gefielen mir durchaus von der Darstellung her - bin wohl SFX-Hure in dieser Hinsicht. Anakin's Weg zur Dunklen Seite des Quarks fand ich nicht ganz so unstimmig und zwar rasch doch hat ihn der Zweifel an den Lehren der Jedi schon geraume Zeit begleitet und was ihn erst noch Widerstand leisten liess waren die traditionellen Jedi-Floskeln die er mantraartig vor sich hergebetet hat. Was mir am meisten missfallen hat war die (subjektive Ansicht) mitunter recht hoelzerne Darstellung von Emotionen seitens der Schauspieler - und damit meine ich alle. Ob nun Anakin/Vader und seine unbeholfenen Liebesszenen oder den Weg zur Dunklen Seite, ob nun Palpatine und seine grosse Stunde, ob nun Obi-Wan und der Verlust seines Schuelers oder auch der computergenerierte Yoda waehrend des Unterganges des Jedi-Ordens - alle waren in meinen Augen "nur mit halbem Herzen bei der Sache". Es wirkt ein wenig distanziert und lieblos wie sie einige der an sich von den Worten her schwierigsten und an sich gewichtigsten Dialoge in den StarWars-Episoden zu bewaeltigen versuchen. Dann die etwas zu weinerliche Padme - ist das noch die Frau die einstmals ein ganzes Volk gefuehrt hat? Muessen die Hormone sein... (aber angeblich soll es ja eine geschnittene Szene geben in welcher sie ein wenig mehr macht als nur jammernde Deko zu sein)
In allen drei Episoden hat mir die Intrige Palpatine's gefallen - sein Weg zur Macht (hah, Wortspielpunkt) und wie er seine Widersacher aber auch seine Verbuendeten (und potentiellen spaeteren Gegner) gegeneinander ausspielt ist schoen anzusehen und allein deswegen werde ich mir auch Episode I noch einmal ansehen. Drolliges Schmankerl am Rande fuer mich war, dass nun auch Yoda mit seinem moeglicherweise etwas unpassendem Jedi-Mantra nicht so ganz unverantwortlich am Aufstieg des Imperators ist. Insgesamt gefaellt mir Episode III - sicherlich nicht gerade ein Meisterwerk aber fuer mich allemal ein guter Film - und sogar ein guter StarWars-Film.
Die Twi'lek-Jedidame welche recht zu Anfang des Threads bewundert wurde heisst btw. Aalya Secura und kam bereits einige Male in den Comics und (ebenfalls nur wenige Sekunden) in Episode II vor:
Visionär:
Nette Ansicht.Die gönne ich dir auch.
Wenn man allerdings ins Kino geht ohne mit dem StarWars - Universum viel am Hut zu haben, außer das man SF - Fan ist und halt alle Filme gesehen hat, dann wird man von der Trilogie enttäuscht. U.a. wegen der mittelmäßigen Schauspielleistung, die ist mir auch aufgefallen, wegen der platten Dialoge und den Logikbrüchen.
In dem ganzen Machwerk irgendetwas hinein zu interpretieren, das überlasse ich den Hardcore - SW - Geeks.
Rraurgrimm:
*hebt die Schultern*
Ich wuerde mich - auch wenn ich sicherlich durch einige Comics und wenige Buecher und das alte D6-Rollenspiel ueber "mehr StarWars"-Hintergrundwissen verfuege als der durchschnittliche SciFi-Fan - nicht zwangslaeufig als Geek bezeichnen wollen und kann mich trotzdem ueber eine gewollte oder ungewollte Intention des jeweiligen Schoepfers betreffs seines Machwerks mit anderen unterhalten die es gesehen haben. So wuerde ich denke ich auch leidlich ueber andere SciFi-Filme und ggf. sogar Serien reden koennen ohne sie in ihrer Gesamtheit und ueber die Leinwand/den Fernseher hinaus zu kennen.
"Irgendetwas hinein interpretieren" hat so einen schlechten Beigeschmack - als wuerde man auf Krampf versuchen, ein Werk welches dem eigenen Interessenbereich leidlich nahe steht mehr Glanz verleihen zu wollen indem man es kuenstlich aufwertet. Wenn dies so gesehen worden ist habe ich mich wohl unklar ausgedrueckt.
Jens:
Hallo. Du spielst Rollenspiele. Und dann auch noch das StarWars-Spiel! Wenn das mal kein Geek ist! ;)
Rraurgrimm:
Ah - in der Hinsicht ist meine subjektive Geek-Skala doch ein wenig offen (was an meinem Bekanntenkreis liegen mag) - zumal in einem nach der Theorie "geekigen" Forum als besonderer Hardcore-Geek herausgestellt zu werden ist dann schon eher ungewoehnlich
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