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James Bond geht vor die Hunde

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Yerho:

--- Zitat von: 6 am 29.05.2016 | 17:40 ---Du. 800 Mio. Einspielergebnis sind schon etwas mehr als 250 Mio Budget. Also ja, er hatte nach einem halben Jahr des Budget locker wieder drin.
--- Ende Zitat ---

Üblicherweise wird für die Bewertung dessen, wie der Film aufgenommen wird, der primäre Kinomarkt herangezogen, und das sind nun einmal die USA. Zieht man Asien und Mittel-/südamerika hinzu, schafft es in der Regel *jeder* Film, der keine komplette Gurke ist, sich ins Plus zu retten oder sogar in ein gutes Plus zu kommen, von der Zweitverwertung im Heimkinomarkt und über Lizensierungen ganz zu schweigen.

Aber egal, meinetwegen arbeiten wir mit dem weltweiten Einspielergebnis - das ist dann jedoch immer noch suboptimal. Zum Vergleich und um sowohl im Genre und ein einer wenigstens annähernd gleichen Größenordnung zu bleiben: "The Bourne Ultimatum" brachte es allein in den USA bereits in vier Monaten auf das Doppelte seines Budgets und weltweit auf das Vierfache, und das trotz deutlich weniger Werbung und ohne ein seit Jahrzehnten etabliertes Franchise im Rücken. Sogar der eher uninspirierte Ableger "The Bourne Legacy" schaffte es in nur drei Monaten, weltweit das Doppelte seines Budgets einzuspielen.

Normalisieren wir das mal nach Budget, Einspielergebnis und Dauer zum Erreichen des Einspielergebnisses, war tatsächlich nur Casino Royale ein Kassenknüller, was so erklärlich wie verdient ist. Skyfall war verdammt dicht dran, ein Kassenerfolg zu sein und Spectre immerhin solide, während Quantum of Solace weit hinter jeder erdenklichen Erwartung zurück blieb. Das mag auch daran liegen, dass die Erwartungshaltung nach Casino Royale unverhältnismäßig hoch war, aber seien wir ehrlich: Der Film ist war strukturell ungefähr so spannend und inhaltsschwer wie ein TV-Thriller im ZDF, nur mit bekannteren Darstellern und deutlich höherem Budget und zumindest ich habe bisher noch niemanden getroffen, der davon begeistert gewesen wäre. Der Film stand auch irgendwie gar nicht für sich, sondern lieferte eher Anschlüsse an Casino Royale und Übergänge zu den Folgefilmen.

Chruschtschow:
@Fantomas:
Skyfall hatte seinerzeit die erfolgreichste erste Woche in UK gehabt (vorher: Potter 7.2). Dazu in 40 Tagen eine Viertel Milliarde in UK (vorher: Avatar, 11 Monate). Das Geld war vorn US-Start wieder drin. Ich sehe nur bedingt den Niedergang eines Franchises. ;)

6:

--- Zitat von: Fantomas am 29.05.2016 | 18:20 ---Üblicherweise wird für die Bewertung dessen, wie der Film aufgenommen wird, der primäre Kinomarkt herangezogen, und das sind nun einmal die USA. Zieht man Asien und Mittel-/südamerika hinzu, schafft es in der Regel *jeder* Film, der keine komplette Gurke ist, sich ins Plus zu retten oder sogar in ein gutes Plus zu kommen, von der Zweitverwertung im Heimkinomarkt und über Lizensierungen ganz zu schweigen.

--- Ende Zitat ---
Da wäre Dir das Fiasko bei dem goldenen Kompass auch passiert. ;)
Aber jetzt mal ernst: Heutzutage ist das weltweite Einspielergebnis Standard (zumal wir von einem britischen Film reden). Nur deshalb konnten sich die Budgets auf solche schwindeleregende Höhen etablieren. Wenn Du über 100 Mio$ in die Hand nimmst, dann schaust Du nicht mehr nur auf dem amerikanischen Markt.

--- Zitat ---
Aber egal, meinetwegen arbeiten wir mit dem weltweiten Einspielergebnis - das ist dann jedoch immer noch suboptimal. Zum Vergleich und um sowohl im Genre und ein einer wenigstens annähernd gleichen Größenordnung zu bleiben: "The Bourne Ultimatum" brachte es allein in den USA bereits in vier Monaten auf das Doppelte seines Budgets und weltweit auf das Vierfache, und das trotz deutlich weniger Werbung und ohne ein seit Jahrzehnten etabliertes Franchise im Rücken. Sogar der eher uninspirierte Ableger "The Bourne Legacy" schaffte es in nur drei Monaten, weltweit das Doppelte seines Budgets einzuspielen.

--- Ende Zitat ---
Na passt doch: Einnahmen Spectre 3x Budget, Ultimatum 2x Budget.
Der Vergleich ist für unsere Diskussion aber eh unerheblich. Wir diskutieren nicht, welche Agentenfilme die höchste Dividende ausgeschüttet hatte, sondern ob die Leute James Bond Filme im Kino schauen wollen. 880 Mio. $ Einnahmen sagen (übrigens auch den Filmstudios. Der nächste Bond ist schon in Planung) da eine ziemlich klare Sprache. Ob die letzten Bond-Filme jetzt echte Bringer waren oder nicht, kann uns übrigens auch egal sein.

Oder um es in Chruschtschows Worten zu sagen:
"Uuuuund ... *Schnipp* ... Aussage falsifiziert."  :)

Kurna:
Zum Vergleich mal IMDB-Wertungen:
Die drei am höchsten bewerteten Bondfilme sind
Casino Royale (die Craig-Version  ~;D) - 8,0
Skyfall - 7,8
Goldfinger - 7,8

Ansonsten liegen die meisten anderen Bonds im oberen 6er-Bereich, mit einer Spannweite von 6,1 (Stirb an einem anderen Tag) bis 7,5 (Liebesgrüße aus Moskau). 

Eulenspiegel:

--- Zitat von: 6 am 29.05.2016 | 18:47 ---Wir diskutieren nicht, welche Agentenfilme die höchste Dividende ausgeschüttet hatte, sondern ob die Leute James Bond Filme im Kino schauen wollen. 880 Mio. $ Einnahmen sagen (übrigens auch den Filmstudios. Der nächste Bond ist schon in Planung) da eine ziemlich klare Sprache.
--- Ende Zitat ---
Die beiden Diskussionen sind äquivalent. Wenn ein Film die höchste Dividende ausgeschüttet hat, weiß man, dass dieser Film tatsächlich geschaut werden will.

Wenn ein Film marktweit nur 880 Mio. $ Einnahmen hatte, dann sagt das recht wenig. Vielleicht rührt das Ergebnis von ein paar vereinzelten Bond-Fans. Vielleicht war es einfach nur das Sommerloch. Oder vielleicht wollten die Leute auch einfach nur irgendeinen Agentenfilm sehen. Und ob der nun Bond oder sonstwie hieß, war ihnen egal.

Aber 880 Mio. $ weltweit sind zu wenig, um daran ablesen zu können, dass die Leute auch wirklich Bond sehen wollten.

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